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Vitocal 252A erreich Soll-Vorlauftemperatur nur sehr langsam

Hallo ,

da ich noch recht neu bei der Nutzung der genannten Wärmepumpe bin, stelle ich einfach mal eine naive Frage.

Wie lange darf/sollte es dauern, bis die angezeigte Soll-Vorlauftemperatur erreicht wird?

Ich beobachte das jeden Tag sehr genau. Gerade jetzt, bei frostigen Temperaturen, erreicht mein Gerät die Soll-Vorlauftemperatur erst nach Stunden, wenn überhaupt.

Die Heizkurve ist so eingestellt, dass bei 0° C Außentemperatur 53°  C Vorlauftemperatur erreicht werden sollen. Die max. Obergrenze für den Vorlauf habe ich auf 55° C gesetzt. Das sollte ausreichend sein, spielt aber für meine Frage auch keine Rolle.

Der Start für die Heizphase steht auf 7.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt zeigt der Pufferspeicher etwa 36° C an. Schaue ich mir die Vorlauftemperatur an, sehe ich bei Soll 55° C, da außen -4°C sind, und bei Ist die angezeigten 36° C aus dem Speicher. Nun dauert es fast 3 Stunden bis die Ist-Vorlauftemperatur bei 46° C ankommt, also noch lange nicht den Soll-Wert erreicht hat Erst nach knapp 4 Stunden wird der anvisierte Soll-Wert in etwa erreicht.

Ich denke, das ist etwas sehr lange Zeit für das Erreichen des Solls. Wie soll man da eine Wohnung warm bekommen. Da wartet man ja Stunden bis es spürbar wärmer wird. Bei Vorlauf-Temperaturen zwischen 36° und 46° werden Radiatoren nicht gerade glühend heiß.

Daher nochmal meine, vielleicht etwas naive Frage, sind solche Zeiten für das Erreichen des Soll-Wertes für die Wärmepumpe "normal" oder ist da vielleicht etwas falsch eingestellt?   

27 ANTWORTEN 27

Warum lässt du den Puffer mittels Nachtabsenkung so weit abfallen ?

 

Die Aufheizung fällt somit in die kältesten Stunden des Tages - ergo steht die Frage zur Sinnhaftigkeit im Raum, die WP früh morgends über Stunden laufen zu lassen.

 

Zumal 53/55 Grad schon ein heftiger VL ist.  Ich las Radiatoren, da musst du mal ansetzen um den VL weiter runter zu bekommen.  Upgrade.....

 

Zu deiner Frage, ob die lange Laufzeit ok wäre, dazu muss man das Objekt kennen und die Größe/Leistung der WP. Da die Bude im Endeffekt offensichtlich warm wird, trotz (kompletter ?)  Nachtabschaltung, dürfte die Dimensionierung ok sein.  Nur eben, wenn man die WP bei  Minus Graden  über Stunden abschaltet, dann braucht sie ne Weile um die Bude hoch zu heizen.

 

Lass sie 24/7 laufen, ggf. mit geringer Nachtabsenkung  2-3 Grad. 

 

 

 

Btw:  Bei -4 Grad und 53/ 55VL heizt man mit Gas/Öl  effizienter weil der COP einer WP extrem in die Knie geht. 

 

 

 

Vitocal 200-S D09 - alles in DIY Montage, what else. Selbstverständlich plus Öler als Backup-/Wintersystem.

Hallo Küstenpumpe,

vielen Dank für deine Antwort.

Bevor ich antworte einige Erklärungen, wir wohnen in einem sogenannten Energiesparhaus und haben Kermi-Heizkörper, die allein für sich schon ganz ordentlich arbeiten. Wenn es in diesem Haus einmal warm ist. dann hält sich die Temperatur sehr lange, sie fällt bei ausgeschalteten Heizkörpern selbst über Nacht und bei Frost max. um 2-3 Grad ab. Das ist auch so in Ordnung, denn am Morgen, nach dem Aufstehen lüften wir komplett einmal durch. Da fällt die Temperatur sowieso ab. Wenn sie dann noch 20 oder mehr Grad hätte, wäre das doch absolute Verschwendung. Da ist eine Senkung von 2-3 Grad über Nacht vollkommen OK.

