Ich beobachte seit kurzem, dass meine Wärmepumpe eine Wärmetauscherenteisung durchführt, obwohl dieser nicht vereist ist.
Mir ist in den beiden letzten Tagen aufgefallen, dass die Vorlauftemperatur der Wärmepumpe am frühen Vormittag jeweils plötzlich auf die typischen hohen Werte von etwa 50°C angestiegen ist (der aktuelle Heizungs-Vorlauf lag bei etwa 33°C). Das Brauchwasser war im richtigen Temperaturbereich, war also nicht der Grund. Am Gerät konnte ich dann die Aufheizung des Wärmetauschers feststellen und die bei der Enteisung übliche Abschaltung des Ventilators. Die klare Nacht zuvor war zwar jeweils frostig bei minimal etwa -5°C, aber zu dem Zeitpunkt der Enteisung schien längst die Sonne, die Außentemperatur betrug bereits jeweils etwa 3-4°C. Die relative Luftfeuchte mittlerweile gering. Und wie gesagt, vorher keinerlei Eis am Wärmetauscher.
Ist das wieder eine Softwareänderung in der Experimentierphase in Verbindung mit der Ventilatorringvereisung??
Hallo Peter52,
hier gab es keine Softwareänderung. Abhängig von der Abtauung ist nicht die Außentemperatur, sondern die Verdampfertemperatur. Wird die maximale Betriebszeit zwischen Abtauungen überschritten, wird diese eingeleitet. Voraussetzung dafür ist, dass die Verdampfungstemperatur unter 0°C liegt.
Viele Grüße
Flo
Hallo Flo,
was heißt "maximale Betriebszeit zwischen Abtauungen"? Wie lange ist die?
Gibt es zusätzlich eine regelmäßige Abtauung, auch wenn der Wärmetauscher nicht vereist ist? Ich dachte dass die konkrete Vereisung in irgend einer Form durch den erhöhten Strömungswiderstand/die damit verbundene schlechtere Wärmetauscherwirkung u.ä. festgestellt wird und dann der Abtauvorgang eingeleitet wird.
Die Wärmepumpe lief unmittelbar vorher (nach dem gespeicherten Betriebsverlauf, der leider nur im 15min-Takt aufzeichnet, mindestens 30 min vor dem Abtauvorgang noch), und die Außentemperaturen erreichten an diesen sonnigen Tagen jeweils bereits +3° bis +4°C, die Anlage liegt auf der Ostseite und wird zu der Zeit voll von der Sonne beschienen. Da kann die Verdampfertemperatur m.E. nicht unter 0°C liegen. Kann die Temperaturschwelle für den Vorgang falsch eingestellt sein?
Viele Grüße
Peter
Nach meiner Erfahrung 6-7 Stunden Betriebszeit. Dann findet eine Zwangsenteisung statt. Habe ich einmal in der ViGuide Web Version in der Dokumentation entdecken können.
Dazu gibt es auch schon ein anderen Thread zu.
https://community.viessmann.de/t5/Waermepumpe-Hybridsysteme/Vitocal-250-A-Abtauvorgang/td-p/530052
Ich kann dir nur mitteilen, dass diese auch dann durchaus unter 0°C liegt. Die Zeit beträgt 6h.
Viele Grüße
Flo
@Flo_Schneider schrieb:Ich kann dir nur mitteilen, dass diese auch dann durchaus unter 0°C liegt. Die Zeit beträgt 6h.
Hallo Flo,
danke für die Info. Evtl. ist das tatsächliche Verhalten aber leicht anders, als die Entwicklung das mitgeteilt hat?
Die 6 Stunden (manchmal auch ein paar Minuten länger) kann ich bei den bei meiner Anlage (mit Software 2440) gemessenen Werten voll bestätigen. Aber nicht, dass die Verdampfertemperatur dafür unter 0°C liegen muss.
Hier mal ein Diagramm vom 17.3. (also recht frisch) mit alle 20 Sekunden gemessenen Werten:
Um 03:11 Uhr gab es einen Abtauvorgang und um 9:33 Uhr den nächsten, also 6:22 Stunden später. Dieser Abtauvorgang war (wenn man sich den Kurvenverlauf anschaut) nicht wegen Vereisung und auch der Abstand (etwas mehr als 6h zum vorherigen Abtauvorgang) spricht für einen zeitgesteuerten Abtauvorgang.
Die Verdampfertemperatur (PrimaryHeatExchangerLiquidTemperatureSensor) war zum und kurz vor dem Abtauvorgang um 9:33 Uhr aber über 0°C (genauer: ab 9:00 Uhr immer zwischen 1,5°C und 2,3°C ).
Auch wenn man abrundet war die Verdampfertemperatur nie unter 1,0°C
Hier mal das Diagramm dazu in unterschiedlicher Zeitauflösung:
Das mit den 0°C startet nur den Timer für eine Abtauung nach maximaler Betriebszeit. Das heißt nicht, dass nicht auch so ein Abtaubedarf erkannt werden kann. In deinem Beispiel gehe ich nicht davon aus, dass hier nach dem Timer gestartet wurde.
Viele Grüße
Flo
Was ist denn der genaue Sinn einer zusätzlichen zeitgesteuerten Abtauung:
Geht es darum dass eine eventuelle Teilvereisung des Wärmetauschers, die bei bestimmten Witterungsbedingungen möglicherweise nie so stark wird dass sie als Vereisung durch den gemessenen, verschlechterten Verdampfungsprozess erkannt wird, regelmäßig abgebaut wird? Um den Wirkungsgrad der Wärmepumpe dadurch zu optimieren?
Der Timer wird anscheinend bei hohen Außentemperaturen nicht zurückgesetzt. Meine Anlage hat heute Nachmittag bei der Warmwasserbereitung und ca. 14°C Außentemperatur einen Abtauvorgang ausgeführt (SW2417), siehe Ereignisprotokoll. Vorher war die Anlage ca. 1h ausgeschaltet.
Im Diagramm ist das Signal HP-320 die Verdampfertemperatur (PrimaryHeatExchangerLiquidTemperatureSensor). Diese ist hier > 2°C.
Lediglich bei einem Betriebszyklus in der vorausgehenden Nacht wurden 0°C erreicht.
Viele Grüße
Matthias
Wie dem auch sei, ich hatte sogar das Problem das sich danach mein Verdichter abgeschaltet hat. Das Problem habe ich aber nun lösen können.
Was für mich 0 Sinn ergibt das die berechnete Abtauenergie bei dem zyklusgesteuerten Abtauvorgang höher gerechnet wird als der Abtauvorgang mit sichtbarer Vereisung.
Mit über 50 Grad einen eisfreien Verdampfer abzutauen ergibt für mich keinen Sinn, es sei den ich möchte die Lamellen zum anbraten benutzen
Lg Daniel
Heute konnte ich einen unnötigen Abtauvorgang beobachten.
Die Heizung war von Gestern 16:00 Uhr bis heute Morgen 8:00 Uhr aus.
Um 8:02 Uhr hat die Heizung gestartet um dann um 8:20 Uhr bei 7,9°C Aussentemperatur den Abtauvorgang zu starten. Völlig unverständlich, denn der Wärmetauscher war in keiner Weise vereist.
Hier noch die Stromaufnahme der letzten 24 Stunden.
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