Hallo, ich denke Du hast eine komplett falsche Vorstellung, wie grundsätzlich ein Heizsystem - "funktioniert". zb. hat ein Haus keine "Heizlast" in dem Sinne, wie ich vermute wie Du dir das möglicherweise vorstellst. Der Wert "Heizlast" ist eine mittels verschiedene Parameter/Einflüsse für das individuelle Haus zu ermittelnder Wert. Dieser Wert kann von einem Heizungsbauer mittels einem bestimmten vorgehen zb. Berechnungsmethode bei einem Neubau (für jenen Raum einzeln) vorausberechnet werden, (zur Auslegung der einzubauenden FBH bzw. der Radiatoren. Oder bei einem Bestandsbau - wenn zb. Jährliche Gasverbräuche vorliegen, man das bestehende Heizsystem kennt, kann die Heizlast zb. über die Schweizer Formel errechnet werden. Die Tatsächlich aktuell in jedem Moment benötigte Energie ist völlig Dynamisch abhängig von der Außentemperatur, und der aktuell eingestellten Solltemperatur, des Energieeintrages, zb. der Sonnenstrahlung, der im Haus sich aktuell befindlichen Personen. ( Ja die "heizen" auch =;-) )..... Um diese Dynamischen - sich ständig verändernden Parameter so gut wie möglich in den Griff zu bekommen, dazu wird, unter anderem die Heizkurve verwendet. Mittels der Heizkurve wird z.b. festgelegt, bei welcher Außentemperatur, die Wärmepumpe welche Temperatur im Vorlauf erzeugen muss. Das hat erstmal noch überhaupt nichts mit der Fördermenge des Wassers durch die Leizungen zu tun. Die VL Temperatur liefert primär die Energie ins Heizsystem und nicht die Fördermenge. Mit der Fördermengenge wird etwas anderes eingestellt, und zwar die muss so "niedrig" sein, dass das Heizwasser genügend "Zeit" hat, zb. an den Fußboden , oder das Wasser im Speicher abgegeben werden kann. Wenn die Fördermenge zu hoch eingestellt wird, hat das Wasser nicht mehr die Zeit, das es seiner Energie an seine Umgebung abgeben kann, und kommt über den Rücklauf ungenutzt zurück zur WP. Diese Temperaturdifferenz zwischen VL und RL ist die Spreizung, und ein Maß dafür wieviel der über den VL zugeführten Energie an das angeschlossene Medium ( Wasser , Estrich etc. ) übertragen wird. Ist der Volumenstrom zu hoch, ist die Energieübertragung zu gering, die RL Temperatur nähert sich der VL-Temperatur an, die Spreizung wird zu klein. Das Ergebnis : die Heizung arbeitet nicht wirtschaftlich, da die zugeführte Energie nicht mehr optimal an die Umgebung abgegeben werden kann. Zugeführte Energie ist nicht mehr mit der abgegebenen Energie im Gleichgewicht. Ist der Volumenstrom zu gering, ist die Energieübertragung in der WP zu gering, die WP kann ihre gelieferte Energie (Wärme) nicht mehr an das Wasser abgeben, die WP würde überhitzen, der Druck im Kältekreislauf würde zu hoch werden. Deswegen ist in der WP eine Strömungsüberwachung eingebaut, um bei einem zu geringen Volumenstrom sich selber zu schützen. Somit kann bzw. darf sich der Volumenstrom nur in einem bestimmten "Fenster" bewegen, damit die WP ihre Energie optimal ans Wasser abgibt (und somit nicht beschädigt wird), und gleichzeitig die Energie vom Wasser zb. an den Estrich optimal abgeben kann. zu diesem Zweck kann innerhalb der WP-Regelung eine entsprechende Individuelle Parametrisierung vom HB / VM-Techniker bei der Inbetriebnahme vorgenommen werden, da diese aufgrund der jeweils vorhandenen Hydraulik (FBH oder Radiatoren, sind diese Parallel oder in Serie geschalten Leitungslängen, Leitungsquerschnitte, u.s.w.) anders sein kann. Einmal ist eine fixe Drehzahl besser, ein anderes mal ist eine Dynamische Drehzahl bezogen auf die Spreizung sinnvoller, u.s.w.) Solche Einstellungsänderungen sind aber nicht "ohne", und sollten unbedingt mit dem HB abgesprochen werden - hier kanns sonnst zu echten Problemen kommen, wenn hier Einstellungen gewählt werden, die nicht zum Heizsystem passen....... Die Einstellungen an der Umwälzpumpe ist wieder etwas komplett anderes: An der Umwälzpumpe wird die Pumpenkennlinie ( Verhalten der Pumpe, wie zb. welcher Druck (Pumpenleistung) bei welcher Fördermenge benötigt wird) eingestellt, und die ist wieder davon abhängig wie Dein Heizkreislauf aufgebaut ist. Eine FBH hat zb. eine andere Pumpenkennlinie als eine Heizung mit Radiatoren. Diese Einstellungen an der Umwälzpumpe werden normalerweise auch vom HB bei der Inbetriebnahme vorgenommen, denn dieser hat ja auch die Heizung ausgelegt, und weiß somit wo der Betriebspunkt der Umwälzpumpe letztendlich liegen sollte. lg Guennie
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