Hallo Christian! Eigentlich sind deine Werte gar nicht so inkonsistent, wenn du die Ansätze im Detail anschaust und Betrachtest wie der WW-Bedarf und die Solaren Wärme-Gewinne einbezogen werden. Früher hat man WW On-Top auf die Heizlast geschlagen. Dieser Ansatz ist für WPs aber auf Grund ihrer Auslegung für einen Bivalenzpunkt mit Parallel Heizstab als Wärmeerzeuger wenig sinnvoll. Du solltest auch nicht vergessen, dass die 13kW-WP, die du anvisierst in wirklichkeit mit dem HW-Durchlauferhitzer (Heizstab) im Parallel-Bivalenten-Betrieb eine Leistung von 21kW hat, also 40% mehr als deine derzeitige Gas-Anlage. Natürlich will man den Heizstab so selten benutzen wie möglich, aber da ATs im Bereich der Norm AT sehr selten sind, legt man die Bivalenzpunkt bei LW-WP üblicher Weise auf 4-8K unter der Norm-AT aus - oft auf etwa -7°C. Alle Auslegungen bei denen die WP mehr Wärme abgibt als bei diesem Punkt benötigt gelten als Überdimensioniert, all die stark darunter liegen, z.B. bei -2°C, als unterdimensioniert. Deswegen kommt Viessmann und viele Profies auch zu der recht generellen Empfehlung die WP-Leistung pauschal mit etwa 75-85% der Heizleistung anzusetzten. Für deine maximale Heizleistung 13,6kW nach Energieausweis und Hüllflächenverfahren, das gewöhnlich die internen und externen Wärmegewinne an sehr kalten Tagen unterschätzt kommst du damit auf eine obere Abschätzung der Sinnvollen WP Auslegung von 10,2kW bis 11,5kW am Bivalenzpunkt. Die WP Hersteller und das Schweizer Verbrauchsverfahren nehmen dagegen grundsätzlich die solaren Gewinne an kalten Tagen stärker in ihre Rechnung auf und beziehen sich auf die WP Leistung am Bivalenzpunkt. Wenn diese auf 7,5kW-8,5kW kommen ist das technisch und ökonomisch vermutlich passend. Ich kann aber verstehen, wenn du mehr Reserven willst und dieser Auslegung nicht traust. Die Beste Wahl liegt für dich vermutlich irgendwo zwischen den 8,5kW und 10,2kW aber auf keinen Fall über 11,5kW. Aus Erfahrung: Ich habe bei meiner WP den Fehler gemacht meiner eigenen Heizlastberechnung nach DIN 12831 nicht zu vertrauen und auch noch den Unsinn der damals noch existierende EVU-Sperren eingerechnet. So habe ich bei eine Heizlast von 8,8kW (bei 22°C RT - Wunsch der Dame des Hauses) eine 11,4kW Sole-WP bestellt. Diese hat selbst bei RT von 23°C noch nie in ihrem Leben mit mehr als 45% Leistung arbeiten müssen - auch nicht an den zwei Tagen mit Konstant -4 bis -8°C (Norm ATi ist bei uns nur -10,4°C). Alleine als ich nach 5 Tagen Urlaub auf die Schnaps-Idee kam das WW von 33°C auf 50°C mit einmal WW aufzuwärmen hat die WP mal 100% gegeben - normaler Wiese wird WW bei dT kleiner 10K mit 43% aufgewärmt. Ich hoffe die Info hilft dir bei der Entscheidung. Gruß Gwyn
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