Hallo Zusammen,
da meine 25 Jahre alte Gasheizung nicht mehr rund läuft muss sie gehen und durch eine Wärmepumpe ersetzt werden. Ich habe nun einige Angebote erhalten und versuche diese einzuordnen. Ich habe mein EFH erst letzten Herbst erworben, deswegen ist es schwer etwas über den Verbrauch zu sagen - Heizlastberechnung wird gerade vom Energieberater erstellt. Die angeboten WP größen sind von den Heizungsbauern geschätzt. Wärmepumpe soll auch Brauchwasser bereitstellen.
Daten Haus:
Baujahr 2000
150qm Wohnfläche
Heizkörper, bis auf Handtuchheizkörper, alle Typ 33
4 Personen
Keine PVL - sehr schattig
Die größten Gedanken mache ich mir wegen der Hydraulik. Den Systemfluss kann ich nicht bestimmen, da keine Einstellmöglichkeit - Ablesemöglichkeit an der Heizung gibt es eh nichts. Viel kann man da nicht ablesen. Da Sie nicht auf Volllast laufen kann, da sie sonst überhitzt, haben wir sie auf max 45 Grad Vorlauf eingestellt - gemessen und geloggt mit Sensor am Rohr die von der Heizung in den Boden gehen. Das Haus wurde schön warm. Wir heizen auch nicht alle Räume dauernd, zwei Hobbyräume im Keller werden aktuell auf 15Grad gehalten. Wenn die Kinder größer sind, sollen dies vielleicht mal Kinderzimmer werden. Die Rohre in den Boden haben einen 20mm Aussendurchmesser, zu den Heizkörpern haben sie 15mm (Vor - und Rücklauf)
Zum Vergleich stehen nun Zwei Angebote für eine Vitocal 250
Angebot A
Geplant ist der Einsatz einer Viessmann Vitocal 250-A in der Leistungsgröße A06 bis A08. Als hydraulische Einbindung ist ein externer Heizwasser-Pufferspeicher Vitocell 100-E SVWA mit 200 l Inhalt vorgesehen. Der Pufferspeicher wird als Trennspeicher eingesetzt, sodass die Wärmepumpe im Primärkreis auf den Speicher arbeitet und der Heizkörperkreis sekundär mit eigener Umwälzpumpe aus dem Speicher versorgt wird.
Angebot B
Ebenfalls vorgesehen ist eine Viessmann Vitocal 250-A in der Leistungsgröße A08. Hier wird ein externer Heizwasser-Pufferspeicher Vitocell 100-VE mit 75 l Inhalt eingesetzt. Auch dieser Speicher ist als Trennspeicher ausgeführt, mit hydraulischer Entkopplung zwischen Wärmepumpe und Heizkörperkreis und separater Heizkreispumpe.
Wenn ich richtig verstehe, wird der Pufferspeicher gerne als Absicherung eingebaut, damit der Volumenstrom bei Bestandsgebäuden gegeben ist. Hersteller unabhängig bekomm ich auch nur Lösungen mit Trennspeicher angeboten. Ein bisschen Gedanken habe ich hier natürlich ob das alles dann effizient läuft mit den zwei Pumpen und wie diese kommunizieren, wo der Temperaturfühler sitzt usw. - man liest ja viele gemischte Beiträge. Als fast Laie muss man sich da ja fast ein bisschen auf die Expertise der Heizungsbauer verlassen.
Bei den Zwei Angeboten verwundert mich der unterschiedlich große Pufferspeicher. Für die angebotene 8KW WP - unabhängig davon, dass sie wohl eh überdimensioniert ist - reicht dieser Speicher aus?
Zu erwähnen ist noch, dass ich eine robuste Lösung suche und nicht zwei mal am Tag Heizkurven testen und optimieren möchte. Und meiner Frau kann ich schlecht sagen, sie darf das Badezimmer bei bedarf nicht auf 24 Grad aufheizen - was das für die Effizienz bedeutet ist mit schon klar 🙂
Ich würde mich freuen wenn jemand auch vor diesen Fragen Stand und mir etwas weiterhelfen kann. Die Forensuche habe ich natürlich schon benutzt 🙂
Hallo Philipp
Dann beschäftige dich mit dem Thema Stichanbindung -siehe Anhang.
