Hallo!
ich habe noch eine Frage zur WP.
Ich bin noch sehr neu und bitte das zu entschuldigen:
ich habe die Sorge, dass wenn es im Winter mal warm wird, die WP nicht weiter runter modulieren kann und dann taktet.
ist es sinnvoll, wenn man einen Pufferspeicher für Heizwasser installiert, damit die WP nicht taktet.
der Pufferspeicher könnte ungefähr 500 Liter haben…
vielen Dank!!!
Puffer ist immer gut.
Bei "Neubau" und/oder FBH wird in der Regel ein Reihenpuffer verwendet.
Bei Altbauten ohne FBH präferiere zu mindestens ich einen Parallelpuffer.
Danke!
wir haben einen Altbau, BJ 1983 mit Radiatoren. Es wird die WP 252 A13 verbaut.
wie groß sollte der Puffer sein?
Viel hilft viel....
Sicherlich ist hier jemand anderer Meinung, aber ich bin für Parallel und dann mit der "normalen" Grundfos die auch jetzt an deiner Heizung ist, den Heizkreis fahren.
Als Grund gegen Parallel wird immer der Wirkungsgrad angegeben, aber niemand kann ihn beziffern...
Noch ein paar Radiatoren auf Typ33 upgraden und fertig, dann läuft die Choose.
Das gibt dann keine Diskussionen mit Überströmer und Liter/H Volumenstrom.
Keep it simpel !
neue Radiatoren werden eingebaut. Das bedeutet, dass ich lieber einen 500 -800 Liter Speicher nehmen soll?
Viel hilft viel. Gerade wenn du Takten in einem warmen Winter befürchtest.
Aber mit einem 500er bist du safe. Ein 800er der dann noch die Tür passen muss, eher nicht....
Ich dachte, dass die A252 Modelle dafür gedacht und gebaut sind, ohne separaten Heizungspuffer zu arbeiten.
Ich habe zwei Anlagen, beide ohne Puffer, Baujahr 1966, A10, Heizkörper erweitert, Vorlauf 45 Grad bei Normaussentemperatur
Baujahr 1999, A06, Heizkörper erweitert, VL 35 Grad bei Normaussentemperatur.
Beide sind letzten Winter und auch in der Übergangszeit problemlos gelaufen.
Lass den Puffer weg und lege Wert auf eine gute Heizlastberechung oder noch besser eine gemessene Heizlast, so dass die WP der Heizlast angepasst ist.
Zitat:
Ich habe zwei Anlagen, beide ohne Puffer, Baujahr 1966, A10, Heizkörper erweitert, Vorlauf 45 Grad bei Normaussentemperatur
Baujahr 1999, A06, Heizkörper erweitert, VL 35 Grad bei Normaussentemperatur.
1: Wie bekommst du den Volumenstrom hin wenn außerhalb des Winters nur ein bis zwei Badheizkörper geöffnet sind ?
(Vermutlich mit Überströmer?)
2: Taktverhalten in dem Fall ?
Hallo, wir haben ebenfalls die A13 verbaut, allerdings mit zwei Heizkreisen.
Das ist schon ein mächtiges Gerät für unsere rund 150 m² Wohnfläche.
Der Dachboden ist gedämmt und nur ca. 60 m² sind mit Fußbodenheizung ausgestattet – die wirkt allerdings wie ein Pufferspeicher.
In den übrigen Räumen sind sechs große Typ-33-Heizkörper installiert.
Die A13 ist für unser Haus vollkommen überdimensioniert. Der Heizungsbauer dachte sich eines Tages könnte es vielleicht -20° geben ;-).
Bei 0 °C Außentemperatur läuft die WP an ihrer unteren Modulationsgrenze. Rückblickend wäre eine 8-kW-Wärmepumpe vollkommen ausreichend gewesen.
Aber wir kommen trotzdem gut klar, denn in der Übergangszeit läuft die WP meist nur tagsüber (überwiegend mit PV-Strom) . Ein Pufferspeicher ist nicht nötig.