Ich hatte das zu Anfang mit geringer Absenkungstemperatur laufen lassen. Da hatte die WP bei Frost aber immer noch einen Vorlauf vom über 40 Grad und die Temperatur blieb in den Räumen fast so hoch, wie am Vorabend, also nahezu bei 20-21 Grad. Und dann Lüften, absolute Verschwendung und außerdem war der Stromverbrauch der WP viel höher, als jetzt, wenn sie über Nacht mit höherer Temperatur weiterlief. Zudem hat das für die Zeit bis die eigentliche Vorlauftemperatur von 50° oder mehr erreicht wurde  keinen großen Unterschied gemacht. Nur mehr Stromverbrauch und Wärmevergeudung.

Was die Vorlauftemperatur betrifft, brauche ich mit Temperaturen um die 40° +/- 4 Grad gar nicht anzufangen. Da werden die Heizkörper gefühlt handwarm, mehr nicht. Gemessen verliert das Vorlaufwasser von der WP bis zu den Heizkörpern, je nach Entfernung, zwischen 6-8 Grad. Wie sollen da die Räume in annehmbarer Zeit warm werden?

Daher bei Frost 0°=53° Vorlauf. Alles andere macht keinen Sinn, sonst wird  es niemals warm .oder dauert Stunden.       

Wenn das mit einer WP nicht darstellbar ist, war sie ein Fehlkauf und die Beratung des Heizungsfachmann falsch. Hilft mir leider jetzt nicht mehr.  

Erzähl mal mehr über die Heizkörper.

Sind dass passive Typ22  oder aktive WP Heizkörper mit Lüftern ?

 

Ggf. wurdest du da falsch beraten. 

 

Bzgl. Stromverbrauch, rechne da bitte auch mal die Außentemperatur mit ein. 

Unterhalb ca. 5-8 Grad bricht der COP gewaltig ein, in Korrelation mit der VL Temperatur.

 

Damit die Bude um 8 Uhr warm ist, bleibt dir mit der aktuellen Temperatur-Konfig eigentlich nur die WP ca. 1h früher hoch zu fahren. Du musst ja nicht die HK öffnen, es würde reichen wenn der Puffer auf Temperatur kommt.

36 Grad Puffer PLUS das gesamte Volumen vom Heizkreis hoch zu fahren, beides dauert eben.  Wie viel Pufferspeichervolumen hast du eigentlich ?

 

 

 

 

 

Vitocal 200-S D09 - alles in DIY Montage, what else. Selbstverständlich plus Öler als Backup-/Wintersystem.

Sinnvoll ist es die Anlage mit niedrigen Temperaturen zu fahren und die Heizkreise auf Temperatur zu bekommen und zu halten. Ein andauerndes Aufheizen verbraucht mehr Energie als ein maßvolles Heizen. Mein Haus ist von 1932 und ich komme mit 45 Grad Vorlauf bei 0 AT aus. Ich heize aber komplett durch. Reduziere ich die Vorlauftemperatur um ca 8grad kühlen die Räume zwar nur um ca 2 - 2,5grad runter doch am nächsten Tag nach der Nachtabsenkung dauert es teilweise 5-6 Stunden bis die Vorlauftemperatur in den Heizkreisen das Niveau vor der Absenkung erreicht

EDIT zu oben:

Der von dir genannte Verlust des VL- Heizkreiswassers mit 6-8 Grad (von Puffer bis Radiatoren) erstaunt mich. Ich würde daher auf zu geringen Volumenstrom tippen. Ich fahre in meinem Altbau auch mit 50 Grad VL und Radiatoren, aber ein so extrem hohes Delta vom Puffer bis zum HK Ventil habe ich nicht. 

