Hallo zusammen, ich möchte gerne noch berichten, wie die Geschichte ausging und das System nun nach weiteren Erkenntnissen aus dem Betrieb funktioniert. Der Rücklauf der Frischwasserstation wurde an das kalte Ende des seriellen Puffers (unten rechts) angeschlossen und hängt nun nicht mehr in der Mitte des Gesamtvolumens. Der NO-Stellantrieb (normally open) wurde durch einen NC-Stellantrieb (normally closed) ersetzt. Hier war tatsächlich das falsche Teil verbaut. Das Umschaltventil blieb so erhalten. Die Puffer-Konfiguration der Vitocal musste über die erneute Inbetriebnahme geändert werden: "Pufferspeicher mit Trinkwassererwärmung und Rücklaufumschaltung" wurde aktiviert. Damit ist die Hydraulik jetzt so wie ich es mir vorstelle und das gesamte Puffervolumen wird ausgeschöpft. Um im Sommerbetrieb bzw. reinen Warmwasserbetrieb seltenes Einschalten und lange Laufzeiten des Kompressors zu ermöglichen, wurden noch folgende Änderungen vorgenommen. Der Stellantrieb kann mittels eines handelsüblichen Lichtschalters von der Vitocal-Steuerung isoliert werden. Das führt dazu, dass die Warmwasserbereitung nicht nur den oberen linken Pufferteil erwärmt, sondern das komplette Puffervolumen von 1000 Litern. Im Winterbetrieb darf die Vitocal den Stellantrieb ordentlich ansteuern. 3/4 des Puffervolumens werden dann für den Heizbetrieb mitverwendet. SG Ready wurde gemäß Handbuch aktiviert und arbeitet mit einem Shelly 2 Pro Relais auf der Gegenseite zusammen. Der Automatenkasten ist direkt neben der Inneneinheit, die Kabellänge ca. 1 Meter. Jeder Kontakt ist über ein eigenes NYM-J 3x1,5 mm² Stromkabel angebunden. Es gibt keine Störsignale. Die Warmwasserbereitung läuft im Eco-Modus von 6 bis 21 Uhr. Das Programm ist auf 45°C Zieltemperatur konfiguriert bei einer Einschalthysterese von 5 K. HomeAssistant "überlädt" den gesamten Puffer nun auf 52 Grad ab 12:15 Uhr mittags, wenn gewisse PV-Parameter für den Resttag zutreffen. Mit überladenem Puffer reicht die gespeicherte Wärmemenge zuverlässig 22-24 Stunden, sodass die WP nur einmalig in den PV-reichsten und wärmsten Stunden des Tages läuft. Die FriWa ist auf 45°C Zieltemperatur konfiguriert und mit 70 kW in der Praxis so leistungsstark, dass die Temperaturdifferenz beim Aufwärmen des Frischwassers nur 1-2 K beträgt - das Zapfvolumen ist i.d.R. sehr gering, da fast nie zwei Zapfstellen gleichzeitig genutzt werden. Die Begrenzung der Zieltemperatur war wichtig, da sie nach dem Verbau vom Heizungsbauer noch auf 60°C stand und damit den ganzen Puffer umgewälzt und die Wärmeschichtung zerstört hat. Mit der neuen Konfiguration bleibt die Schichtung sehr lange erhalten und der rechte Puffer lädt den linken lange Zeit nach. Es fehlt noch Feintuning bei den Temperaturen und in der Steuerlogik. Mit HomeAssistant habe ich aber die nötige Datenbasis dafür. Summa summarum reichen im Sommerbetrieb aktuell aber 2,7 - 3,5 kWh Strom am Tag aus (Überladung auf 52°C Eco), um die benötigte thermische Energie von rund 23 kWh bereitzustellen. Die Werte stammen aus der ViCare App. HomeAssistant hat außerdem nachvollziehbar gemacht, dass ein Großteil unserer Wasserwärme über die Zirkulationsleitung verloren geht. Da werden wir noch zeitnah nachbessern wo möglich.
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