Kurzfassung:
Im Prinzip wird zunächst der Heizkreis bedient. Wenn der Heizkreis nicht mehr genug Abnahme/Durchfluss erlaubt wird der Überschuss über Überströmventil in den Speicher geleitet.
Man heizt also nicht zunächst den Speicher auf von dem der Heizkreis dann bedient wird sondern dreht das ganze um.
Gruß Karl
Wenn du mit deiner Frau nicht über 24°C diskutieren möchtest, würde ich über die A06 nicht nachdenken. Das ist eine eingebremste A08. Wie schon einige andere ärgerst du dich dann, wenn pausenlos der Zusatzheizer anspringt. Mit den 33er Heizkörpern bist du schon mal gut dabei und deine Anschlussverrohrungen sind auch keine Zwirnsfäden. Somit kämst du ziemlich sicher auch ohne Puffer aus. Der Puffer verzeiht halt viel und wenn du dich nicht zu intensiv mit der Anlage befassen willst, macht er durchaus Sinn. Dann sollte er aber auch nicht zu klein sein, damit er seinem Namen gerecht wird und wirklich auch mal Zeiten überbrücken kann. 75l sind nichts anderes als eine hydraulische Weiche, womit die Gefahr der Vermischung aufgrund der doch recht hohen möglichen Querströme besonders stark gegeben ist. Das führt dann zu unnötig hohen Vorlauftemperaturen. Ein nicht zu kleiner Speicher und die schon erwähnte Stichanbindung helfen dagegen.
@Philipp_M
Wir haben vor 2 Jahren unser 30 Jahre alte Gasheizung (16kW Gusskessel, im wesentlichen Heizkörper, Heizlast 8kW@-10°C) gegen eine 250-A13 getauscht. Heute weiss ich, dass eine A 10 es auch getan hätte. Die Anlagensoftware aus 2025 mit Umsetzung der Anforderungen aus §14 EnWG machen eine Komplettabschaltung durch den Energieversorger nicht mehr erforderlich.
Unsere Anlage ist auf 50°C begrenzt, mehr braucht es aufgrund Bausubstanz und Größe Heizkörper, Typ 22, nicht.
Unser Heizungsbauer hat einen 400l Puffer verbaut. Damals heftigst diskutiert, heute froh darüber, denn der große Speicher sorgt für sehr geringe Takte in der "Übergangszeit". Der Puffer ist wie in deinem Angebot A angeschlossen.
Ein 75 l Puffer ist quasi nix, da passt kaum Energie rein, würde ich nicht kaufen, auch wenn es die Anlage auf den ersten Blick günstiger macht.
Wesentlicher Aspekt für die Auswahl der Leistung der WP ist die Heizlast.
Man kann da knapp mit der Leistung der WP rangehen, wenn es wenige / sehr wenige Tage mit bzw. nahe dran an der der Berechnung zugrunde liegenden Aussentemperatur gibt. Kommt das öfter vor, dass die AT in diese Richtung geht, dann besser eine Nummer größer.
Auch wichtig: Die Wärmebedarfsberechnung wird auf 20°C Raumtemperatur gemacht. Wer mehr will oder aus welchen Gründen auch immer braucht, sollte lieber etwas großzügiger dimensionieren.
Ob man alle Räume heizt oder nicht sollte kein Auslegungsargument für die Heizung sein. Denn wenn dann doch mal geheizt werden soll, ist erhöhen der Leistung so gut wie nicht möglich. Ausser über die elektrische Zusatzheizung von 8kW mit entsprechenden Stromkosten. Die Zusatzheizung ist Standardmäßig bei den Anlagen dabei.
Sollte die Anlage knapp dimensioniert sein, ist die Verwendung der Zusatzheizung bei tiefen Temparaturen von sich aus gegeben und erfolgt automatisch. Dann besteht aber keine Reserve für zusätzliche Räume.