 

Wie weit werden die Radiatoren durchströmt und in welcher Zeit nach dem Öffnen der Ventile ist der/ein Radiator voll durchströmt ?

An sich sollte ein Radiator bei "korrektem" Pumpendruck innerhalb ~3 Minuten (abhängig vom Volumen, gerne auch schneller)  voll durchströmt sein, d.h. von VL bis RL komplett warm. 

 

 

Hast du einen Überströmer im System ? Ist der ggf. zu gering eingestellt und du hast dann zur Folge zu wenig Volumenstrom in den Heizungsrohren ?  (90% gehen über den Überströmer und nur 10% in Richtung Radiatoren - dadurch die Abkühlung ?) 

 

Wenn dem so ist musst die mbar am Überströmer deutlich erhöhen. 

(Bis die Ventile "rauschen" - dann wieder etwas zurück)  

 

 

 

 

 

Vitocal 200-S D09 - alles in DIY Montage, what else. Selbstverständlich plus Öler als Backup-/Wintersystem.

Ich danke euch allen für eure Antworten und Tipps.

Die Kermi-Heizkörper stammen noch aus der Gasheizungszeit, sind demzufolge passiv und ohne Lüfter. Der Volumenstrom wurde seit ich die Heizung habe, August 2025, bereits 2X überprüft und alle Filter gereinigt. Ist lt. HB so in Ordnung, Ob ein Überströmer eingebaut ist, kann ich nicht sagen. Aber das mit der Aufheizzeit von ca. 3-4 Minuten kommt hin. Wenn aber der Vorlauf nur 45° hat wird der Heizkörper eben nur bescheiden warm.. 

Das mit dem "auf Temperatur halten" habe ich bereits versucht, kostet eindeutig mehr Strom. Kann ich mit Sicherheit sagen, denn ich habe für die WP einen separaten Stromzähler. So, wie ich es momentan handhabe brauche ich definitiv weniger Strom. Außerdem wird das Halten auf Temperatur in dem Moment ausgehebelt, wenn gelüftet wird. Dann sinkt die Temperatur zwangsläufig und man muss wieder nachheizen. Bei nur 40-46° Vorlauf eine langwierige Angelegenheit.

Ich lasse die Anlage zurzeit , wie auch vorgeschlagen, 1 Std. früher anfangen. Puffer hat im Übrigen 200 l.

Nochmals herzlichen Dank an alle und nun

Gutes neues Jahr für euch.

Das Problem liegt darin wenn ein Raum nur 6..8 h am Tag geheizt wird.

Das zwar die Luft erwärmt wird auf Soll Temperatur.

 

Aber Möbel, Wände und alles was im Raum steht noch lange nicht die Temperatur erreicht hat.

Der kühlt dann schnell wieder aus.

 

Ich hatte das in mehreren Räumen die nach und nach etwas beheizt wurden wie Kellerräume und 

der Treppenhausbereich.

Weil Sie unnötig andere Räume auskühlen.

 

Es dauert bis zu 3 Tage bis die Heizkörper das geschafft haben.

Im Flur der Heizkörper hat 3 Tage mit voller Ventil Öffnung gelaufen, danach war Ruhe.

 

Also nur wenig absenken, bei mir ca 1 Grad oder 2 Grad wenn der Raum über mehrere Tage nicht gebraucht wird.

 

Dann kühlt der Raum auch nicht beim durchlüften aus, da Wände, Möbel noch die Temperatur haben und die gespeicherte Wärme abgeben.

 

Gruß Frank

Vitocal 250AH A10 230V , 910L Puffer, Vitocal262A hybrid, 24KW Öl Heizkessel, 2 gemischte Heizkreise, 14,4KWp PV, 8/21KWh Speicher, Hybrid WR. 200m2 beheizte Fläche BJ 2004, FB und Heizkörper ( WP im Aufbau )

Das eine WP ein anderes Heizverhalten als eine Gas-/Ölheizung hat, müsste ich auch erst einmal lernen. Eine WP will bzw. Soll durchlaufen. Eine Nachtabsenkung bzw. ein Abdrehen der Heizkörper funktioniert aufgrund der geringen Wassermenge und Speichermasse nicht. Das geht nur bei Fußbodenheizung.

