Wenn die Anlage neu ist und der Fachpartner nicht ins Detail gegangen ist, musst du sicher noch einiges optimieren. Wie wurde der hydraulische Abgleich umgesetzt? Klassisch durch Voreinstellung an den Ventilen und dann bestenfalls ohne Thermostate oder hast du smarte Viessmann-Thermostate dran, die einen automatischen Abgleich bei gleichzeitiger ERR durchführen? Wenn die Pumpe zu laut ist und du Strömungsgeräusche hast, wäre interessant, wie hoch der Volumenstrom ist. Den siehst du in der App unter Gerätestatus. Ohne Puffer kannst du diesen separat für Heizbetrieb, WW-Bereitung und Abtauvorgang (hier sind >1000l/h gefordert) im Servicemenü einstellen. Du kannst also durchaus noch Einfluss nehmen. Hinsichtlich des Taktens musst du dich dann mit einer Optimierung der Heizkurve herantasten. Dafür brauchst du aber eine komplette Heizperiode mit dem kompletten Bereich der Außentemperatur. Die Übergangszeit ist ohne Puffer sensibel, aber beherrschbar, wenn keine gravierende Überdimensionierung vorliegt. Du musst sehen, dass im Jahresschnitt eine durchschnittliche Verdichterlaufzeit von 1h und mehr zustandekommt. Wichtig ist, dass möglichst alle Heizkörper auch Wärme abnehmen, wenn die WP läuft. Thermostate, die die Heizkörper einfach abriegeln, fördern das Taktverhalten enorm. Wenn die WP ihre Minimalleistung nicht mehr abgeben kann, muss sie takten. Arbeitest du mit einer Nachtabsenkung? Das führt schnell dazu, dass die Anlage in der Übergangszeit viele Takte in der Nacht vollführt. Ich lasse die WP bei niedrigen AT durchlaufen, gehe aber in der Übergangszeit auf eine tiefe Nachtabsenkung (3°), so dass die Anlage in diesem Zeitraum aus bleibt und nicht taktet. Solange die AT über 8°C ist, bleibt dann auch die Pumpe aus.
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