Liebe Leute, meine Wärmepumpe (Vitocal 250-A10, Vitocell 120-E 600l mit Vitotrans, Divicon mit Mischer, EFH saniert ~6kW@-10°C, 17 Radiatoren auf zwei Ebenen) wurde im August 2024 installiert und funktioniert so weit auch gut. Ich fahre gut mit 0,6/0K und RT 22°C tags, 21°C nachts. Daraus ergibt sich eine VLT bei 0°C von 34.9°C nachts und 36.4°C tags. Ich hatte allerdings das Gefühl, dass die Temperatur in einem der Räume im Souterrain leicht zu kühl war, und habe daraufhin die VLT und RLT am Heizkörper mit einem IR-Thermometer gemessen. Diese betrugen (bei VLT am Mischer von 35.5°C) 32.4°C und 23.8°C. Ich habe dann das Thermostatventil von 3 auf 5 auf 0 auf 3 gestellt und die Veränderung des Volumenstroms im Heizkreis (dort ist ein WMZ eingebaut, den ich über MBus auslese) beobachtet. Dabei stellt sich heraus, dass sich der Volumenstrom zwischen Stellung 3 und 5 nicht unterscheidet, auf Stellung 0 jedoch um ca. 15 l/h sinkt. Ich habe dann bei allen Heizkörpern VLT/RLT und die Volumenstromänderung zwischen Normalstellung, Stellung 5 und Stellung 0 gemessen, und auch die Stellung des hydraulischen Abgleichs aller Heizkörper überprüft und notiert. 12 der 16 Heizkörper haben ein älteres IMI Heimeier V-exakt Thermostatoberteil (drosselbar von 1 bis 6), 4 haben neuere V-exact II+ Oberteile (drosselbar von 1 bis 8). Ergebnis war, dass bei dem kühlen Raum im Souterrain die Ventildrosselung auf V-exakt 1 (sehr stark) stand, und 7 weitere 605/905/22-Radiatoren auf V-exakt 2 (stark) gedrosselt waren. Die anderen Radiatoren waren weniger und 4 davon auch gar nicht eingedrosselt. Die Einstellungen entsprachen auch, bis auf den kühlen Raum und einen anderen, zu schwach gedrosselten Radiator, der Berechnung des hydraulischen Abgleichs des Energieberaters. Ich habe in dem kühlen Raum die Drosselung jetzt auf 2 korrigiert und fühle mich dort wohler. So weit, so gut. Ergebnis war allerdings auch, dass bei Drosselung 2 (stark) nur noch 20-25 l/h statt der möglichen 100 l/h durch diese Radiatoren fließen. Soll heißen, die Leistung der Radiatoren wird durch die Drosselung massiv auf einen Bruchteil ihrer möglichen Leistung verringert. Und bei diesen Radiatoren sind die Thermostaten auch voll auf, während dies bei den ungedrosselten Radiatoren nur bei einem Sonderfall so ist. Nun ist es ja bei einer Wärmepumpe so, dass sie mit größerer Heizfläche durch geringere nötige Vorlauftemperaturen effizienter betrieben werden kann. Und insofern verstehe ich Sinn und Zweck der künstlichen "Heizflächenverringerung" durch diese Ventildrosselung nicht mehr so ganz. Macht es nicht auch eurer Meinung nach Sinn, die Drosselung zumindest in den "offenen" Räumen etwas zu reduzieren, und dann zu prüfen, ob die Heizkurve dadurch noch etwas weiter gesenkt werden kann? Auf welche negativen hydraulischen Effekte, die dadurch entstehen könnten, muss ich dabei achten? LG, Sebastian
... Mehr anzeigen