 

Energetisch spart man auch nichts, da mit Einsetzen der Heizphase der Temperturverlust wieder aufgeholt werden muss. Das kostet Zeit und Energie.

@heinrichmoser 

 

Das du "uralte"  Gasheizungsheizkörper hast, das hast du irgendwie verschwiegen.

"Kermi"  sagt nichts aus und ist banaler Standard Hersteller.

 

Mit Sicherheit DK ? Typ22 oder sogar Typ11 ?

 

Im Grunde wie ich oben schrieb, falsch beraten worden.

 

Im Zuge der WP Installlation hätten die alle gegen maximal mögliche Größen von DKEK  ( Typ33)  getauscht werden müssen. Ggf. in 1-2 Räumen sogar WP Heizkörper mit Gebläse ! 

 

Trotzdem ist es NICHT normal dass du ein Delta von 6 Grad vom Puffer zum Radiator hast. Je nach Größe sind auch 2 Minuten "normal" zum kompletten Durchströmen. Wenn du dann bei 4 Minuten liegst hast du zu wenig Volumenstrom, zu wenig Pumpendruck - siehe Überströmer.

 

Je geringer der Volumenstrom in deinen Rohren, desto größer ist das Delta zwischen Speicherausgang und Radiator Eingang !  Daher sind ~6 Grad Verlust nicht normal und im Grunde Pfusch vom Heizungsbauer.

Warum auch immer, aus der Ferne kann man nicht sagen was er an der Anlage hydraulisch gefrickelt hat.  Jedoch wäre es naiv, in die eine Meinung/Aussage von einem HB 100% Vertrauen zu legen ! 

 

 

Vitocal 200-S D09 - alles in DIY Montage, what else. Selbstverständlich plus Öler als Backup-/Wintersystem.

Das ist immer so eine Frage, und man muss es versuchen.

Eventuell ist das günstiger in unserem recht großen Wohnzimmer die Temperatur nicht abzusenken.

Durch das schließen der ausgeschäumten Rollos, sinkt der Wärmebedarf in der Nacht.

In den nächsten 2..3 Tagen soll die Außentemperatur nur zwischen 1 und 2 Grad schwanken.

Mal testen.

 

Gruß Frank

Vitocal 250AH A10 230V , 910L Puffer, Vitocal262A hybrid, 24KW Öl Heizkessel, 2 gemischte Heizkreise, 14,4KWp PV, 8/21KWh Speicher, Hybrid WR. 200m2 beheizte Fläche BJ 2004, FB und Heizkörper ( WP im Aufbau )

Wir lassen unsere Wärmepumpe durchlaufen 24/7

0 Grad 43 Grad Vorlauftemperatur.

Seit 2 Monaten kein Takten.

 

Bestimmt geht deine Wärmepumpe auch aus wenn du deine soweit runterregelst.

Jedes Takten ist auch wieder Stress für den Verdichter.

 

Gruß Claus-Vito 

 

 

 

Bei uns ist es günstiger wenn Sie am Tage etwas mehr Strom verbraucht.

Selbst an recht dunklen Tagen liefert die PV etwas dazu.

Und hilft die WP am Tage laufen zu lassen wenn die Außen Temperatur ansteigt.

 

Gruß Frank

Vitocal 250AH A10 230V , 910L Puffer, Vitocal262A hybrid, 24KW Öl Heizkessel, 2 gemischte Heizkreise, 14,4KWp PV, 8/21KWh Speicher, Hybrid WR. 200m2 beheizte Fläche BJ 2004, FB und Heizkörper ( WP im Aufbau )
PV-WP1-1.png

@heinrichmoser 

 

Dein hohes Delta  von 6 K  vom Vorlauf WP  vs. Eintrittstemperatur in die Radiatoren ließ mir keine Ruhe.

