Genau das ist immer das Panikmacheargument : “wenn die WP zu klein dimensioniert ist, dann bekommst die Bude nicht warm”, u.s.w….. Dieses Argument ist aber erst dann richtig, wenn die WP viel zu klein wäre. Sollte die WP Leistung nur für wenige Tage im Jahr zu klein sein, dann bessert die WP in diesen Tagen im Jahr, wo es wirklich kälter ist, normalerweise mit dem Heizregister zu. Nennt sich eben Bivalenzbetrieb. Deshalb ja auch die 80% Vorgabe bei Bivalenter Betriebsweise in den VM Planungsunterlagen. Meine Anlage habe ich selber z.b. relativ genau - auf den Punkt für den Monoenergetischen Betrieb (100% tatsächliche Heizlast) ausgelegt. Wäre ich “volles Risiko” bzw. Bivalente Betriebsweise (80%) gegangen, wäre sogar anstelle der A08 auch noch eine A06 möglich gewesen. Als Egebnis war es noch kein einziges mal, auch bei -12°C AT - wo die WP dann mit Vollgas läuft - irgendwo kalt im Haus - obwohl ich sogar (weil ichs ja - wie immer - wissen wollte, wass dann “passiert”) die Heizregister deaktiviert habe (Monoenergetischer Betrieb). Da ich ja immer am experimentieren bin, wäre ich im Extrem sogar so weit gegangen, dass ich, wären die Raumtemperaturen dann zb. doch mal von 21°C auf 20°C runter gegangen, obwohl die WP auf Vollgas läuft, dass ich dann die wenigen Tage, halt einmal anstelle des zuschaltens der Heizregister, eine energietechnisch gesehen - annähernd kostenlose - Weste angezogen hätte, nur um herauszufinden, wo sich dann wirklich die “entgültige AT Grenze” meiner WP befindet…nur so kalt wurde es seit ich die WP eingebaut habe nie..….😁…..soweit zur Panikmache “zu kleine WP”…… Das Hauptproblem meiner Meinung liegt dort, dass sich viele HB (aus Zeitmangel ?) schlicht nicht die Mühe machen, mit dem Kunden das Ganze genau durchzugehen (Gewohnheiten, Möglichkeiten, Vorteile, Nachteile, Betriebsweisen u.s.w.) und dann die Anlage wirklich auf Punkt auszulegen, oder es einfach nicht können, sondern nach dem Motto “Hauptsache es ist Warm”, und zur Sicherheit etwas drüber auslegen. Bei den bisherigen Heizungssystemen (Gas, Öl, etc. ) war es ja auch noch relativ egal, aber bei WP Systemen wird genau so eine Vorgehensweise zum echten Problem ( zb. der Verdichterverschleiß, kommt früher als notwendig zum Tragen, und ein höherer Energieverbrauch als notwendig ist ebenfalls da u.s.w.) Ein Arbeitskollege von mir ist auch gerade am Planen Umstieg von Gas auf WP. Dazu habe ich ihn genau instruiert, auf was er bei den HBs bei der erstbesichtigung/Angebotslegung u.s.w. achten soll, was er so fragen soll, und wo es “kritisch” wird….. Das Ergebnis war leider ernüchternd: Von fünf HBs hat er bei zwei nach einer halben Stunde das ganze Gespräch beendet……die hatten null Ahnung von der ganzen WP Materie, bei zwei hätte es mit entsprechender “Nachhilfe” was werden können, und…..ein einziger von den 5 hatte erstens wirklich fundierte Ahnung, zweitens jede Frage logisch und nachvollziehbar erklären können, und auch von seiner Seite die richtigen Fragen gestellt um die Planung sauber durchführen zu können……die Planung und Auslegung hat dann auch entsprechend gut gepasst. Zum Thema Heizlastschwankungen: Ich zeichne seit ich die WP im Einsatz habe, 24/7/365 über einen Rechner (mit Datenbank) auf was in meinem Haus Energie- und auch Heizungstechnisch abläuft. Wenn ich das mit den Gasverbräuchen vor dem Umbau, der damaligen Vorrausberechnung für die WP und nun mit den istständen der WP über die Jahre vergleiche, schwankt die Heizlast auf Grund der unterschiedlichen Witterungen jedes Jahr, im Bereich hinter dem Kommazeichen. Ein ganzes kW Schwankung in der Heizlast hatte ich jedenfalls auch noch nie. lg Guennie
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