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Vitocal 250A nach länderdauerndem Stromausfall kann das Wasser in den Rohren zur und in der Inneinheit gefrieren.

Welche Massnahme sollte man sich überlegen, ausser eine möglichst gute Dämmung... Aber auch dann ist irgendwann eine Eisbildung in der Anlage zu erwarten.

Ich habe ein einphasiges Notstromaggregat, damit kann ich die Ausseneinheit nicht laufen lassen. Wie kann man in dieser Situation die Primärkreispumpe damit zirkulieren lassen, das würde zumindest eine zeitliche Verzögerung des Problems bewirken. Oder gibt es andere Ideen dazu?

7 ANTWORTEN 7

Wenn Du Viessmann oder die Fachbetriebe dazu befragst, wird man Dir sagen das ist alles kein Problem.

In einem Zeitalter, bei dem man große AKW mit Raketen und Drohnen bekämpft, die Infrastrukturen der westlichen Welt massiv ausspioniert, sollte einem das zu denken geben. Es braucht auch kein Ingenieurstudium, eine Auswertung der sehr detaillierten öffentlich zugänglichen Ausfallstatistiken der deutschen Bundesnetzagentur und eigene Beobachtungen zum Temperaturabfall in der Wärmepumpe über der Zeit im Winter bei ausgeschalteter Umwälzpumpe reichen aus um zu sehen, dass hier Handlungsbedarf besteht.

 

Der Hauptfokus sind weniger die (isolierten externen) Verrohrungen, sondern zunächst die interne Verrohrung ohne Isolation. Beginnend bei der metallischen Bodendurchführung des Rücklaufwassers  durch die nicht isolierte Stahlblech Bodenwanne der ODU ist zuerst mit Frosteintritt zu rechnen. In weiterer Folge gefriert das nicht isolierte Filtersieb und das nicht isolierte Rückschlagventil. Dem kritischsten Bauteil, dem Verflüssiger nutzt seine Isolation in sofern nichts, weil in diesem Zustand ein Wiedereinsetzten des Netzes nicht zu einem Wiedereinsetzten des Wasserflusses führen kann, das System geht auf Störung. Bei weiterhin anhaltender Frostwitterung wird der Verflüssiger dann zwangsläufig einfrieren.

Ein Notablass gem. Viessmann Vorgabe ist zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr möglich. Diese Wärmetauscher können solche Frostzyklen wenige male bis zum Durchbruch des Kältekreises, was dann einem Totalschaden der Anlage gleich kommt. Ob das Propan Kältemittel in diesem Fall dann tatsächlich außen abgeleitet wird, wie von Viessmann behauptet, oder doch ins Gebäude eindringt und dort eine Explosion auslöst,  wie in mindestens einem Fall eines anderen Herstellers, bleibt abzuwarten.

Der Stand der Technik geht weit über den bei Viessmann vorzufindenden Stand hinaus.

Ich habe mich dazu entschieden eine 12V (LKW Blei-Batterie) basierte Wasser-Notumwälzung zu entwerfen, welche hydraulisch im Bypass um die IDU so verschaltet ist, dass die ODU mindestens 72h mit Wasser aus dem HK versorgt wird und dass es unter keinen Umständen zu einer Beeinflussung der Anlage kommen kann, auch nicht bei Fehlauslösung dieser 12V Heizwasser (Not-)pumpe.

Auch beim Wieder-Start nach Wiedereinsetzten des Netzes ergibt sich kein Störpotential durch eine ggf. laufende Not-Wasserumwälzung, da der Volumenstromsensor der IDU nicht vom Bypass-Notwasserstrom beaufschlagt wird und die Hauptpumpe der IDU sofort die Notpumpe hydraulisch "zurückdrängt" und das Rückschlagventil der 12W Notpumpe schließt.

Das Notsystem besteht aus folgenden Komponenten:

12 V Vortex Pumpe  mit speziell abgestimmtem Rückschlagventil

mechanischer Durchflussmesser 0 bis 400 l/h zur Prüfung

Speziell abgestimmtes Rückschlagventil am Rücklauf-Ausgang der IDU

12V LKW Bleibatterie (Lithium Batterien sind ungeeignet wg. hohem kalendarischem Verschleiß bei Volladung), Min. 72 Ah zur Einhaltung der EU Empfehlung für 72h Notlauf

12V Ladegerät mit speziellem Lagermodus auf 13,2V Lagerspannung

2 parallelgeschaltete Frostschutz Schalter an unterschiedlichen Stellen, nahe der Bodendurchführung

Testschalter mit LED Kontrollleuchte zum regelmäßigen Test der Pumpe

Verschlauchung, Verrohrung, Verkabelung usw.