Du schreibst ja "....Temperaturen um die 40° +/- 4 Grad gar nicht anzufangen. Da werden die Heizkörper gefühlt handwarm, mehr nicht."

Kann es sein dass dein HB VL und RL  am Speicher vertauscht hat ? Bzw. die Anschlüsse ?

 

Es wird die kalte RL Temperatur unten  aus dem Speicher  in den VL des Heizkreise gefördert ? 

 

Pfusch und Inkompetenz lauert überall. 

 

 

 

 

 

 

Vitocal 200-S D09 - alles in DIY Montage, what else. Selbstverständlich plus Öler als Backup-/Wintersystem.

Ich denke der TO @heinrichmoser sollte erst einmal wieder sein feedback und ein paar mehr Details geben, wenn er noch am Thema dran ist. Da passt einiges nicht zusammen.
Energiesparhaus, Temperaturabfall von max. 2-3K auch bei Frost, aber 53°C VLT bei 0°C AT? Und bei 55°C ist das Limit. Na hoffentlich wird es draußen nicht mal kälter als -4°C. Der Puffer geht während der Nachtabsenkung (die funktioniert natürlich mit Heizkörpern) auf 36°C runter! Wo landet die Energie? Im Eiskeller? Und wo landen die Energieverluste zwischen Puffer und Heizkörpern? 6-8K sind ja mehr Temperaturverlust als die Spreizung der Heizkörper?
Ich hätte da noch ein paar Fragen zur Einschätzung.
Wie sieht die Heizkurve aus?
Welche Solltemperaturen gelten für "Normal" und "Reduziert" und welche Heizzeiten?
Welche Leistungsklasse hat die Anlage und wie groß ist der Puffer?
Wie hoch ist der Volumenstrom in den Heizkörpern? Vielleicht viel zu niedrig?
Gibt es eine Heizlastberechnung und eine Abschätzung zum hydraulischen Abgleich bzw. der Heizkörperauslegung, aus denen zumindest mal Zielwerte erkennbar sind?
Das Durchlüften am Morgen ist übrigens kein Umweltskandal und erzeugt weit weniger Verluste als du wahrscheinlich annimmst, wenn es sich dabei nur um einige Minuten handelt. Normalerweise kannst du ohnehin von 0,5 Luftwechseln pro Stunde ausgehen.


Vitocal 252-A AWOT-E 251.A10, SW2532, ohne HZW-Speicher, Radiatoren, 125m²

Heinrich, ich verstehe nicht ganz, wieso es "absolute Verschwendung ist", Raumluft von 20°C durch Außenluft mit 0°C zu ersetzen und diese auf 20°C aufzuheizen, dagegen supersparsam, Raumluft von 17°C durch Außenluft mit 0°C zu ersetzen und diese auf 20°C aufzuheizen. In beiden Fällen sind für 500m³ Luft ca. 3.5kWh thermische Energie nötig.

 

Ich glaube auch nicht, dass eine Nachtabsenkung und Wiederanhebung der Innentemperatur um 3K die Heizlast jetzt wirklich spürbar reduziert. Bei 20°C innen und 0°C außen ergeben sich pro Tag 480Kh Temperaturgefällestunden, und wenn man über 8h um 3K senkt und dann über 2h wieder anhebt, reduzieren sich diese um nur 15Kh auf 465Kh, also nur gut 3%.

 

Andererseits müssen nun aber die Wärmepumpe und die Radiatioren diese 465Kh in nur 16h ausgleichen, während sie für die 480Kh ja 24h Zeit haben. Sie müssen also in den 16h Heizzeit 50% höhere Leistung bringen, und in den ersten 4h sogar noch 2kW darüber hinaus, um die kalte Lüftungsluft auf Temperatur zu bringen.

