Hallo @Michael321 , ich habe genau so eine Anlage. Eine A10 ohne Puffer ausschließlich mit Heizkörpern 1. Wie verändert sich der Wirkungsgrad der WP wenn sie nicht in ihrem Leistungspunkt betrieben wird? Was meinst du damit? Es gibt keinen singulären "Leistungspunkt". Die Regelung der Anlage sorgt grundsätzlich dafür, dass die Vorlauftemperatur entsprechend der Heizkurve eingestellt wird. Wird diese erreicht, moduliert die Anlage im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Leistung herunter, um die VLT zu halten. Bestenfalls ist die abgegebene Leistung der WP dann gleich der vom Heizkreis abgenommenen Leistung, so dass die Anlage durchläuft. Wird allerdings die Minimalleistung der WP erreicht, dann kann die Balance nicht mehr aufrechterhalten werden und die VLT steigt irgendwann über die Abschalthysterese und es kommt zum Taktbetrieb. Das ist grundsätzlich völlig normal, um die Leistungsbilanz wieder auszugleichen. Ohne Puffer sind die Takte bei Heizkörperkreisen aufgrund der geringen Speicherkapazität kürzer und häufiger als mit Puffer oder FBH im Estrich. Ein Puffer verlängert durch die größere Wassermenge die Aufheizzeiten und -pausen. 2. Ist ein erhöhter Verschleiß durch längere Laufzeitung bei geringerer Leistung bzw. höhere Taktung bei modernen WP wirklich vernachlässigbar? Grundsätzlich ist der Startvorgang für den Verdichter mit erhöhtem Verschleiß verbunden, da hier zunächst der Ölfilm hergestellt werden muss. Aber auch ein Dauerlauf führt natürlich zum Verschleiß. Genaue Daten darüber, welche Laufzeit pro Takt und Tag optimal für die Lebensdauer ist, liegen m.W. nicht vor. Für die Verdichter werden vom Hersteller 6 Takte pro Stunde als zulässig genannt, was aber sicher schon lebensverkürzend ist. Eine Lebensdauer in Gesamtstunden wird nicht angegeben, man kann aber konservativ von wenigstens 50.000h ausgehen. Um hiermit auf mehr als 15 Jahre zu kommen, dürfte die Anlage 3333h im Jahr laufen, verteilt auf die Heizsaison und die tägliche WW-Bereitung. Wenn du das ohne Puffer mit durchschnittlich mehr als 1,5h Laufzeit pro Takt hinbekommst, ist das völlig ok. In der Übergangszeit mit höherer Außentemperatur werden die Takte wahrscheinlich auch mal kürzer sein, dafür läuft die Anlage bei Kälte auch mal viele Stunden durch. Nicht verrückt machen dabei. Wichtig ohne Puffer ist eine nicht zu groß ausgelegte Anlage und ein guter hydraulischer Abgleich, der dann weitestgehend ohne Thermostate auskommt. Thermostate, die Heizkörper aus dem Heizkreis nehmen, führen ganz schnell zur Leistungsimbalance und nachfolgendem Kurztakten.
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