Heizkurven testen und optimieren, daran kommst du nicht vorbei, wenn es auch nur halbwegs effizient werden soll. Das ist aber nichts was man täglich macht, sondern über ein/zwei Winter sucessive nach unten tasten. Es lohnt sich dabe Notizen über Ausentemperatur, durchgeführte Änderungen und Anmerkungen der Bewohner zu führen. So ist der Schritt auf eine vorherige Einstellug einfach und man kommt schneller zum Ziel: Alle fühlen sich wohl und haben so warm wie sie es möchten.
gruss rudi
Das mit dem Puffer sind auch alles Mythen, wenn es vernünftig eingestellt ist, die ERR deaktiviert und groß genug ist hat er nur in der Anschaffung Geld gekostet und schadet der Performance nicht. Mein Puffer hat genau die VL die lt. Kurve benötigt wird und nicht mehr. In der Übergangszeit ist er recht hilfreich da er die Laufzeit verlängert.
Ich bin bei Angebot A . Trennspeicher, WP straight auf den Speicher, Heizkörper mit "normaler" Grundfos Pumpe versorgen. Läuft immer, Probleme mit Volumenstrom gibt es bei der Hydraulik nicht. So fahre ich auch, selbst ein Handtuchhalter im Sommer stellt die Hydraulik vor kein Problem.
300 Liter Puffer.
Beim Warmwasser wäre ich bei euch, zukunftssicher, (aus Kindern werden Teenager) auch bei 300 Liter Speicher. Bei 6 Personen und "Duschpartys" sind 200 Liter arg dünn gestrickt.
Bei der WP Größe bin min. bei einer 8er. Du schreibst, ihr bekommt mit 45 Grad VL alles warm, auch jetzt bei -5 bis - 10 Grad ?
Etwas Sicherheit kakulieren, ggf. eine 10er ? Die Kleinste als Doppeltower ?
Wie @Rudi_ schon schrieb, die Berechnungen legen 20 Grad zu Grunde, uns jedenfalls zu wenig.
Ist auch leiser als eine mit einem Lüfter, da die Lüfter im kleinsten Doppeltower mit weniger Drehzahl laufen als bei einer leistungsstarken kleinen Anlage.
So ählich habe ich das auch gemacht.
Die 8er hätte gereicht, da der Kessel zur Unterstützung da ist.
Aber für PV ist es günstig etwas Leistungsreserve zu haben, um das Haus warm zu bekomme, und etwas
zusätzliche Wärme ins Haus und Puffer zu bekommen.
So betreibe ich die WP jetzt dauerhaft im leicht geräuschreduziertem Betrieb.
Was auch im PV Betrieb Vorteile hat.
Sie kann länger laufen ohne gleich das Haus zu überheizen, und den Vorlauf stark anzuheben.
Die 1,7KW werden von der PV auch bei bewölkten Wetter eher erreicht.
Über die Mittagszeit läuft die BWWP.
Für 2 Personen reicht das immer 1 Tag
Gruß Frank
Hallo Zusammen,
vielen Dank für die nette und konstruktiven Antworten.
Zwischenzeitlich habe ich auch noch ein Angebot für eine Buderus Logaplus M WLW186i-7 AR TP70 WLW186I-12 TP70 mit dem 70l Speicher Inneneinheit. Mir schien diese Lösung sehr kompakt und "einfach" und auch der Heizungsbauer war sehr überzeugt von dem System, ohne dass ich das Gefühl hatte er will nur was verkaufen. Er baut aber auch nur Buderus und Bosch ein. Erklärte mir aber alles mit Hydraulik, Spreizung etc sehr genau und meinte bei nur einem Heizkreis sei der große Puffe nicht nötig. Nach euren Beiträgen scheinen dann aber auch, wenn ein Pufferspeicher, die 70l nicht viel zu bringen. Die JAZ scheint bei den Buderus WP ja auch nicht die höchste zu sein.
Ich werde mich nun wohl weiter mit den Puffer - Trennspeicher Lösung befassen. Der Hinweis mit dem evtl zu kleinen 200L Brauchwasserspeicher nehme ich dankend and lasse ihn ggf größer auslegen.