 

Nachteil dieses Konzeptes: Versagt bzw. blockiert das Sicherheitsentlüfterventil (SEV) in der geschlossenen Position (kein Wasserdurchlass) , wie hier bereits öfter dokumentiert, kann die 12W Notpumpe auch nichts ausrichten.

Daher habe ich dieses Konzept nur in Verbindung mit der neusten Generation des SEV favorisiert, da mein SEV auf Garantie getauscht wurde.

 

 

 

@ Heizungspilot Danke für Deine Darstellung wie dann in frostigen Zeiten viele Haushalte länger frostig bleiben würden.

Ich habe überlegt das 3 Wege Ventil in die entsprechende Stellung zu bringen und mit meinem Benzingenerator (1 phasig) die Inneneinheit zu versorgen und über die Aktorentestschaltung die Primärpumpe laufen zu lassen.

In dieser Situation -also bereits ausgekühlt, aber nichts gefroren, schaltet zumindest außerhalb vom Aktorentestmodus sofort das Heizregister zu, auch wenn nicht konfiguriert. Das Heizregister zieht einen einphasigen Notstromer mit 8kW Heizleistung schnell in die Knie. Man müsste, falls das so ist, dann die Heizleistung des Heizregisters im Fachmenü so weit herunterdrosseln auf Werte, die den Notstromer nicht überfordern.

Vorher wäre auch zu prüfen ob die unterste konfigurierbare Heizleistung nicht oberhalb der Nennleistung des Notstromers liegt und das Aktorentestmenu dauerhaft aktiv bleibt und nicht nach Ablauf von einigen Minuten automatisch deaktiviert wird. Dann sollte das funktionieren, erfordert aber Alles Deine Anwesenheit.

Da ich beruflich öfter und länger im Ausland bin,  und mir Viessmann dorthin leider regelmässig kritische Fehlermeldungen sendet, wollte ich schon mal die Kältekreisübersicht an der IDU mit einer WLAN Kamera beobachten. Das scheiterte jedoch an einer zeitlichen Begrenzung und Deaktivierung der Kältekreisübersicht.

Ich denke das Thema hat nun nach der Situation in Berlin wieder an Bedeutung gewonnen.

Hat jemand dazu gute Ideen (Vitocal 250 A 13 und 3kW Notstromaggregat 1 phasig)?

Ich habe genau diese Frage meinem HB gestellt: was mache ich bei längerem Stromausfall. Er meine man könnte die Leitung der Außeneinheit mit Druckluft leerblasen. Wobei ich mich dann frage, woher man die Druckluft ohne Strom nimmt?

Ich habe mir schließlich im Zulauf und im Ablauf der Außeneinheit Entleerungsstutzen einbauen lassen. Bevor sie auffriert, mache ich sie leer. Ob das tatsächlich funktioniert, keine Ahnung? Vielleicht äußert sich mal jemand, der das schon mal gemacht hat.

Das beste, was Du machen kannst, ist Deine Wohngebäudeversicherung um das Risiko Wärmepumpe zu erweitern. Bei meiner Hausratversicherung von der HUK kostet das nur 15,- € extra pro Jahr. Bei einem mehrtägigen Stromausfall unter Frostbedingungen, wie jetzt in Berlin, ist die Ausseneinheit Schrott.

Im Januar 2024 hatten wir in unserer Region einen regionalen Stromausfall nachts bei - 6,5 °C Außentemperatur. Der Stromausfall dauerte 5 h. Das hat die Ausseneinheit ohne Schaden überstanden. Aber ab etwa 10h aufwärts friert der Wasserkreislauf in der Außenheit ein. Dann soll in der Ausseneinheit ein Gummischlauch als Sollbruchstelle aufplatzen. Ob das funktioniert, da bin ich mir nicht so sicher.

Viele Grüße aus Wiehl
betz56

Der Tipp mit der Versicherung ist gut, werde es prüfen.

Aber da nach einem großflächigen Blackout Ersatzteile knapp sein werden wird das Haus länger kalt bleiben. Daher wäre es gut eine Konzept zu haben den Frostschaden mit Notstrom so lange wie möglich verhindern zu können.