jetzt hab mir die Aufnahme (hoffentlich bekommst dafür keine Probleme) angehört, und schön langsam wird mir klar, in welchem "Dilemma" auch irgendwo die HB und VM hier stecken. 1) Auf der einen Seite gibt es eben die Normen, die einen gewissen Durchschnitt abbilden müssen, und auf der anderen Seite gibt es die individuelle Umgebung / Nutzerverhalten "in Natur", die ganz schön von dieser "Norm" abweichen kann.... 2) der HB bekommt nur ein Problem wenn die Heizung lt Norm zu klein ausgelegt sein würde. Er bekommt aber nie ein Problem, wenn diese zu groß ausgelegt ist, und den "Schaden" hat dann ohnehin der Endkunde. Somit ist durchaus verständlich, das sich die HB(VM) der Einfachheit, und zur persönlichen Absicherung sich lieber in der Norm "bewegen", als das Ganze für die individuelle "technisch Sinnvolle Umgebung" auszulegen.... Ob diese Normen jedoch noch zum heutigen "Stand der Technik" oder dem Individuellen Nutzerverhalten passen, bzw. Energietechnisch sinnvoll sind, das hinterfragt jedoch niemand. Genau das gleiche Thema hast bei den ERR: lt. Gesetz müsste bei Neubauten in jedem Raum so eine ERR rein, bei einer AT-Geregelten WP mit FBH ist dies meistens nicht nur komplett sinnlose Geldverschwendung, sondern auch technisch kontraproduktiv. ....aber weil es im Gesetz steht - wird es dennoch eingebaut, ansonsten könnte der Heizungsbauer ein Problem bekommen, und der WP Betreiber schaltets - wenn er die WP sauber betreiben möchte - ohnehin ab.....oder eben der Antrag auf Befreiung........genauer Nachdenken darüber darf man hier nicht......eine einzige Ressourcen, Geld und Energieverschwendung das Ganze...... Hier zum Beispiel - wie es bei mir war - verdeutlicht das Problem sehr genau: Heizlastberechnung - rein auf Basis des Energieausweises : 11,8 kW --> der HB hat natürlich auf Grund des Energieausweises eine 200-A A16 verbaut, obwohl ich ihn für die Planung - da Altbau - und Messungen der letzten Jahre vorhanden sind - ausdrücklich auf den tatsächlichen Energieverbrauch der letzten Jahre hingewiesen habe.....) Ergebnis: die A16 hat selbst bei -12°C AT noch "wie blöde" getaktet. Ich habe dann selber die Heizlastberechnung lt. Schweizer Formel auf Grund des tatsächlichen durchschnittlichen Gasverbrauch von 573qm der letzten Jahre nachgerechnet: 5,9kW Mir war es letztendlich egal was in der Norm, oder Energieausweis steht , und habe mit entsprechendem "Nachdruck und Penetranz" und somit komplett auf eigenes Risiko - auf eine A08 umbauen lassen (die A06 wäre mir zu knapp, und das Risiko zu hoch geworden), und so die WP-Leistung um 50% reduziert, ganz nach dem Motto: "Norm und Energieausweis sind die Theorie - der tatsächliche Verbrauch ist jedoch die Realität". Das was wirklich ein Problem ist, wenn zb. bei einem Neubau der Energieausweis (Norm) sehr weit von der "Realität" (Nutzerverhalten) entfernt ist. Wenn der HB sich dann auf den Energieausweis verlässt, bzw. verlassen muss, und der nicht mit der Realität, bzw. mit dem Nutzerverhalten zusammenstimmt, dann.....naja... Klar haben wir im Zuge der Renovierung mal die Fenster von 2-Scheiben auf 3-Scheibenverglasung geändert, aber warum der Energieausweis so derart weit von der "Realität" abweichend ist, kann ich nicht beurteilen. Von den Fenstern her alleine kann ich mir das jedenfalls nicht vorstellen. Das der Umbau auf die A08 richtig war, zeigen die Betriebsdaten seit Anfang Jänner 2022 - bis heute (Tagesaktuell) in der Realität: Außentemperaturgeregelt, alle Räume werden auf Grund des hydraulischen Abgleich sehr genau auf 21°C gehalten keine ERR vorhanden Die Heizungsregelung der 200-A habe ich über KNX mit einem Raspberry PI gekoppelt, da die VM Regelung der 200-A verschiedene Dinge - wie unter Anderem zb. eine Vorladung des FBH-Speichers in der Übergangszeit, oder bei PV Überschuss - nicht kann, kommt die ganze "Regelungsstrategie" vom Raspberry - die WP macht bei mir Regelungstechnisch nur mehr das was der Raspberry vorgibt. 2507 Betriebsstunden 515 Starts Das sind im Jahresdurchschnitt nur 1 Takt pro 5 Stunden oder anders gesagt, nicht ganz 5 Takte pro Tag Bisher trotz teilweise -12°C AT im Winter keinerlei Probleme mit "zu kalten Räumen" und auch keine einzige Minute zuschalten des Heizregisters. WP Heizenergiebereitstellung: 12.297 kWh Elektrische Energieverbrauch WP: 3.654 kWh JAZ WP : 3,36 tatsächliche Heizlast 2022 lt. Schweizer Formel (auf Grund der Heizenergiebereitstellung der WP) 5,2 kW Vollkommen klar : ich habe meine WP bis zum letzten - noch so kleinem "Schräubchen" und selber programmierten Regelung optimiert. Ist somit weit weg von jedem "Standard". Es soll nur zeigen, das es durchaus technisch möglich ist, eine WP bei richtiger Auslegung und Regelung dorthin zu bringen, das diese auch mit sehr wenig Takte betrieben werden kann. Wenn 500 Takte pro Jahr auf der einen "extremen Seite der Skala" möglich sind, bezweifle ich schon auch, ob dann 17.000 Takte pro Jahr, noch als "Normal" anzusehen sind. lg Guennie
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