Hallo @mitschke! Ja, sorry. Ich hab übersehen, dass du einen alten Thread aufgemacht hast und die Verdichter-Starts nicht von dir waren. Du hast eigentlich eine Perfekte Heizung nach dem Flow 30 Prinzip und betreibst Sie schon fast richtig ohne ERRs. Derzeit bist du in dem nicht aufgezählten Grundmodus (d): Die Heizkurve ist korrekt für niedrige Temperaturen eingestellt, die ERRs sind alle auf offen bzw. abgebaut, und die FBH lädt synchron bis auf Anschlag in allen Räumen. Folge der VLT-Steuerung mit hoher +4K Hysterese: Alle Räume werden mit VLT-Soll + 4K versorgt, sobald die WP mit eingestellter minimaler Leistung mehr Wärme als die aktuelle Heizlast erzeugt. Dieses führt (ohne ERRs, die die Spitze abwürgen) gewöhnlich zu einer mit einem Mehrverbrauch verbundenen Übertemperatur von 2-3K. Für die meisten Menschen fühlt sich diese ohne signifikante solare Gewinne Okay an - deshalb die Frage von @Flo_Schneider. Natürlich ist es trotzdem ineffizient das Haus 2-3K wärmer zu Heizen als gewollt. Von Viessmann ist das aber per Fabrik so bewusst eingestellt und wird von HBs auf anraten Viessmanns auch nicht geändert, da sich sonst die lukrativen und störanfälligen smarten FBH-Ventile mit hydraulischen Selbstabgleich nicht mehr verkaufen würden. Bei mir haben die solaren Gewinne im ersten Frühling mit korrekter Heizkurve zu einer deutlichen Überhitzung der Räume im Süden und Westen geführt, da die Sonne zu den 2-3K (unterstützt von der hohen VLT) noch einmal 2-3K drauf gepackt hat, womit wir im offenen Wohn-/Ess-/Küchen-/Treppen-Bereich auf >26°C teilweise über 27°C kamen. Ich hab natürlich zuerst versucht die Ausschaltgrenze auf 3K (oder waren es 2K) zu reduzieren und konnte sofort Live mitverfolgen, wie die WP schon innerhalb von 10 Minuten ihren ersten Takte erzeugte, nachdem sie beim Anfahren die Ausschaltgrenze riss. Die +4K ist nämlich leider die minimale Ausschaltgrenze bei VLT-Steuerung für meine und fast alle anderen Viessmann WPs. Diese Einstellung hängt stark mit den minimalen Volumenströmen und der Anfangsleistung der R410A und R290 Kompressoren zusammen. Dieser erzeugt in der Fabrikeinstellung eine physikalisch bedingte Spreizung von 4-5K und nutzt damit bereits die -2K Ausschalthysterese mit aus, um ein Takten ohne weitere komplizierte Logik zu vermeiden. Den Hinweis auf eine 2K Ausschalthysterese bei Innenaufstellung kannst du also getrost ignorieren. Nach ein wenig Recherche hier im Forum hab ich die Lösung für das Problem gefunden: die RLT-Steuerung. Durch diese kann ich jetzt eine deutlich niedrigere Hysterese von +1,5K/-0,5K einstellen. Damit sinkt die Übertemperatur um 2K und in der Spitze bei solaren Gewinnen sogar um bis zu 4K auf 23-24°C. Die FBH nach Flow 30 Prinzip kann jetzt voll ihre Selbstregulation ausspielen und sogar die Wärme vom Südwesten in den Nordosten bzw. das UG transportieren. Eine Änderung auf RLT-Steuerung mag also nicht nötig sein, aber Vorteilhaft ist sie auf jeden Fall. Gruß Gwyn
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