Die Gebäudeheizlast ist zunächst unabhängig von der Heizungsanlage. Diese gründet sich nur auf den Raumtemperaturen, den Gebäudeeigenschaften und den Klimaverhältnissen. Wenn du die Gebäudeheizlast vom bisherigen Verbrauch ausgehend bestimmen willst, muss allerdings der Nutzungsgrad der Altanlage berücksichtigt werden. Bei dir gibt es eine sehr große Diskrepanz zwischen Heizlastermittung durch den Energieberater und einer Überschlagsermittlung über den Ölverbrauch. Der letzte Winter war übrigens gar nicht so schlecht dafür, da er nicht ganz so mild ausgefallen ist. Gab es denn vom Energieberater eine Aussage zu dieser großen Abweichung oder hast du selbst Gründe, warum es nicht zusammenpasst? Die ganze Berechnung hat keinen Sinn, wenn wichtige Eingangsgrößen falsch sind. Für die Dimensionierung der WP ist die zu erwartende reale Heizlast aber fundamental. Für 21kW Heizlast wäre ja selbst die A19 deutlich zu klein mit 12,5kW @ A-7/W55 bzw. 10,63kW @ A-10/W55. (NAT -9) Wie willst du dich dabei zwischen A13, A16 oder A19 entscheiden? Und wie erklärt der HB seine Auswahl bei der Heizlastberechnung? Wenn sich am Gebäude und dem Heizverhalten nichts ändert, ist die Heizlast basierend auf alten Verbrauchswerten eine gute, weil gemessene Basis. Ausgehend von deinem Ölverbrauch von 3500l hast du eine Heizlast von vielleicht 14kW, mit 3150l vielleicht sogar nur 12kW. Du musst jetzt einmal in dich gehen, was an deinem Heizverhalten anders war ggü. den Annahmen in der Heizlastberechnung (z.B. niedrigere Solltemperaturen, unbeheizte Räume etc.) und ob das so beibehalten wird. Oder die angesetzten Gebäudeeigenschaften sind weit weg von der Realität. Eigentlich hat dann aber in beiden Fällen der Energieberater versagt und das Papier ist nichts wert. Du hast schon richtig erkannt, dass sich die A13 deutlich von der A16 und A19 unterscheidet. Bei tiefen Temperaturen haben die beiden großen Anlagen nur wenig mehr Reserve als die A13, die aber viel besser moduliert. Wenn du real nur 12kW Heizlast hast, würde die sicher gut passen. Aber genau das ist zu klären. Bei den Heizkörpern solltest du zumindest jene rausfischen und ersetzen, die deine Vorlauftemperatur nach oben treiben. 48°C VLT @ 0°C AT ist schon viel und drückt am Ende die JAZ. Auch ist die Spreizung relativ hoch. Wenn es geht (Fließgeräusche?), kannst du den Volumenstrom erhöhen. Dadurch sinkt auch die VLT.
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