Meiner bescheidenen Meinung nach kann man, wenn das Gebäude eine Normheizlast von 20.5kW hat und davon 3kW auf kaum genutzte Räume entfallen, natürlich die Heizlast noch einmal neu berechnen lassen und dann für diese drei Räume eine Raumtemperatur von, sagen wir, 10°C annehmen. Es wäre aber glaube ich falsch, die 3kW unter den Tisch fallen zu lassen. Denn die ungenutzten Räume werden ja von den genutzten erwärmt und strahlen also trotzdem Wärme nach außen ab, die nachgeliefert werden muss. Weniger Wärme zwar, des geringeren Temperaturgefälles nach außen wegen, aber immer noch reichlich. Bei -10°C AT, 20°C RT, und 10°C in den ungenutzten Räumen wären das statt 3kW immer noch 2kW. Und um bei warmen Räumen ringsum auf 10°C zu fallen muss die Außendämmung schon ziemlich schlecht sein. Und diese 2kW kommen dann auf die Raumheizlast der angrenzenden Räume noch obendrauf … Das soll nicht heißen, dass man die Heizlastberechnungen für bare Münze nehmen soll. Ich habe schon welche gesehen, da wurde ohne die vorhandene Außenwanddämmung gerechnet! Es ist in der Tat viel zielführender, im Jahr vor dem Wechsel zur Wärmepumpe die Wärmeaufnahme des Objekts in Abhängigkeit von der Außentemperatur aufzuzeichnen und gemittelt über geeignete Intervalle aufzutragen und so die tatsächliche Heizlast zu bestimmen. Einen Wärmemengenzähler im Heizkreis mit Aufzeichnung wird man eh haben wollen. LG, Sebastian
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