Hallo x4N70! Die PV-Analage ist grundsätzlich ein guter Ansatz, aber vom hydraulisch und thermisch trennenden Speicher mit Mischer bin ich nicht überzeugt. Der Ansatz erzeugt eine generelle Ineffizienz im System (Heizen wie Kühlen), die mit einem dauerhaften Betrieb mit Übertemperatur verbunden ist was den COP senkt. Ist das so? Ich bin davon ausgegangen, dass der Mischer mischen KANN, aber nicht MUSS. Sprich, solange ich weiterhin z.B. im Winter meine Heizkurve so lasse wie sie ist, wird nicht gemischt, nur wenn ich im Winter über bzw. im Sommer unter eine bestimmte Schwelle komme wird Bypasswasser aus dem Rücklauf zugemischt. Oder habe ich das Prinzip damit nicht verstanden? Wenn der Puffer ohne Mischer gefahren wird bleibt immer noch die zusätzliche Leistung der HK-Pumpe und der Speicherverluste die eine zusätzliche Ineffizienz erzeugen. Aber selbst dann reden hier nur über einen optimalen Betriebsfall, der bei Hydraulisch optimaler Einstellung der beiden Kreise erreicht wird und so im Standard kaum existiert. Wenn man aber einen entsprechend optimalen Betriebsfall anstrebt und erreicht, Spricht viel dafür gleich die Kosten für die Installation und den zusätzlichen Betriebsaufwand zu sparen. Der effizienteste Betrieb einer WP mit FBH ist es immer die Wärme/Kälte möglichst direkt, gleichmäßig und synchron nach Bedarf von der WP in die FBH aller betroffenen Räume zu übertragen. Je gleichmäßiger und synchroner die Übertragung erfolgt, desto länger werden die Takte und die Pausen. Verstanden, aber genau das ist ja mein Problem. Gleichmäßig und synchron ist schwierig, weil mir die Vorlauftemperatur entweder nach unten wegläuft oder nach oben das Kühlen ineffektiv wird. Hast du denn dafür eine Idee / einen Ansatz? Ja, das Problem sehe ich auch. Ähnlich wie beim Heizen muss die WP auch auf den Kühlfall ausgelegt sein. Einfach die WP für Heizung auch zum Kühlen zu verwenden funktioniert eigentlich nicht - vor wenn man die Kühlung nur über FBH durchführen will. Beim Kühlen ist die Leistungsaufnahme des FBH auf etwa die Hälfte der Heizleitung beschränkt. Gleichzeitig ist auch die aktive Kühlfläche um 20-40% kleiner als beim Heizen. Die LW-WP liegt aber in der minimalen Kühlleistung zwischen 25-30°C nur 20-30% unter dem Level der Nenn-Heizleistung. Als Ergebnis hat die LW-WP meist eine etwa 50% zu hohe minimale Kühlleistung für die FBH und die VLT unterschreitet zu schnell den Taupunkt. Eigentlich ein Planungsfehler, da der HB zusätzliche Möglichkeiten zur Abnahme der Kühlleistung wie eine BKA oder Deckenkühlung hätte vorschlagen müssen. Hysterese (nicht für Kühlfunktion/Zirku ein/aus, sondern Start/Ende Kompressorphase) zu verkleinern scheint nicht möglich zu sein? Also dass Zielvorlauftemp. für Kühlen bei 19 °C ist, aber schon bei 21°C statt bei 23°C nachgekühlt wird? Ja, die Durchschnittliche VLT muss beim Kühlen wie bei Heizen eigentlich auf einen engeren Schwankungsbereich eingestellt werden um den Wechsel von unterkühlen und Überhitzen zu vermeiden. 