Es gibt m.E. leider keine rechtsichere Grenze für das Takten, auf die man sich hinsichtlich der Einhaltung der Regeln der Technik berufen kann, es sei denn, man hat es irgendwie selbst in den Vertrag bekommen. Wann das Takten einsetzt und wie häufig es ist, hängt ja selbst bei optimalem Betrieb von der Anlagengestaltung und -dimensionierung ab. Keine Anlage trifft die Heizlast optimal und diese ist von Saison zu Saison verschieden. Oftmals muss man zwischen zwei Anlagengrößen wählen. Die eine deckt die Heizlast besser ab, taktet dann aber eher, die andere braucht dagegen öfter den Zusatzheizer. Nur Heizkörper mit wenig Wasservolumen und ohne Puffer ist deutlich kritischer als eine 600l-Pufferanlage an einer FBH mit großem Eigenvolumen und zusätzlichem Estrichpuffer. Bei gleicher Gebäudeheizlast und entsprechend gleicher Anlage liegt in Gegenden mit sehr niedriger NAT die Takteinsatztemperatur wegen der größeren Temperaturabdeckung niedriger als im Weinbaugebiet. Dadurch gibt es praktisch ein großes Spektrum im Taktverhalten, was über einen weiten Bereich auch unkritisch ist. Deshalb ist ein direkter Vergleich auch nur unter wirklich vergleichbaren Situationen sinnvoll möglich und es dürfte schwer sein, hier etwas zu erstreiten. Für den Kompressor der A10/13 werden z.B. maximal 6 Starts pro Stunde ausgewiesen, ohne dass der Einfluss auf die Lebensdauer beziffert wird. Darauf könnte sich ein HB im Streitfall ganz sicher berufen und würde Recht bekommen. Diese 6 Starts pro Stunde werden durch die WP schon aufgrund der minimalen Pausenzeit eingehalten. Wegen nicht erreichter Temperaturen im Haus lässt sich dagen viel eher reklamieren. Das wird sofort als Mangel anerkannt Anders sieht es dann schon wieder hinsichtlich der Effizienz aus. Solange das Haus warm wird, ist für viele HBs alles in Ordnung. Mit der JAZ-Grenze von 3 für die Förderung hat man zwar einen Anhaltspunkt, aber zufriedenstellend wäre das am Ende auch nicht. Von einem Optimum und einer guten Investition ist man da weit entfernt. Außerdem bleibt dabei der Teil hinter der WP außen vor. Deshalb ist es leider so, dass oft bevorzugt eine größere Anlage mit üppigem Puffer angeboten wird. Koste es, was es wolle, an Geld und auch an Energie. Beides bezahlt der Kunde und man muss weit weniger nachrechnen für eine gute Dimensionierung. Trotzdem werden hier inzwischen auch vermehrt eher zu kleine Anlagen gemeldet, wo der Zusatzheizer intensiv mithelfen muss. (Liegt das evtl. am Förderdeckel?) Offenbar funktioniert das aber nicht optimal, weshalb die Solltemperatur trotzdem nicht erreicht wird.
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