Hallo @Ambiorix! Ich möchte hier doch auch die Gegenposition aufmachen: Eine FBH-Heizungssystem ist Effizienter, wenn man Puffer vermeidet und die Wärme direkt im Fußboden speichert. Die Kapazität deiner 150m² FBH ist pro 1K etwa so groß wie ein 4,5m³ Pufferspeicher, wobei es viel effizienter ist die FBH um 2K zu überladen als einen 1m³ Puffer um 9K oder einen 500l Puffer um 18K, um die selbe Über-Wärme zu speichern.. Der Aufwand um einen Puffer mit entsprechend hoher Kapazität zu integrieren ist es daher eigentlich bei FBH nicht Wert. Dieses gilt insbesondere für Trennspeicher, die zusätzlich dauerhaft die Effizienz negativ beeinträchtigen. Der sieht das Effiziente Grundschema normaler Weise nur einen kleinen Speicher im Rücklauf vor, um die mindestlaufzeit der WP bei geschlossenen ERRs sicherzustellen. Die zwei neuen Heizkörper im Keller sollten auf jeden Fall zur FBH passen, d.h. mit der gleichen VLT in den Heizkreis der FBH eingebundekann man diesesn werden. Da Keller normaler Weise relative gesehen niedrigere Heizlast haben und hier auch entsprechend neu geplant wird, sollte dieses kein Problem sein. Für den WW-Speicher muss man sich vorher unbedingt Gedanken machen wieviel WW man in einem begrenzten Zeitinterval braucht, d.h. wieviele Badewannen und Duschen normaler Weise zur gleichen Zeit oder kurz hintereinander gefüllt/benutzt werden. Außerdem muss man Komfort-Anforderungen wie WW-Zirkulation oder Frischwasserstation einbeziehen. Hat man eine obere Abschätzung, kann man den WW-Speicher entspreched dimensionieren. Das effizienteste System ist ein WW-Speicher, der sein WW ohne Zirkulation bei Bedarf direkt an die Zapfstellen liefert. Eine minimale Dimensionierung (z.B. 200-300l) mit minimaler Temperatur (z.B. 48°C) stellt dann ein hygienischen Betrieb mit WP durch ständigen Austausch (z.B. in 24-48h) des WW in Puffer und Leitungen sicher. Will man mehr WW-Reserven bei gleicher hygiene, dann kann man dieses durch einen größeren WW-Speicher mit einer Frischwasserstation zu entsprechend höheren Installations- und Betriebskosten implementieren - gleiches bei Zirkulation. Man muss sich dabei jedoch im Klaren sein, dass sich die Effizienz eines solchen "größeren" und "komplexeren" WW-Systems ganz schnell dem eines Durchlauferhitzer annähert oder sogar darunter liegt. Der Gewinn dieses WW-System gegenüber einem DLH-System liegt alleine in dem Komfort, dass zwei oder drei Personen gleichzeitig Duschen/Baden können. Mir persönlich ist dieser Komfort ein "größeres", "komplexeres", und "teureres" WW-System nicht Wert, obwohl ich sehr gerne heiß und lange Bade. Unser 220l-Speicher ist auf 48°C beheizt und reicht für eine "normale" heiße Badewanne und 1-2 kurze Regen-Dusche aus, was bei 4 Personen einer minimale Koordination mit kleinen Einschränkung bedarf. Bisher war dies unproblematisch, so dass wir nicht einmal die Temperatur-Reserven von bis zu 7K heben mussten. Es hilft hier aber wirklich die benötigte Wassermenge und Temperatur konkret zu berechnen, um die Anlage richtig zu dimensionieren. Gruß Gwyn
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