Dann habe ich jetzt 3 Angebote, wobei wohl nur Vaillant und Viesmann wirklich in Frage kommen:
1. Vitocal 250-A Modular A08 230V V101 + 250L Brauchwasser + 200L Pufferspeicher für 38T Euro
2. Vaillant VWL 75/8.1 A 230V + 200L Brauchwasser + 100L Pufferspeicher (zu klein?) für 35T Euro
3. Buderus Logaplus M WLW186i-7 AR TP70 WLW186I-12 + 290l Brauchwasser für 34T Euro
Alle Angebote sind inkl. Fundament, Elektrik, Hydraulischen abgleich etc
Die 45Grad im Vorlauf haben auch bei -5 Grad gereicht das Haus tagsüber auf 20Grad zu halten. Nachts setze ich die Räume mittels smarten Thermostaten auf 18Grad. Die Nachtabschaltung der Heizung geht eh nicht. Diese kennt nur aufheizen, abkühlen und dabei hoffentlich nicht in einen Fehler laufen 🙂 Ich habe sie jetzt mal noch etwas runtergedreht, der Vorlauf sollte nicht über 40Grad gehen. Diese Woche wird es in Hamburg nochmal kalt, mal sehen ob uns das reicht.
Wenn Viessmann, dann würde ich zur A10 tendieren, die hat einen höheren COP weil sie den Doppeltower hat. Bei der Minimum Leistung hat sie 2,6Kw ggü. 2,1Kw Wärmeleistung der A8. Der Unterschied von 500 Watt (Sommerbetrieb) ist unerheblich.
(Bei mir verhält sich genaus so, mein 9er Doppeltower hat den kleinsten Verdichter der Doppeltower Baureihe und dito einen besseren COP als die 8er mit dem kleinen Tower)
Schöne Übersicht - bei beiden Links die technischen Daten aufklappen, dann kannst du vergleichen-
Bei der Buderus ebenso die 10er, achte auch hier auf den COP !
(Offensichtlich auch hier ein größerer Verdampfer)
Die Buderus sieht optisch wie eine Bosch aus.... Innen wohl dito.
@Philipp_M
Ich habe den 400l Puffer und 300l WWW, bei einem 2-Personen-Haushalt.
Die Anlage hat der HB in den bestehenden Heizungkeller gepackt, Platzbedarf kaum 6qm.
Auch beim Warmwasser bin ich dem Vorschlag des HB gefolgt und bereue es bis heute nicht.
Der große Puffer hat den Vorteil, dass der bei uns auf jeden Fall einen Tag hält und wir so die Ladezeiten in die Sonnenstundenzeiten (11 - 15 h) begrenzen konnten. Dann ist die Wahrscheinlichkeit am Größten, dass die PV den Strom für die Warmwasserbereitung liefert. Denn dabei ist der Leistungsbedarf am höchsten.
Falls du über dynamische Stromtarife für die WP nachdenkst, ist der große Puffer ebenfalls von Vorteil, weil das Laden in Zeiten des "Billigstroms" verschoben werden kann.
Ob die Vorlauftemperatur reicht, solltest du schon lange wissen, ausser ihr habt vor Kurzem erst die Imobilie erworden, d.h. keine Wintererfahrung.
Bei -5°C ca. 45°C Vorlauf ist bei mir genauso, Haus Bj. 1992.
Und nicht bange machen lassen von dem Mythos, dass eine WP keine hohen Vorlauftemperaturen kann.
Bis 50°C ist absolut gar kein Thema, auch im Energieverbrauch erträglich.
Sicherlich, wenn die Vorlauftemperatur weiter runter kann, spart man zusätzlich.
Nachabsenkung ist bei einer WP nicht unbedingt angeraten. Wenn dann nur moderat, denn die soll möglichst gleichmäßig laufen und nicht morgends mit aller Macht versuchen müssen die abgekühlten Räume hochzuheizen. Was bei der Gasheizung schon galt (nicht zu stark nachts absenken, denn morgens hochheizen kostet mehr Energie), gilt für die WP schon gleich doppelt.
gruss rudi
Ich schließe mich an bei 400/300 Liter. Die Kinder von @Philipp_M werden größer und werden mehr "Duschlast" erzeugen.
Bzgl. dynamischen Stromtarif, Finger von. Wenn man für 26-28 cent Fixstrom abschließen kann, dann besser so. Die guten Preise beim dynamischen Tarif gibt es eh nur von 00:00 Uhr bis 06:00 Uhr.
Zu den Zeiten ist es immer am kältesten. Eingesparte Peanuts am Strom gehen dann aufgrund COP wieder flöten. Des weiteren kommt der Preishammen bei dem Tarif um 17:00 Uhr wenn man den Herd anwirft.