 

Höhere Leistung erreicht man bei gleichen Heizflächen aber nur durch höhere Vorlauftemperaturen. Und diese nötigen der Wärmepumpe einen schlechteren COP ab. Und ich würde vermuten, der COP wird sich um weit mehr als nur 3% verschlechtern.

 

LG, Sebastian

 

 

@Küstenpumpe, mal eine Frage an dich: Ich habe jetzt nach einem guten Jahr WP-Betrieb nur mit Radiatoren im gut gedämmten Altbau mal alle Thermostatventile betätigt und dabei per WMZ die Veränderung des Volumenstroms beobachtet. Und bei 8 der 17 Radiatoren, alle 905/605 Typ 22, liegt das Delta zwischen 0 und 5 bei grob 20l/h. Die Ursache ist der ursprüngliche hydraulische Abgleich, der am Auslegungspunkt -9°C eine VT von 53°C angenommen hat und dann durch die geringe Heizlast der entsprechenden Räume all diese Platten auf 2/6 (V-Exakt) gedrosselt hat. Die Platten enthalten 5l Wasser, das bedeutet eine volle Durchströmung in 15 Minuten. Macht es da nicht Sinn, die Drosselung teilweise zurückzunehmen, um die Heizkurve möglichst noch weiter zu senken, vorausgesetzt die "kritischen" Räume bleiben ungedrosselt warm genug?

 

LG, Sebastian

@heinrichmoser 

 

Wenn man deine Kommentare verfolgt und welche Vorlauftemperatur du angeblich benötigst könnte man zweifeln daß es sich um ein Energiesparhaus handeln soll.

 

Meine DHH ist BJ 1961, es sind noch die damals verbauten Radiatoren drin. Vor 25 J wurde mal mit 6 cm ne Außendämmung angebracht und doppelt verglaste Isolierfenster.

 

Ich arbeite mit eingestellter normal RT 22°, und Heizkurve aktuell Neigung 0,4 Niveau 12.

Das entspricht bei 0° AT einer VL Temperatur von 44°. Ja, auch mit 44° fühlen sich die Heizkörper heiß an. Im Wohnzimmer und Bad sind Thermostate kpl offen. Die anderen Räume mit gewünschten niedrigeren Temperaturen entsprechend reduziert. 

Nachtabsenkung von mehr als 1, höchstens 2° ohne deutliche Komforteinbußen nicht möglich. Deswegen heize ich mit Normaltemperatur durch. Nach dem Lüften dauerts vielleicht 30 Min bis der Raum seine Temperatur wieder erreicht hat.

 

Es leuchtet nicht ein daß dein Gebäude mit vermutlich deutlich besseren Grunddaten soviel höhere VL Temperatur benötigen soll.

 

Dein Problem sehe ich nicht bei einer niedrigeren VL Temperatur sondern daß diese auch in den Heizkörpern ankommen muss. 

Um daß zu erreichen würde ich allererst die Leistung der Heizkreispumpe erhöhen.

Im Speicher selbst macht das Heizwasser das Haus auch nicht warm. Mehr Leistung der Heizkreispumpe wird deutlich weniger Energie kosten als das gesamte Heizwasser um x ° höher zu erhitzen.

 

Gruß Karl 

 

250A-10, Speicher WW 200 + HZ 400, Heizkörper, SW 10/2025

Das Problem ist dass Heinrich dem HB  in allen Belangen Glauben schenkt, wenn der sagt "es wäre alles in Ordnung".

Zudem seine eigene Anlage nicht mal ansatzweise "kennt" .  Was soll er dann optimieren ? 

ER muss sich einlesen.  Macht das nicht jeder der sich ein neues Auto kauft ?  Aber bei der eigenen Heizung offensichtlich nicht.  

 

Selbstverständlich haben viele von euch Recht,  5x  Grad VL sind  für ein gut gedämmtes (Energiespar-) Haus zu viel.