4K ist dafür einfach zu viel. 2K funktioniert mit RL-Steuerung wenn die WP richtig hydraulisch auf die FBH abgestimmt und abgeglichen ist, wobei aber auch die meisten ERRs offen sein müssen (>70%), d.h. all offenen Kreise müssen den Mindestvolumenstrom der WP sicherstellen. Ich gestehe, ich bin mir nicht ganz sicher, welche Sensoren du in dem Graph erfasst und wo diese sitzen. Ungewöhnlich für die Aufzeichnung von Sensoren in der WP sind z.B. die Konstanz der VLT über lange Zeiten, die sich ändernde Differenz von VLT und RLT in Zeiten ohne Verdichter und, das die RLT nach der WW-Erzeugung nur langsam von dem hohen Niveau sinkt. Meine Sole-WP würde die Differenz des VL/RL durch eine kurzen Pumpen-Nachlauf z.B. direkt im HK verschmieren, so dass VLT und RLT nahezu identisch sind. Auch scheinen mir die Begriffe VLT und RLT hier vertauscht. Die Aussage war in die Richtung, dass IM Boden selbst ja nichts kondensiert und die Abgabe der Wärme/Kälte Vorlauf/Rücklauf-Mittel sein sollte, da die Rohre wie gesagt so positioniert sind, dass am Eingang des Raumes wärmstes und kältestes Rohteil nebeneinander liegen, weiter im Raum 1/3 der Strecke Zulauf und 2/3 der Strecke Rücklauf nebeneinander usw., so dass sich an jeder Stelle das Mittel ergeben sollte. Die Annahme geht davon aus, dass die FB-Oberfläche nur eine geringe Diffusion der Feuchtigkeit in den Boden erlaubt. Diese Annahme ist aber nur für wenige Oberflächen wie Vinyl, PVC, Keramik und Stein überhaupt richtig und hängt dann noch von der Verarbeitung ab. Selbst bei gefliesten Dusche müssen zusätzliche Maßnahmen zur Abdichtung ergriffen werden, um die Bausubstanz vor Nässe zu schützen. Vor allem Holz und Teppichfußböden sind aber deutlich offen für Diffusion von Feuchtigkeit. Daher würde ich solch vereinfachenden Annahmen nicht machen. Selbst bei Fliesenbelag würde ich daher auf Rohroberfläche und nicht auf Fußbodenoberfläche Berechnen, da es immer Schwachstellen gibt, die genügend Diffusionsoffen sind. Türkis ist die Temperatur im Warmwasserspeicher, man sieht z.B klar, wenn die WW-Zirku an ist, da sinkt die Temperatur deutlich schneller wieder ab. Blau ist Vorlauf. Lila ist Rücklauf. Hier sieht man eben, dass der Rücklauf immer bei WW-Erwärmung nach oben schnellt und dann über viele Stunden langsam wieder auf den von mir erwarteten Wert (im Verhältnis zum Vorlauf) absinkt. Dafür habe ich eben keine Erklärung. Unter den Umständen sind die VLT und RLT bedingt ungewöhnlich. Meine WP schaltet am Ende der WW-Bereitung das 3-Wege-Ventil für die Speicher-Beladung zurück auf den HK und führt die Restwärme durch einen Pumpennachlauf ab. Meinem Verständnis nach sollten jede WP zum Schutz so funktionieren. Ob man bei einem hydraulisch trennenden Heiz-/Kühlpuffer darauf verzichten kann bin ich mir unsicher. Ich Verstehe aber jetzt, dass du deine WP mit der Einstellung für einem hydraulisch trennenden Speicher betreibst. Die WP schaltet daher die Sekundärpumpe ohne Verdichter ab, da ja die Mischerpumpe den Rest übernimmt. Damit sind die VLT/RLT-Werte deiner WP aber auch ohne Verdichter nicht weiter relevant und werden zur Steuerung nicht mehr verwendet. Die Steuerung dew WP-HK erfolgt jetzt nur noch über die Speichertemperatur. Deine HK-Mischer-Sets ist für den Betrieb entsprechend Heiz-/Kühlkennlinie verantwortlich. Hast du hierfür eine separate Programmierung oder läuft das Mischer-Set auch über die Steuerung der WP? Hast du für dein HK-Mischer-Set entsprechende VLT/RLT Aufzeichnungen um diese Steuerung zu überprüfen? Gruß Gwyn
... Mehr anzeigen