Hallo Rudi,
tatsächlich habe ich das Haus erst im Herbst 2025 erworben und erst im Januar 2026 richtig bezogen. Dezember 2026 waren wir nicht vor Ort und hatten das Haus nur auf 16Grad gestellt. Deswegen kann ich alle Aussagen nur auf Grund der Januar 2026 Erfahrung machen. Hier war es für Hamburg aber ungewöhnlich kalt, wir haben seit Wochen nur negative Temperaturen und viel Schnee. Bis jetzt haben die 45Grad Vorlauf gereicht, deswegen bin ich zuversichtlich, dass wir sogar noch reduzieren können. Noch eine Heizperiode zum besser abschätzen will ich aber mit dem Tausch nicht warten. Mehrfach am Tag die Heizung neustarten ist keine Option und Geld in die Reparatur zu stecken auch nicht - und wer weiß wie lange die Förderung noch greift.
Was ich aber aus euren Antworten mitnehme ist, dass die Speicher kein Problem sind und ggf größer ausgelegt werden sollten. Nur bei den Modellen ratet ihr alle zu lieber eine Nummer größer, obwohl ich dachte lieber eine Nummer kleiner weil ineffizient. Oder galt das nur für ältere Modelle die nicht gut modulieren konnten? Die sehr kalten Tage sind ja doch die Ausnahme - auch wenn Sie mehr werden.
Die Heizlastberechnung sollte diese Woche eintrudeln, diese sollte nochmals etwas Entscheidungshilfe schaffen.
Den Link zu den unterschiedlichen Modellen hab ich dankend gesehen - Wie günstig die Hardware doch eigentlich ist 🙂
Hallo Philipp,
bei den Viessmann Anlagen geht so einiges in Sachen Modulation.
Meine 250-A13, welche reichlich überdimensioniert ist, kann am Verdicher bis auf 500W runterregeln.
Das sind grob überschlagen rund 2kW thermische Leistung. Für den Ausgleich des Wärmeverlust des Hauses bei Aussentemperaturen über 0°C wirklich brauchbar.
In Sachen Auslegung schau mal in diesen Thread, dort ist am Beispiel einer 250A-08 beschrieben wie Heizlast und Leistung einer WP zueinander stehen.
Noch erwähnt sei, dass wir auf einen zweiten Stromzähler für die WP verzichtet haben; verzichten durften, war vom Versorger nicht gefordert. Alles über den normalen Stromtarif. Dank 8kWP PV auf dem Dach sind wir im Jahrestrombezug unter 3300kWh.
gruss rudi
Bei mir werkelt auf 160qm aus dem BJ 1999 ebenfalls eine 10kW 250A Anlage in einer Heizkörper-only Konfiguration mit 400L Pufferspeicher.
Seit dem 20.11 läuft die Anlage nahezu ohne Unterbrechungen, von 1-2 Takten am Tag abgesehen. Bei mir liegt die VL bei 44°C bei NAT (=-10°C).
Da Dein Haus ähnlich zu sein scheint, dürftest Du mit der 10kW Variante ebenfalls gut fahren.
Die etwas kalten Temperaturen im diesem Januar habe auch ihr gutes.
Ich habe das genutzt um nach Wärme Lecks im Haus zu suchen.
Die 200er Lüftungsrohre im Keller sind nicht nötig, da noch 2 große Räume mit Lüftungsöffnungen und Fenstern angebunden sind.
Die Temperatur im Heizungskeller ist 2..3 Grad gestiegen.
Im Treppenhaus ist die Luke zum Dachboden ein Schwachpunkt, jetzt bei Schnee deutlich zu sehen.
Nur hier ist der Schnee auf dem Dach abgetaut.
Werde ich mal mit einer 10cm dicken Schaumstoff Platte versuchen.
Im Frühjahr ist die Terassen Tür dran, hier ziehts etwas durch, da die Verriegelung defekt ist.
Gruß Frank
@Rudi_ schrieb:Hallo Philipp,
bei den Viessmann Anlagen geht so einiges in Sachen Modulation.
Meine 250-A13, welche reichlich überdimensioniert ist, kann am Verdicher bis auf 500W runterregeln.
Das sind grob überschlagen rund 2kW thermische Leistung. Für den Ausgleich des Wärmeverlust des Hauses bei Aussentemperaturen über 0°C wirklich brauchbar.