Nur, eben, wenn man dem HB "blind" vertraut ?  Dem HB sind doch die laufenden Kosten zum Heizen  komplett egal.  Ich würde ja auch u.a. völlig ungeeignete zu kleine  Radiatoren vermuten, aber Heinrich bringt ja NULL Infos. 

 

Zitat:

Der Volumenstrom wurde seit ich die Heizung habe, August 2025, bereits 2X überprüft und alle Filter gereinigt. Ist lt. HB so in Ordnung, Ob ein Überströmer eingebaut ist, kann ich nicht sagen. 

 

 

Die Lösung wäre wenn @heinrichmoser die Anlage mal von einem Viessmann Techniker überprüfen, optimieren lassen würde. Ggf. sogar Pfusch identifizieren lassen ?  So früh wie möglich um dann rechtliche Schritte gegen den Hb ein zu leiten ? 

 

Ok, zwei Probleme: Er kann VM nicht direkt  anrufen. Zweitens: Das wird ne Kleinigkeit kosten, aber eine Zweitmeinung ist unbezahlbar ! 

 

 

Vitocal 200-S D09 - alles in DIY Montage, what else. Selbstverständlich plus Öler als Backup-/Wintersystem.

Ich verstehe die Frage nicht.  Die geringen 20L/h pro Radiator verwirren mich. Ich bin da eher bei >30 Litern.

 

Wie soll dann bei 15HK und 20 Litern/h  der nötige  Gesamtvolumenstrom zusammen kommen ?   80% über den Überströmer ?

Welche Hydraulik hast du ? Trenn- oder Reihenspeicher ? 

Vitocal 200-S D09 - alles in DIY Montage, what else. Selbstverständlich plus Öler als Backup-/Wintersystem.

Ich mache dazu wohl besser einen eigenen Beitrag auf.

 

LG, Sebastian

Hallo alle zusammen,

ich danke euch allen für eure Antworten und Tipps.

Aber die Sache läuft in eine Richtung, die mit meiner Frage nicht mehr viel zu tun hat.

Ich wollte    n u r     wissen, warum die WP so unheimlich lange Zeit benötigt, um die gewünschte Vorlauftemperatur zu erreichen und was man ggfs. tun kann, um das zu beschleunigen 

Die Installation meiner Heizkörper und deren Zuführung sind Gegebenheiten, die ich sowieso nicht ändern kann. Wenn die bestehende alte Gasheizung plötzlich irreparabel defekt wird und schnell eine neue Heizung her muss, hat man, dank der Habeckchen Heizungsverordnung, leider nicht sehr viele Alternativen. Außerdem war eine Investition von über 40.000€ schon schwierig genug, da konnten nicht auch noch 10.000 oder 12.000€ in neue HK aufgebracht werden.

Diese HK haben mit der GH einwandfrei funktioniert, aber eben auch mit entsprechender Vorlauftemperatur, die, zumindest bei Frost, knapp über 50° lag.

Energiesparhaus hat ja erst einmal nichts mit der Vorlauftemperatur zu tun, es bedeutet lediglich, dass die Temperatur sehr lange gehalten wird, wenn es denn mal warm ist. Das muss es aber erst werden und dauert in meiner Installation nach dem morgentlichen Lüften, wenn dabei nun mal die Temperaturen in den Räumen abfallen, bei Vorlauftemperaturen um die 40° +/- sehr lange, bei um die 50° geht es schneller. Das war bei der GH so und ist jetzt nicht anders. Die GH konnte das, die WP nicht.

Auch wenn ich die Absenkung nachts nur um 2° gegenüber "normal 20°" absenke, ist morgens der Pufferspeicher nur bei etwa 36°.  Die WP schaltet dann wohl nachts doch ganz aus, da von den Heizkörpern so gut wie nichts abgenommen wird. Eben wegen dem Energiesparhaus. Und von 36° auf die gewünschten etwa 50° zu kommen dauert 3 - 3 1/2 Stunden. Das wollte ich irgendwie beschleunigen. 

