Der Vordruck sollte immer der geodätischen Höhe der Anlage entsprechen. Also dem Höhenunterschied zwischen dem Kessel und dem obersten Heizkörper.(bei Dachanlagen dementsprechend umgekehrt). Der Fülldruck sollte dann 0,5 bar höher liegen. Damit wird sichergestellt, dass sich im Ausdehnungsgefäss genug Wasser befindet, um auftretende Temperaturunterschiede sicher aufzufangen. Weil Wasser die Eigenschaft hat, sich über und unter 4 °C auszudehnen. Ausserdem befinden sich im Wasser jede Menge gelöste Gase, welche bei Erwärmung ausfallen.. Bei starker Erwärmung über 60°C ist auch ein vermehrter Kalkausfall zu verzeichnen. In einem geschlossenen System stellt das aber kein Problem dar, da es immer wieder das gleiche Wasser ist. Nehmen wir mal an, der Vordruck ist zu hoch. Das Wasser würde erst bei einem Druck von beispielsweise 2 bar in das Gefäss drücken. Kühlt dann der Kreislauf wieder ab, kommt nun nur sehr wenig Wasser aus dem MAG.Es entsteht ein kleiner Unterdruck, weil sich das Wasser ja bis 4°C zusammenzieht. Der Unterdruck wird dann entweder über geöffnete Belüfter oder die Heizkörperthermostate ausgeglichen, indem dort Luft ins System gezogen wird. Das Ganze passiert natürlich nicht auf einen Schlag, sondern geht über mehrere Tage. Und so kannst dann am Manometer beobachten, wie der Fülldruck langsam, aber sicher fällt. Und da bei einer Speicherladung nur wenig Umlaufwasser erhitzt wird, ist auch das Ausdehnungswasser relativ gering. Erst bei Heizungsbetrieb, wenn der gesamte Wasserinhalt der Heizung erwärmt wird, fällt dementsprechend das Ausdehnungswasser höher aus. Das ist auch der Grund, warum bei einem WW-Speicher bei Erwärmung immer Wasser aus dem Sicherheitsventil tropft, da ein Speicher desöfteren kein MAG hat.
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