Hallo @Rudi_ ,
das würde hier bestimmt einige interessieren, wie du die A13 soweit runterbekommst.
Viessmann Climate Solutions Community - Viessmann Climate Solutions Community
Viele beklagen, dass die Kennlinienwerte nicht erreicht werden. Bei der A10 ist es sogar noch schlimmer, da sie als gebremste A13 nicht wirklich tiefer kommt und die noch niedrigeren Kennlinienwerte erst recht nicht erreicht.
Was man dafür tun muss kann ich leider nicht sagen.
Ich sehe in der Leistungskurve aus den API-Daten des öfteren den Wert bei ca. 520W.
Dabei ist die 250A13 im Bereich der Taktung. Nach der Vorlaufphase geht es relativ schnell auf 900 - 700 W runter, dann auf für einige Zeit auf 500W, wieder rauf auf 700 und aus. Dauer eines Taktes 1...2h. Pause ähnlich.
Das Wunschverhalten wäre das die mit 500...700W durchläuft, das passiert nicht.
Der Wechselrichter scheint im Bereich unter 1000W nicht sehr effizient, die mit einem Shelly 3EM gemessene Leistungsaufnahme sinkt deutlich unproportional.
Bei 500W Verdichter werden ca. 700W gemessen. Wieviel Fehler der Shelly dabei macht weiss ich nicht. Müsste das mal mit dem Stromzähler des EVU vergleichen.
gruss rudi
Beim Puffer wird oft an der falschen Stelle gespart.
Dann ist auch die Modulation eher unwichtig.
In der Polysun Simulation kam ich mit 750..900L Puffer auf beste Werte, bei der A10.
Ob wenig oder viel Wärmebedarf, das hat immer sauber funktioniert.
In der Praxis stimmt das, wie im Oktober, 3h Sonne und das Haus ist warm.
Gruß Frank
@Rudi_
Interessant. Ich habe gerade einmal meine A10 in die Taktung gezwungen.
Die minimale Inverterleistung war dabei 917W. Allerdings ist der Kompressor dabei gar nicht auf seine minimale Drehzahl von 20 Hz gekommen. Sonst sehe ich auch schon mal 700W. Wie groß ist denn bei dir die Kompressor-Drehzahl bei den geringen Leistungen? Kommst du dabei unter 20Hz? Hast du irgendeine Geräuschreduzierung aktiv?
Allein das zwingen in die Taktung bringt es nicht. AT und VT müssen in einem Bereich sein, dass der Verdichter überhaupt über 500W nachdenkt. So macht es meine A13.
Die 807W sind incl. IDU und Heizkreispumpe; da können ca. 50W abgezogen werden um auf die Leistung der ODU zu kommen.
Deine 900W Inverter sind ca. 800W am Verdichter.
Um an die Verdichterwerte zu kommen geht der Weg nur über die Viessmann API, z.b. Vievenlog
gruss rudi
Meine 900W kommen von der API und sind lt. Dokumentation die Inverterleistung. Da ist die IDU nicht drin, wahrscheinlich nicht mal die Lüfter der ODU.
Der Shelly liefert als Gesamtleistung ca. 1060W, wenn der Inverter 920W gemeldet hat.
Ich hatte es so verstanden, dass deine WP_Pwr ebenfalls von der API kommt, aber bis auf 500W runtergehen kann. Deshalb wäre es so interessant, wie dabei die Kompressordrehzahl aussieht, da bisher alle über eine Minimaldrehzahl von 20Hz berichten, außer 2 Nutzer, die mit Hilfe des TD von VM die Grenze nach unten schieben konnten. Bei 20 Hz habe ich eine Inverterleistung von ca. 700W (oben im Diagramm leider nicht erreicht). 500W habe ich noch nicht gesehen.
Sobald die VLT dauerhaft die Soll-VLT überschritten hat, bringt die Regelung den Verdichter eigentlich zeitnah auf Minimalleistung. Sonst würde die Modulation nicht funktionieren und permanent eine Überschreitung des Temperaturintegrals zur Abschaltung führen. Die AT dürfte hierbei nur für die Soll-VLT nach Heizkurve relevant sein. Möglich wäre höchstens zusätzlich eine Anhebung der Minimaldrehzahl bei tiefen Temperaturen. Insofern wäre auch interessant, bei welcher AT du die 500W beobachtest.