Was ich an Ihrer Stelle überlegen würde:
Reicht für Ihr Haus nicht vielleicht auch eine kleinere Wärmepumpe? Gibt es eventuell einen Kamin als Zusatzheizung für die "3 Tage" im Jahr. Ich meine – wie oft haben wir in den letzten Jahren wirklich Temperaturen unter –5 °C? Und wenn es mal so weit kommt: Der Heizstab kann ruhig für ein paar Stunden im Jahr mithelfen, das ist kein Beinbruch.
Ich würde bei der Installation allerdings die Voraussetzungen schaffen, später einen Reihenpuffer nachzurüsten.
Das lässt sich mit zwei Abgängen und drei Kugelhähnen im Rücklauf problemlos ermöglichen.
Wenn Geld allerdings keine große Rolle spielt und zeitweise nur wenige Heizkörper laufen, dann macht ein Pufferspeicher sicherlich Sinn.
Bei der Größe der WP bin ich bei dir. Es werden seitens der HB grundsätzlich zu große WP angeboten.Die rechnen a: mit ihrer Marge und b: mit unrealistischen Worst Case Minus Temperaturen.
Ob sich die WP nach 6 Jahren zu Tode getaktet hat ist doch nicht deren Sorge. WP defekt, so what, Anschlussgeschäft winkt....
Sobald ein Kaminofen vh. ist kann man die angebotene WP Leistung schon mal erheblich reduzieren.
Meine 8Kw WP plus die Abwärme von 5Kw vom BHKW schaffen locker unsere 250m2 Altbau (Aber alles Dreifach verglast) mit 3 Familien bis runter auf -10 Grad incl. Brauchwasser.
(Wenns denn mal so kalt werden sollte. Letztes Jahr ein Peak von -8 Grad an 3 Tagen, die Wetter-Statistik geht von antiquaren -12 Grad aus und die liegen den meisten WP Berechnungen zu Grunde. )
@Küstenpumpe zu 1.: Das Bad wird (leider) nicht wärmer als das Wohnzimmer. Ich habe einen Heizkreis, mit vielen Heizkörpern und 20m2 Fussbodenheizung in den Bädern und in der Küche. Die Heizkurve habe ich so eingestellt, dass im Wohnzimmer und in allen anderen Räumen, inkl. Bad, 21 Grad herrscht (Neigung 0,5, Niveau -1). Es sind immer alle Ventile voll auf, also auch in der Übergangszeit. Uns genügt 21 Grad im Bad. Bleibt uns auch nichts anderes übrig, weil die Heizfläche im Bad nicht größer ist. Sonst müsste ich die Heizkurve für das ganze Haus hochstellen und alle Heizkörper eindrosseln.
Volumenstrom habe ich so um die 1.100 l/h im Betrieb, beim Abtauen 1.200 l/h.
Das Reinigen des Außensiebs hat viel gebracht, kann ich nur empfehlen!
zu 2.: Taktverhalten ist okay. Von November bis Ende Februar ist der Kompressor mehr oder weniger durchgelaufen. In der Übergangszeit dann ein paar mal pro Tag, aber immer mindestens 45 Minuten gelaufen oder mindestens 45 Minuten Pause bis der Kompressor wieder angelaufen ist.
Ich habe die Anlage im September 2024 in Betrieb genommen, also fast ein Jahr.
Folgende Daten sehe ich in ViGuide:
Betriebsstunden Verdichter: 4931 h
Anzahl Verdichterstarts: 572
Durchschnittl. mittlere Laufzeit: 8 h 37 min. ( nicht überraschend, da er von November bis Februar durchgelaufen ist)
Bei 21 Grad im Bad wäre ich längst geschieden. Wolltest du das Bad höher fahren wollen (mehr Vorlauf) musst du andere Heizkörper abdrehen und bekommst ein Problem mit dem Volumenstrom.
Bei einer Anlage mit Heizkörpern gelangt man so in eine Sackgasse. Alles warm, nichts warm oder im Bad nur 21 Grad. Schimmel hurra....
Alle Ventile auf, wie du schreibst, geht bspw. auch nicht wenn ein Kaminofen an ist und du nur das Bad mit WP erwärmen willst. Dann bekommst du keinen nötigen Volumenstrom zusammen.
Das ist die Crux bei Reihenpuffer oder ohne Puffer. Etwas hilflose Lösung wäre ein Überströmer.
