Wenn der Energieberater 9,8kW "Heizlast" berechnet hat, dann bedeutet das, dass das Haus am Normauslegungspunkt (bei dir -12,6°C) diese Heizlast hat. Wenn dabei mit einer Raumtemperatur von 22°C gerechnet wurde, dann benötigt dein Haus nach dieser Berechnung für jedes Kelvin Temperaturgefälle zwischen drinnen und draußen 283 Watt. (9800 Watt / (22+12,6)K). Nach dieser Berechnung hätte das Haus am 9. Januar bei -6°C draußen und 21°C drinnen (22°C wurden ja nicht erreicht), also einem Temperaturgefälle von 27K, ständig 7641W Heizleistung innen aufnehmen und nach außen abgeben müssen, über 24 Stunden also 183 kWh. Tatsächlich wurden von der WP 195 kWh Energie erzeugt. Davon ein Teil (5% des Stroms) allerdings für WW! Sagen wir, der Verdichter hat 182kWh für Heizen und 4kWh fürs Abtauen geleistet. Diese Überprüfung zeigt, dass die Heizlastberechnung von 9,8kW ziemlich ins Schwarze getroffen hat. Für die Auslegung der WP muss man dann noch den Leistungsbedarf für WW hinzufügen. Man rechnet dabei wohl mit 0,2-0,5kW pro Person. Nehmen wir für euch mal 1kW an. Gehen wir also von Soll-RT 22°C, 283 W/K Heizlast und 1kW WW-Reserve aus. Diese Leistung erbringt die A08 rechnerisch nur bis +2°C. Bei A2W35, A2W45 und A2W55 leistet die A08 laut Datenblatt glaube ich maximal 6,8kW, also 5,8kW bei Abzug der WW-Reserve. Das Haus hat bei +2°C laut (gerade grob verifizierter) Heizlastberechnung eine Heizlast von (22°C-2°C)*283W/K, also 5,7kW. Dafür reicht es gerade noch. Bei +1°C hat das Haus schon eine Last von gut 5,9kW, das schafft die A08 dann zusanmen mit WW nicht mehr. Ich mag mich hier verrechnet haben. Aber ein Bivalenzpunkt oberhalb von 0°C scheint mir keine gute Planung. LG, Sebastian
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