Fathy, "günstiger"" bedeutet keinesfalls zwingend weniger Qualität, insbesondere wenn die beiden Geräte vom gleichen deutschen grossen Markenhersteller kämen. Für Deine Anwendung einer derart alten Bestandsimmobilie wären zunächst ganz andere Fragen viel wichtiger: 1) Hat eine externe neutrale Partei (KfW-akzepzierter Energie-Berater oder vergleichbar) bereits die Heizlast des Hauses (und damit jedes Wohnraumes) berechnet, und standen dafür aussagekräftige Bau-Unterlagen zur Verfügung? Wie waren die Gas- oder Ölverbräuche der letzten 5 Jahre im Durchschnitt (in kWh)? Bei welchen Innenraumtemperaturen fühlt Ihr Euch wohl? Braucht es 24 Grad C im Badezimmer, oder reichen auch 20 Grad C ? Braucht Ihr 20 Grad C im Schlafzimmer, oder reichen dort auch 17 bis 18 Grad C ? Die KfW fordert zwingend schon bei Antragstellung eine derartige qualifizierte Berechnung eines qualifizierten Dritten. Kostet normalerweise etwa Euro 1.000 (brutto). Nachträglich geht nicht! Keine derartige Heizlastberechnung bei KfW-Antrag - keine Förderung der Wärmepumpe ! Und auch keinen nachträglichen KfW-Antrag, und ein etwaiger Auftrag an ein qualifiziertes Fachunternehmen (für KfW akzeptabel) muss einen bestimmten KfW-bezogenen Vorbehalt haben. Selbst bauen - keine KfW-Förderung. Keine derartige Vorbehaltsformulierung im Auftrag - keine KfW-Förderung! 2) Um besser abschätzen zu können, ob und welche Wärmepumpe für Euch sinnvoll wäre, bräuchte man schon vorab wesentlich mehr Informationen: Beheizte Wohnraumflächen, welche Fensterglasart derzeit, welche Vorlauftemperaturen bei Euch im letzten Winter, was für eine "NormAussenTemperatur" gilt bei Euch? Habt Ihr auch Fussbodenheizung (Kupfer oder Kunststoff?), ist das Haus unterkellert usw. usw. Nur dann könnte man in etwa ahnen, welcher technischer Aufwand erforderlich würde. 3) Die 250-A (Beispiel: a13) hat nur eine um wenige % höhere Effizienz (COP) als die neue 200-A (Beispiel: 12 kW). Das ist dem Design geschuldet, spielt m.E. keinerlei Rolle. Hat überhaupt nichts mit etwaigen Qualitätseinbussen zu tun. Das technischd Design der neuen Wärmepumpe hat m.E. auch Vorteile. 4) Überlegt Euch gut, wie Ihr künftig Eure Brauchwasser-Erwärmung durchführen wollt. Wir haben uns für eine völlig separate kleine BrauchWasserWärmePumpe entschieden, elektrische Aufnahmeleistung < 400 W. Die "grosse" Wärmepumpe - wenn VITOCAL 200-A 12 kW - hätte selbst maximal nur 4.2 kW, und elektr. Heizstab würde nur in besonderen Fällen dazu geschaltet. Man könnte die neue VITOCAL auch "kaskadieren" oder mit einer modernen Gasbrennwertheizung kombinieren. Bei uns aber nicht nötig. Die Kosten einer Wärmepumpe - ohne Installationskosten - sind nur ein kleiner Bruchteil der Gesamtkosten. Bei uns nur etwa 10% . Denn dazu kommen Kosten für den Arbeitsaufwand, zig Meter Verrohrung, diverse hydraulische Komponenten, Umstellung auf VE-Wasser, Spülung, Entlüftung, Kernlochbohrungen, Elektroarbeiten, "Gartenbau"arbeiten, Berechnung und Einstellung des hydraulischen Abgleiches usw. usw. Damit die Wärmepumpe überhaupt effizient bzw. wirtschaftlich arbeiten kann, muss ein Vorlauftemperatur von < 55 Grad C auch im tiefen Winter möglich sein. Das kann bedeuten, man braucht neue - andere - Heizkörper und, je nach Gebäudesituation, auch neue Fenster, neue Dämmung des Daches, eventuell zusätzliche Dämmung von Kellerwänden oder Decken usw. usw. Wir haben, um unser Haus aus den 80ern halbwegs "fit" für einen WP-Betrieb zu machen, bereits etwa Euro 50k für Derartiges ausgegeben und erreichen jetzt auch im Winter Vorlauf-Tempetaturen von 35 bis 50 Grad statt 50 bis 75 Grad C.
... Mehr anzeigen