Ich bleibe dabei, eine reine Oldscool Heizung rein mit Heizkörpern und wahrscheinlich noch langen dünnen Rohren, muss man mit Parallelpuffer fahren wenn man sich den "Luxus" erlauben will, problemlos 1-2 Zimmer zu erwärmen.
Damit beim hydraulischen Abgleich nicht alle anderen Heizkörper gedrosselt werden müssen wegen eines einzigen Heizkörpers, habe ich den in der Kellerdusche – wo nur Putz und Fliesen auf ungedämmten Betonwänden sind – bewusst überdimensioniert. Bei uns sind die Thermostate idealerweise fast immer voll aufgedreht (außer im Schlafzimmer).
Klar, ein Puffer ist ein Gewinn, wenn nur Heizkörper vorhanden sind – und erst recht, wenn die Wärmepumpe wie in den meisten Fällen zu groß ist. Aber zu welchen Kosten?
Sparen tut man an der Dimensionierung der WP. Wenn man hier 2500 einsparen kann weil der HB einem erzählt im Himmel wäre Jahrmarkt und das Maximum verkaufen will, dann ist auch für 1000 Euro ein Puffer drin.
Ich puffere mit 2x 300 Litern, (1x Heizung und 1x Brauchwasserschichtenspeicher).
Zwei Bäder (Handtuchhalter) werden im Sommerbetrieb klassisch mit einer normalen Hocheffizienz Grundfos versorgt, sonstige Heizkörper aktuell natürlich komplett Off.
Runde 50 Grad im System für Heizen und WW, mit großer 7K Hysterese. Diese wirkt sich aber weniger auf das WW aus, das pendelt zwischen 48 und 50 Grad und wird aus dem Heizungsspeicher geladen.
Wie ich mit 2 Handtuchhaltern runde 1000l/h Volumen hin bekommen soll, die meine WP verlangt, das soll mir mal jemand erklären. (Ohne beknackten Überströmer ! Ohne Takten ! )
Kein unnötiges Takten. It works. Effizienz ? Mir egal ob ich damit 2% schlechter liege als mit sonst einer Hydraulik. "Form follows Function" 😎
It works - WARME Bäder immer mit Wunschtemperatur mit banalen Thermostaten ausgeregelt, trockene und warme Handtücher und nur das zählt.
Hallo @KP8812 , wenn Sie Angst haben, dass die WP nicht runtermodulieren kann, ist die wichtigste Frage:
Passt die Leistung meiner WP zu meiner Heizlast? Die richtig dimensionierte WP ist das wichtigste, was geklärt werden muss. Dazu muss man die Heizlast kennen. Ein Puffer ist dann nachrangig.
Prof. Schenk hat einen Planungsleitfaden:
https://www.youtube.com/watch?v=4zAttQNeL5w
Folien dazu: https://aktionskreis-energie.de/events/waermepumpen-grundlagen/
Gezielte Fragen zur Puffergröße:
https://www.energie-experten.org/news/vdi-whitepaper-waermepumpen-speicher-tendenziell-zu-gross
https://www.vdi-wissensforum.de/white-paper/thermische-speicher-in-waermepumpensystemen/
Dort wird der Einfluss des Speichers wissenschaftlich analysiert auf seinen Einfluss auf COP und Taktung.
Da Sie Radiatoren mit viel Wasser haben, könnte https://www.energie-experten.org/news/waermepumpe-ohne-pufferspeicher-experte-verraet-trick auch interessant sein: Wenn man genügend Wasser im "System" hat, braucht man keinen extra Puffer.
mal zur Leistung der WP:
wir haben 230 qm Wohnfläche, mittelgut gedämmtes Haus, 14 Heizkörper, ca. 70 qm Fußbodenheizung.
Wir hatten uns mehrere Angebote eingeholt. Alle Anbieter dimensionierten die WP auf 10 kW. Grund: da wir eine KfW-Förderung beantragt haben, müsse die Leistung nach bestimmten Parametern errechnet werden, sonst keine Förderung.
Daß wir nur 4 der 14 Heizkörper im Winter benutzen ist dabei egal. Es könnten ja statt uns Zweien auch 5 Personen im Haus leben. Wir haben noch keinen Winter mit WP gehabt, ich bin mal gespannt.