@ABR:
Die 900W kommen aus API "heating.inverters.0.sensors.power.output".
Was der Wechselrichter rausgibt, ist die (elektr.) Compressor Leistung.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Lüfter da mit drin sind, denn dann würden aus den 500W noch weniger für den Compressor übrig blieben. Zudem ist jeder Lüfter für sich separat geregelt.
Genau dieser Wert wird bei meiner Anlage bis runter auf ca. 520W angegeben. Dabei ist "heating.compressors.0.speed.current" im Bereich 19 ... 20 "revolutionsPerSecond"
Das kann aber nicht die Compressordrehzahl sein, denn die ist mit 900 ~ 6600 1/min spezifiziert.
Die Wechselrichterfrequenz kann es auch nicht sein, denn nach Datenblatt ist 30 - 220Hz erlaubt.
Niedrige Drehzahl könnte auch Einfluss auf die Ölverteilung haben, bedingt auf jedenfall besondere Maßnahmen beim "Hochfahren" auf andere Leistung. Dann lieber ein paar Takte mehr.
Wie die Regelung wirklich funktioniert, wage ich mich nicht zu beurteilen. Das muss nicht unbedingt über den gesamten Aussentemperaturbereich gleich sein. Das ist spezialisierte Software, weit weg von dem was ich über die letzten 40 Jahre an (elektronischer) Steuerung im Heizungsbau gesehen habe.
Auf Erfahrungswerte, weil das geht so oder so, vertraue ich da nicht.
Ich sehe nur, dass es eine Abhängigkeit zur Aussentemperatur gibt. Möglich wäre auch, dass die Heizkennlinie da mit reinspielt. Bei Werten unter ca. +5°C tritt diese niedrige Leistung hier nicht auf.
gruss rudi
"heating.compressors.0.speed.current" im Bereich 19 ... 20 "revolutionsPerSecond" ist schon die Kompressordrehzahl. Multipliziert mit 60s/min sind das 1200 rpm.
Meine gedrosselte A10 geht nach oben bis 85 rps = 5100 rpm, deine A13 sollte es bis auf 110 rps = 6600 rpm schaffen.
Das Problem sind aber genau die unteren 1200 rpm. Die 900 rpm lt. Verdichter-DB werden gar nicht angefahren. Das Warum und Wieso wurde ausgiebig im oben verlinkten Thread diskutiert. Mich hat jetzt nur gewundert, dass deine Anlage 500W Inverterleistung erreicht. Offenbar dreht sie dabei aber auch mit 20 rps/1200rpm und geht nicht weiter runter. Dann ist erst einmal grundsätzlich nichts anders bei dir. Möglicherweise ist der Leistungswert auch mehr geschätzt als gemessen.
Belassen wir es an dieser Stelle (OT) dabei, aber danke für die Diskussion.
@ABR
oops, die Umrechnung Sekunden/ Minuten übersehen.
Kurz nach dem Update in 10/2025 habe ich die moderate Geräuschreduzierung 24/7 aktiv geschaltet, die begrenzt auf 50%.
Diese Firmware hat den Compressor sehr oft in den Vollastbereich getrieben, ohne wirklichen Grund.
Phasen mit niedrigster Leistung gab es auch vor der Aktivierung der Geräuschreduzierung.
Bezogen auf die Heizlast hat die 250A-13 soviel Reserve, selbst bei -6°C AT wurde die Geräuschreduzierung nicht aktiv.
Dazu muss man wissen, dass die Geräuschreduzierung in der Konfig freigeschaltet wird, aber nur dann aktiv ist, wenn die Anlage gewisse Leistungs-Grenzen überschreitet. Entsprechende Info über Geräuschreduzierung aktiv/inaktiv finden sich auch in den Statusmeldungen.
Es ist also nicht so dass eine Geräuschreduzierung die Anlageleistung für alle Regelbereiche jederzeit und durchgängig reduziert, sondern nur nach oben begrenzt. Beim Warmwasserladen geht die durchaus noch bis 3000W elektrisch. Auch sonst kurzzeitige Spitzen bis ca. 2300W möglich.
gruss rudi
Danke Rudi bzgl. Ausführungen zur Aktivität Geräuschreduzierung.
War mir jetzt so auch nicht bekannt.
Gruß Karl
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