Hallo, Die optimale WP-Leistung wird folgendermaßen berechnet: Über eine entsprechende Berechnung nach DIN (Wohnfläche, Dämmungszustand, Fensterfläche u.s.w. Oder über durchschnittlichen Ölverbrauch oder Gasverbrauch im Jahr. Das währe das genaueste. Da hier alle Einflüsse des täglichen Lebens mit drinnen sind..... Eine WP muss, damit sie ihre Arbeit optimal verrichtet in etwa 80-85% der Heizlast ausgelegt werden. Bei 12,1kW Heizlast sind das 9,7 kW. Somit währe die Vitocal 200-S Typ AWB-M-E-AC-AF 201.E10 für diese Heizlast in der Tat perfekt ausgewählt. In Deinem Fall hast aber, egal mit welcher Art die Heizlast berechnet wird, ein viel größeres Problem: Ist die Heizlast von 12,1kW vor oder nach der Sanierung vorhanden ? Sind die 12,1 kW zb. vor der Sanierung vorhanden, passt die E10 optimal. Nach der Sanierung hast dann aber logischer Weise eine wesentlich geringere Heizlast ( als Beispiel 5kW ) und dann ist aber die E10 viel zu stark, und wird sich später - im wörtlichen Sinn "kaputt Takten". Der Verdichter wird auf Grund zu hoher Taktung dann um einiges früher als normal "das Zeitliche Segnen". Hier gibt es WP die normalerweise locker 20 Jahre halten sollten, wo der Verdichter nach 3-4 Jahren wegen der zu hohen Taktung "durchgearbeitet" ist. Es gibt aber auch "andersrum" ein Problem: (war vor kurzem ein Thema bei einem HB). Der Bauherr hatte dort ebenfalls vor, nach dem Einbau der WP eine energetische Sanierung vorzunehmen. Die WP wurde daher - wegen der vorhin beschriebenen Probleme bei einer Überdimensionierung - gleich auf die Heizlast "nach der Sanierung" ausgelegt, und war nun logischer Weise für den aktuellen Bauzustand zwischenzeitlich zu klein ausgelegt, und eingebaut. Auf Grund von Kostenentwicklung und andere Themen hat dann der Bauherr später beschlossen, die energetische Sanierung nun doch nicht durchzuführen.......Die WP war somit um einiges zu klein, und musste, um die Bude warm zu bekommen ordentlich mit den Heizregistern "zu bessern". Die Stromkosten sind dadurch nun bei diesem Bauherrn regelrecht "explodiert"..........und dann ging der Ärger richtig los...... Somit bitte echt aufpassen, wie diese Heizlast zustande kommt, und wie sich das in Zukunft entwickelt, wenn hier ein Fehler gemacht wird kannst hier in etwas reingeraten, das sich später nur mit hohen Kosten korrigieren lässt. Wie "klein" dieses Leistungsfenster bei einer WP ist am Beispiel meiner Anlage - einer 200-A: Bei mir ist das Haus annähernd fertig gedämmt, was noch fehlt ist nur noch die notwendige Verbesserung der Dämmung an den Außenwänden. Da ich das weis, das die Fassade die nächsten 2-3 Jahre renoviert wird, habe ich die WP Leistung ganz bewusst um eine Leistungsstufe kleiner ausgewählt, als es die aktuell ermittelte Heizlast eigentlich benötigen würde. Die Messungen, die ich seither das ganze Jahr 24/7 aus der WP aufzeichne zeigen das eindeutig: die WP sollte normalerweise bei richtiger Auslegung ab +3°C aus dem Taktbetrieb in den 24/7 Dauerbetrieb übergehen, bei mir geschieht das bereits aber bei einer Außentemperatur von ca. 4-5°C. Ein eindeutiges Zeichen dafür, das die WP eine Spur zu klein für die notwendige aktuelle Heizlast des Hauses ist. Ist aber in diesem Fall kein Problem, da nach der Fertigstellung der Sanierung, die eingebaute WP Leistung dafür dann perfekt zur Heizlast passen wird. lg Guennie
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