Hallo, das sind die Datenpunkte über die ich mit der WP Kommuniziere. Regelungstechnisch funktioniert das bei mir folgendermaßen: Als Hardware habe ich einen Raspberry Pi mit einem KNX-Shield ausgestattet, der über das KNX Gateway an die WP angebunden ist. Zusätzlich hängt der Raspberry Pi - wie alle anderen "betroffenen" Gerätschaften, im LAN-Hausnetzwerk, und kommuniziert darüber mit den PV Wechselrichtern, dem Batteriewechselrichter, sowie dem Smartmeter am Hauseingang über das ModbusTCP Protokoll. Das komplette Energiemanagement, inkl. Datenaufzeichnung und grafische Auswertung, ist eine Eigenentwicklung - Gerschieben in Python. Der Raspberry ist hier der "Master, der alles Überwacht, und entsprechend Korrigierend eingreift" und alle angeschlossenen Teilnehmer agieren nurmehr als "Slaves". Zur Software: Die Durchführung WW-Beladung ( wann, und wie hoch ) "entscheidet" nicht die WP-Regelung, sondern der Raspberry, auf Grund anderer Informationen, die er von den Slaves bekommt. Die WP Liefert dem "Master" über den entsprechenden Datenpunkt ständig die aktuelle WW-Temperatur im Speicher. Am Morgen - bei Sonnenaufgang wird als erstes das Haus mit dem notwendigen Strom versorgt, bis das der Stromimport aus dem Netz auf 0 ist. Ab diesem Zeitpunkt wird jedes "überschüssige Watt" in den Batteriespeicher geladen......Erst wenn der Batteriespeicher auf mindestens 30% geladen ist, und zusätzlich genügend PV Energie an den Wechselrichtern ansteht, und der WW-Speicher unter 42 Grad ist, dann bekommt die WP die "Freigabe" zum Laden des WW-Speichers auf 55°C. Das erreiche ich, in dem ich bei WW-Istwert unter 42°C den WW-Sollwert über KNX auf 60°C hochstelle. Somit beginnt die WP zwangsläufig den WW-Speicher aufzuladen. Sobald der WW-Speicher 54°C überschreitet, reduziere ich den WW-Sollwert auf 55°C, und sobald der Speicher 55°C überschreitet, wird der Sollwert auf 45°C runtergestellt. Damit wird ein Überschwingen beim WW-Beladungsende verhindert. Auf den 45°C Sollwert bleibt das Ganze dann so lange eingestellt, bis die nächste Beladung notwendig wird (alle 2 Tage). Auf 45 Grad deswegen, da es ja vorkommen kann (länger Nebel Schlechtwetter etc.) das - obwohl das WW eigentlich beladen werden sollte, nicht genügend PV Energie vorhanden ist. Dann "wartet" die Regelung noch so lange ab, bis der WW-Speicher unter 35°C fällt ( erledigt die Hysterese in der WP) , dann erfolgt sozusagen eine Not-Beladung auf 45°C. (Die 35°C habe ich empirisch durch Testen ermittelt, wo die Untergrenze im Speicher liegt, ab wann ein Duschen nicht mehr "angenehm" ist). Grafisch sieht das Ganze so aus: Als Datenpunkt für die Verdichterleistung verwende ich 0xB423: Die Estrichbeladung läuft folgendermaßen ab: Es ist eine 100L hydraulische Weiche im Heizkreis verbaut (von dem 46 L Ding mit Überstromventil halte ich persönlich nicht viel, da dies nur die Volumenvergrößerung für die Abtaureserve ist, und ansonnsten nichts "kann"). Da ich im UG zusätzliche Radiatoren habe, ist das Ganze System ein Zweikreis System mit jeweils einer Mischer-Pumpengruppe aufgebaut. 1) Verdichter läuft --> Mischer sind auf einer VL-Abhängigen Stellung --> FBH und Radiatoren werden beheizt. 2) Geht der Estrich in "Sättigung" steigt die Temperatur im FBH RL an --> Der FBH VL wird zu warm --> der HK Mischer schließt etwas weiter. 3) Durch die dadurch leichte Reduktion des Volumenstrom, wird ein Teil des Heizwassers in die hydraulische Weiche umgeleitet --> diese erwärmt sich. Wird im FBH wieder etwas mehr wärme benötigt, öffnet der Mischer wieder etwas weiter, die hydr. Weiche wird wieder kühler...... 4) Ist jedoch (zb. wegen Sonneneinstrahlung der Estrich so weit erwärmt, das der Mischer weiter schließt, wird die hydr. Weiche so weit erwärmt, bis die Weiche den Abschaltpunkt der WP erreicht. Ab ca. 3 Grad AT ist dies jedoch nicht mehr der Fall - die WP ist im 24/7 Dauerbetrieb. 5) Wurde dieser Abschalttemperatur in der Weiche (KNX Datenpunkt) erreicht, und hat die WP deswegen ab geschalten (ebenfalls ein KNX Datenpunkt). Stelle ich die Niveaus der HK Sollwerte (über KNX) auf sehr geringe Werte. Damit schließen die Mischer vollständig, und über die HK Pumpe läuft somit das Heizwasser nurmehr in der FBH im Kreis, die VL Temperatur des Heizkreises misst nun sozusagen die RL Temperatur, und spiegelt somit die aktuelle ist-Temperatur im Estrich wieder. Zusätzlich habe ich über eine Vitotrol 200 in jedem Stockwerk die Raumtemperatur als eigenen KNX Datenpunkt verfügbar. Mit diesen ganzen Messwerten habe ich nun die Möglichkeit so lange zu warten, bis erstens der Estrich eine bestimmte Temperatur unterschritten hat, und die Raumtemperatur beginnt sich langsam zu senken. Wenn die Raumtemperatur um 0,2°C tiefer als bei Beladungsende ist, und der Estrich ebenfalls kühl ist, stelle ich die Niveaus der Heizkurven wieder auf die richtigen Werte hoch. Da die VL Temperatur nun viel zu niedrig ist, öffnen die Mischer vollständig, und der (durch die Abriegelung der Heizkreise) noch immer vorhanden Energieüberschuss in der Weiche in die Heizkreise entladen. Die Temperatur in der Weiche sinkt entsprechend schnell ab, die Temperatur unterschreitet die Einschalttemperatur des Verdichters, der Verdichter startet die Beladung der FBH und der Radiatoren. Da der Estrich und die RL Temperatur in den Heizkreisen nun sehr kalt ist, dauert es entsprechend lange bis die Mischer beginnen wieder etwas weiter schließen....und das Ganze beginnt von vorne..... lg Guennie
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