Einen Reihenpuffer wird er dir sicher nicht anbieten, weil Viessmann dafür keine Schemen veröffentlicht. Das Thema hatten wir hier schon häufiger. Du kannst natürlich argumentieren, dass das nichts weiter als ein dickes Rohr ist. Aber du solltest in einem Mietobjekt durchaus einen großen (Parallel)-Puffer vorsehen, weil du den Mietern ihr Heizverhalten nur bedingt vorgeben kannst. 50 oder 100l haben ohnehin keine echte Pufferwirkung. Mit 4000W Minimalleistung sind die +/-2K Hysterese in weniger als 10min aufgeheizt oder umgekehrt auch wieder unterschritten. Wenn du sowieso einen Puffer nimmst, sollte der größer sein. Gerade wenn du weiterhin auf eine A16 aus bist. Da die A16 eine gedrosselte A19 ist, kannst du auch diese nehmen und bekommst noch etwas Reserve für die hohen VLT. Wenn du die Reserve nicht brauchst, kannst du die A16 zeitweise im geräuschreduzierten Modus selbst drosseln. Die hydraulische Entkopplung durch einen Parallelpuffer solltest du haben, weil gerade Mieter gern einzelne Heizkörper komplett abdrehen, um Energie zu sparen. Das kann z.B. in der Nacht oder in den Ferien sein. Wenn es sogar mehrere Mietparteien sind, wird es noch unübersichtlicher. Dann bekommst du u.U. doch Probleme mit dem Volumenstrom, zumindest aber entsprechend häufiges Takten. Eine Stichanbindung wirkt nur dann richtig, wenn die Volumenströme abgeglichen sind. Das wirst du bei einer Vermietung aus den o.g. Gründen nur selten haben. Sie schadet allerdings auch nicht. Wie groß soll denn der WW-Speicher sein? Ein großer Puffer sorgt dafür, dass die Aufheizzeit dafür überbrückt werden kann und es keine Klagen gibt. Welche Art von Thermostaten willst du einsetzen? Klassische sind bestimmt aktuell vorhanden. Wenn du diese weiter nutzen willst, müssen die Radiatoren gut hydraulisch abgeglichen werden. Dann kannst du die Mieter evtl. dazu bewegen, diese möglichst geöffnet zu lassen und nicht ständg daran zu drehen. Ansonsten können dir die ViCare Thermostate den hydraulischen Abgleich abnehmen. Es gibt durchaus auch positive Berichte dazu und die Mieterakzeptanz ist u.U. größer, wenn richtige Temperaturwerte dranstehen. Eine Berechnung der Heizlast solltest du in jedem Fall noch machen. Der Vorschlag mit Heizreport ist ein guter Ansatz. Wenn bei verschiedenen Abschätzungen vergleichbare Werte rauskommen, ist das belastbar. Das Bauchgefühl des HB mit +/-5% in allen Ehren, aber ganz so einfach ist es nicht. Meine Abschätzung aufgrund der historischen 1200l/a waren auch nur ein Ansatz, den du mit den dir bekannten Werten untersetzen musst. Vielleicht wurden große Bereiche auch gar nicht beheizt, so dass eine noch geringere Mitteltemperatur anzusetzen wäre. Aber auf einen Faktor 2 solltest du nicht kommen, wenn alle Bereiche bewohnt und beheizt waren.
... Mehr anzeigen