Hallo zusammen,
ich habe aktuell mehrere Angebote für Luft/Wasser-Wärmepumpen und bin unsicher bei der Interpretation der Aussagen und deren daraus resultierende Auslegung:
Variante 1
Viessmann Vitocal 250-A A10 (Modular)
Kombispeicher mit nur ca. 50 L Heizwasser-Pufferanteil
kein zusätzlicher Pufferspeicher vorgesehen (angeblich vom Hersteller nicht vorgesehen/empfohlen)
Variante 2
Viessmann Vitocal 250-A A08 (Compact)
separater Heizwasser-Pufferspeicher ~200 L
Rahmenbedingungen:
Heizkörper (15 Stück, ca. 150qm Wohnfläche), BJ. ca. 1980, teilisoliert
meist nur wenige Räume beheizt, Masse der HK läuft auch absehbar nur auf Frostschutz
Unterstützung durch Holzofen im Winter (soll zumindest für Spitzenzeiten auch bleiben)
Nun meine Fragen:
Wie stark hilft ein ~200 L Pufferspeicher in der Praxis bei solchen Lastsituationen? Ist so ein Pufferspeicher bei einer "Compact" Variante überhaupt probemlos integrierbar?
Was wäre insgesamt die robustere und effizientere Lösung im Alltag? Gerade auch was Effizienzverluste durch den Pufferspeicher vs. die vermutlich dauerhaft zu öffnenden HKs der Variante ohne Pufferspeicher angeht.
Bitte entschuldigt meine laienhaften Angaben. Ich versuche seit geraumer Zeit mich bei den teils sehr unterschiedlichen Angaben und Werten der anbietenden Betriebe zurecht zu finden.
Danke für eure Einschätzung!
Guten Morgen
Ich würde mich bei der Entscheidung bzgl. Leistung als allererstes mal daran orientieren welche Heizlast für das Gebäude unter regulärer Nutzung berechnet wurde.
Die Heizung sollte doch so ausgelegt werden daß sie auch in Zukunft, wenn also ggfs alle Räume regulär genutzt/beheizt werden sollen und aus welchen Gründen (gesetzl. Änderungen? etc) auch immer kein Holzofen zur Verfügung steht ein normaler Betrieb möglich ist.
Die PV ändert grundsätzlich erstmal nicht's am Heizbedarf sondern hilft Stromkosten durch geringeren Netzbezug zu sparen.
Bei 50 l wird hier in Forum wohl niemand ernsthaft von Pufferspeicher sprechen.
Wenn externer Speicher vorgesehen bzw notwendig und du nur Heizkörper im Einsatz hast beschäftige dich damit wie dieser im System eingebunden werden soll.
Parallel oder Stichanbindung.
Grobunterscheidung.
Parallel - Speicher wird aufgeheizt - Heizkreis bedient sich aus Speicher.
Stichanbindung - Heizkreis wird vorrangig bedient - wenn dieser nicht genügend abnimmt geht Überschuss in Speicher zur späteren Verwendung.
Gruß Karl
Die Angebote sind so nicht vergleichbar.
Die Anlagengröße muss nach der Heizlast ausgelegt werden. Natürlich kann es sein, dass grundsätzlich beide in Betracht kommen, aber das muss man dann konkret abwägen. Zwischen A08 und A10 (die eine limitierte A13 ist) liegen leistungsmäßig mehr Unterschiede, als es die Bezeichnung erahnen lässt. Man sieht es eher an der Größe und dem Preis.
Außerdem gibt es noch die A10(Compact) und die A08(Modular) bzw. beide wandhängend mit integriertem Abtaupuffer, die man entsprechend kombinieren kann.
Bei dem Kombispeicher in Variante 1 ist sicher ein spezieller Modularspeicher gemeint, wo sich unten das Brauchwasservolumen und oben völlig getrennt der Minipuffer für das Heizwasser befinden. Der soll wahrscheinlich den integrierten Abtaupuffer ablösen können. Im Schema ist dieser allerdings auch noch dargestellt.
Wie effizient das Heizen mit dem Puffer und der zu erwartenden Vermischung ist, müssten einmal Betroffene berichten.
Variante 2 ist dann schon mehr der Klassiker mit integriertem Abtaupuffer sowie jeweils eigenem Volumen für Brauchwasser und Heizwasser. Ob du das mit der Compact-Variante oder wandhängend mit separatem WW-Speicher umsetzt, hängt von den Platzverhältnissen und dem Bedarf ab.
Vermeiden solltest du geschichtete Kombipuffer mit verbundenen Zonen für Heizwasser und FriWa. Das führt häufig zu ungewolltem Abkühlen des WW während des Heizens.
Vielen Dank für eure Antworten und Erklärungen. Ich tendiere auch zur Variante 2. Mir kam nur seltsam vor, dass Monteur A die in Variante 2 verwendete Kombination von Compact + seperatem 200L Pufferspeicher als nicht möglich/gewollt/sinnvoll ausschließt während mir Monteur B genau das als best-practise für meine Konstellation anbietet.
Mir ist es am Ende egal ob das eine A08 oder A10 und Modular oder Compact ist, ich möchte einfach eine lange, stabile und kosteneffiziente Nutzung des Systems sowohl jetzt mit Ofennutzung und sehr niedriger Wärmeabnahme als auch bei einer evtl. zukünftigen größeren Auslastung der WP. Mir ist bewusst dass das nicht gut absehbar ist, aber ich hoffe irgendwie auf ein möglichst sinniges Konzept zu kommen. Evtl. sollte ich hier mal einen "neutralen" Dritten befragen. Aber gefühlt scheint es hier verschieden Ansätze zu geben und ich stehe ohne Fachwissen in der Mitte
Bei deinem geplanten Heizverhalten ("meist nur wenige Räume beheizt, Masse der HK läuft auch absehbar nur auf Frostschutz") ist die Auswahl der WP natürlich fast unmöglich. Normalerweise muss die Heizung auf die Gebäudeheizlast für normale Nutzung ausgelegt sein. Wenn du aber perspektivisch nur weniger als die Hälfte beheizen willst, kann eine A10 dafür deutlich überdimensioniert sein.
Hast du denn die Heizlast für eine Komplettnutzung und die eingeschränkte Nutzung bestimmt? Die unbeheizten Räume bleiben ja nicht komplett kalt, schon wegen der Schimmelgefahr, aber auch physikalisch nicht.
Nimm die A10, wenn zusätlich 16KWp PV dazukommen, einen größeren Pufferspeicher.
Im Bereich 600-900L.
Dann hat die A10 nur Vorteile.
im März, April läuft die hier fast ausschliesslich auf PV Strom, der Puffer versorgt über Nacht.
Und anstatt Kombi Puffer eine BWWP, die Kombi Teile sind unnötig teuer und machen mit WP oft Probleme
mit der Durchmischung von Heizwasser und Brauchwasser.
Gruß Frank
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