Gemeint ist normalerweise das häufige Ein- und Ausschalten, wenn die Anlage auf ihre Minimalleistung abgeregelt hat und nicht mehr abgeben kann, weil der aktuelle Heizbedarf noch geringer ist. Dann kann sie nur noch durch die zeitlichen Unterbrechungen ihre mittlere Leistung reduzieren. Dieses Verhalten tritt insbesondere in den Übergangszeiten auf und ist durchaus normal. Insbesondere sind dann wegen der geringen Speicherkapazität Anlagen mit Radiatoren ohne Puffer betroffen. Wirklich bedenklich wird es aber erst, wenn die Anlage dann mehr als 2x pro Stunde taktet. Im Jahresschnitt sollte es nicht weniger als 1h Verdichterlaufzeit pro Verdichterstart sein. Es gibt jedoch auch andere Umstände, die zu einem Taktverhalten führen können bzw. dieses begünstigen, z.B. zu geringer Volumenstrom, schlecht eingestellte Heizkennlinie und / oder schlechter hydraulischer Abgleich oft kombiniert mit Thermostaten, die den Volumenstrom dann eigenständig reduzieren oder insgesamt eine überdimensionierte Anlage. Es gibt aber auch fehlerhaftes Regelverhalten in bestimmten SW-Versionen, so dass z.B. wegen zu langsamer Modulation noch gar nicht auf die Mindestleistung abgeregelt wird, bevor es zur Abschaltung kommt (siehe aggressives Regelverhalten hier in einigen Beiträgen).
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