Auch wenn über Nacht die Temperatur nur um 2° in den Räumen absinkt, sinkt sie beim Lüften doch mehr ab. Das muss dann eben wieder aufgeheizt werden. Da hilft auch Energiesparhaus nichts, abgekühlte Räume müssen erst mal wieder warm werden. Es macht keinen Spaß 2-3 Std. zu warten, bis halbwegs wieder normale Temperaturen erreicht sind. Daher die 50° Vorlauf. Damit geht es gut, wenn sie denn von der WP erreicht werden, was eben, wie beschrieben, sehr lange dauert.

Da frage ich mich, wie die angegebenen möglichen 70° Vorlauf jemals erreicht werden sollen?

Aber ich habe aus den ganzen Antworten einiges mitgenommen. Die Absenkung nicht zu sehr zu betreiben, was definitiv mehr Strom kostet, und nicht unbedingt hilft und die WP 1 Std. früher mit dem Heizen beginnen zu lassen. Was aus meiner Sicht Verschwendung ist, da ja später noch gelüftet wird, aber die Vorlauftemperatur ist bereits etwas höher als die 36°, dann geht es etwas schneller.          

Sollte jemand noch einen wirklichen Tipp zur Beschleunigung des Aufheizens auf die benötigte Vorlauftemperatur haben, gerne,

ansonsten herzlichen Dank an alle für Ihre Beiträge.

Na ja, irgendwie gehst du auf angesprochene Thema auch nicht ein.

Z.B.

  • Gemessen verliert das Vorlaufwasser von der WP bis zu den Heizkörpern, je nach Entfernung, zwischen 6-8 Grad. Wie sollen da die Räume in annehmbarer Zeit warm werden?

Wenn deine Temperatur derartige Verluste bis zum Heizkörper hat passt die Fließgeschwindigkeit nicht.

 

Diese Aussage deinerseits ist doch Beleg dafür daß du keine 53° im VL benötigst, weil ja demnach beim Heizkörper selbst, aufgrund der Verluste, nur 45 (oder weniger?) ankommen. Das könnte man ändern.

 

Und bzgl. Lüften weiß ich ja nicht wie andere das handhaben. Bei mir bedeutet daß einmal Luftaustausch was innerhalb kürzester Zeit passiert zumal wenn man dazu noch auf Durchzug macht. Wenn die Heizkörper dann auch die gewünschte Temperatur haben wird's auch flott wieder warm.

 

Ich bin hier raus.

 

 

250A-10, Speicher WW 200 + HZ 400, Heizkörper, SW 10/2025

Lass die Wärmepumpe einfach durchlaufen, ohne Zeitprogramm. Das wird für deine Heizkörper besser sein und du wirst merken, dass es besser ist.

Kein absenken des Pufferspeicher.

Probiere es aus und sag bescheid nach ein paar Tagen 

 

Gruß Claus-Vito 

 

Eine WP mit unnötig hoher Vorlauftemperatur zu betreiben, nur damit sich ausgekühlte Räume schneller erwärmen hat etwas von "Gas und Bremse gleichzeitig treten". Bei der VL gibst Du Gas, nur um dann mittels Ventile den Volumenstrom wegen Überhitzung der Räume wieder abzuwürgen.

 

Der effiziente Betrieb einer WP besteht darin bei möglichst geringer VL durchgehend zu heizen. Und das mit möglichst wenigen Takten.

 

Probiere es doch einfach aus. Setz die Heizkurve auf 0,6 / +8 und lass die WP bei voll geöffneten Ventilen ohne Nachtabsenkung durchlaufen. Wird das Haus zu warm, senke die VL weiter, ist es zu kalt, erhöhe das Niveau schrittweise. Werden nur 1-2 Räume nicht warm genug, vergrößere dort die Heizkörper (Typ33).

 

Du musst der Sache lediglich 24h geben, so lange dauert es, bis sich die neuen Werte eingependelt haben.