Sorry, aber an die Theorie, dass man durch Beheizung zusätzlicher Räume Gas spart, glaube ich nicht. Ich kann das aber nicht belegen. Hast du wenigstens den nächtlichen Heizbetrieb in der Übergangszeit abgeschaltet? Wenn nur 2 bis 4 Heizkörper beheizt werden, ist schnell der Grenzwert von 1,9 kW unterschritten, zumal ja die abgegebene Leistung der Heizkörper irgendwann runtergeht, wenn die Thermostate in den Regeleingriff kommen. Wenn die Eltern im Wohnzimmer bereits anfangen zu frieren, ist die Heizkennlinie auch mehr oder weniger optimal eingestellt (zugegeben nicht sehr freundlich formuliert, aber dennoch zutreffend). Da gibt's auch nichts mehr zu optimieren. Durch den hydraulischen Abgleich wird sich an dem Problem nichts ändern. Es könnte allerdings sein, dass sehr kleine Einstellungen (Einstellungen 1 oder 2) an den festeinstellbaren Ventileinsätzen zu Pfeiffgeräuschen führen. Außerdem, was soll ein hydraulischer Abgleich in einem Haus, wo von 10 Räumen nur 2 bis 4 beheizt werden? Der Einbau der Präzisionsthermostate ändert an der Takterei nichts. 19000 Brennerstarts in 8 Monaten ist schon beachtlich. Aber, von einer elektrischen Heizung bist du weit entfernt. Auch bei dem überwiegenden Taktbetrieb kommt die Energie für die Beheizung im wesentlichen aus dem Gas. Oder war das als Scherz zu verstehen? Untersuchungen an einer Junkers-Therme haben ergeben, dass hochwertige Gasbrennwertgeräte, - da gehört der Vitodens 300W, B3HG sicher dazu -, den Taktbetrieb gut vertragen und dabei der Wirkungsgrad nur leicht abfällt. Der Umbau auf Pufferbetrieb käme für mich nicht in Betracht, da zusätzliche Wärmeverluste entstehen. Eine weitere Pumpe wird auch benötigt. Puffer erzeugen halt zusätzliche Verluste, die bei fossilen Energieträgern ins Gewicht fallen. Du kannst versuchen mit dem Parameter 1606.4 (Integralschwellwert) die Taktfequenz zu verkleinern. Nach meiner eigenen Erfahrung klappt das aber nur bei langsamen Temperaturanstiegen im Heizkreis. Es funktioniert nicht, wenn nur ein einziger Heizkreis mit Mischer existiert oder wegen extrem geringer Wärmeabnahme, - dann auch verbunden mit sehr niedrigen Volumenströmen -, sehr schnelle Temperaturanstiege vorhanden sind. Die Lösung für diese Problematik wäre eine Zeitsteuerung, die z.B. nur alle 30 min den Brenner startet. Leider gibt es das nicht. Auch von Bedeutung: Wie alle neuen Vitodense der 200/300er Reihe startet auch dein B3HG mit ca. 11 kW. Bis der dann nach dem Start auf die 1,9 kW heruntermoduliert hat, vergeht deutlich mehr als eine Minute. In der Zwischenzeit hat aber der Brenner schon wieder abgeschaltet. Ob die Hersteller von Gasbrennwertgeräten für sehr gut gedämmte Häuser noch kleinere Geräte entwickeln werden, ist fraglich. Bei Hybrid-Betrieb werden im Winter eher "normale" Leistungen benötigt. Und für kleinere Wärmeleistungen in der Übergangszeit ist die Wärmepumpe gut geeignet.
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