So ganz passen die Werte nicht zusammen. 1500l Heizöl sind dein langjähriger Durchschnitt ohne Pelletofen? Und in die 11,6kW Heizlastberechnung ist schon die künftige Verbesserung der Dämmung eingerechnet? Das passt nicht zusammen. Deine langjährigen Verbrauchswerte sind normalerweise eine sehr gute Basis, wenn du sonst nichts änderst. Mit einer Gebäudeheizlastberechnung mit der Jahresenergiemenge auf Basis von Vollbenutzungsstunden nach §7.3 DIN/TS 12831-1 bzw. der Schweizer Formel kommst du auf einen sehr realistischen Wert. Wenn die raumweise Heizlastberechnung hier eine signifikante Abweichung bringt, stimmen Werte bzw. Annahmen nicht mit der Realität überein. Erst wenn diese Differenzen geklärt und korrigiert sind, hat es Sinn, die Verbesserungen in der Dämmung einzurechnen, um die künftige Heizlast zu ermitteln. Ansonsten taugt die Heizlastberechnung vielleicht, um die Förderung zu bekommen, aber nicht zur Auslegung der Anlage. Bei der monovalenten Anlagenauslegung musst du auch immer die Normauslegungstemperatur deines Standorts im Auge behalten. Für NAT -13°C brauchst du ggf. schon eine größere Anlage als für NAT -8°C. Die Anlagenklasse Axx soll bei VM etwa der max. Leistung bei A7/W35 entsprechen. Das passt oft, manchmal aber auch gar nicht, z.B bei der A10. Auf jeden Fall muss es nicht der Leistung entsprechen, die sie bei der Auslegungstemperatur liefern kann. Da hilft nur der Blick in die Kennlinien bzw. Tabellen. Trotzdem ist eine moderate Unterdimensionierung in den meisten Fällen sinnvoll, damit der Modulationsbereich besser ausgenutzt wird und die Anlage kaum takten muss. Die wenigen Stunden im Jahr, wo es vielleicht mal knapp wird, hilft der Pelletofen oder eben die Zusatzheizung.
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