Hallo, 1) die Sache mit der Heizkurve funktioniert komplett anders, und hat nichts mit der Solltemperatur am Raumthermostat zu tun Mit der Heizkurve wird definiert, bei welcher Außentemperatur welche Vorlauftemperatur im Heizungskreis vorhanden sein soll. zb. bei Niveau 0 das bei +10 Grad AT im Vorlauf der Heizung eine Temperatur von 29 Grad vorhanden sein soll. Stellst Du das Niveau zb. auf -3 bedeutet dies, das bei den gleichen +10 Grad AT die Vorlauftemperatur 26 Grad haben soll. Welche Raumtemperatur sich dabei jeweils dabei einstellt, ist abhängig davon, wie gut das Haus gedämmt ist. Wie man eine Heizkurve richtig einstellt (Niveau und Neigung) dazu gibt es jede Menge Dokus/Videos im Netz, gerne kann ich auch eine entsprechende Doku hier mal hochladen. 2) Ein Heizsystem kann nur mit gemessenen, Werten, jedoch nicht mit „Gefühlten Werten“ geregelt werden. Die gleiche gemessene Temperatur, kann sich einmal zu kalt anfühlen, das nächste mal passt es, und ein anderes mal fühlt sich die gleiche Temperatur zu warm an. Das ist vollkommen subjektiv abhängig von der aktuellen Situation. und kann echt unterschiedlich sein: 21 Grad Lufttemperatur im Raum fühlt sich zb. anders an, wenn es draußen schönes Wetter hat, als wenn es draußen Regnet und nebelig ist, oder wenn der Fußboden kalt oder warm ist. Ist somit ein reines subjektives persönliches Erleben. Kann sogar so weit gehen, das zwei Personen im gleichen Moment im gleichen Raum die aktuelle Temperatur unterschiedlich empfinden…… 3) Verdichterstarts Das Problem der Taktung bei wärmeren AT ist ein bekanntes Verhalten/Problem bei den WP, hat was mit dem Arbeitsprinzip / Aufbau der Hydraulik mittels WP Heizung zu tun und ist (obwohl es softwaretechnisch möglich währe) aktuell mit Boardmitteln leider nicht zu eliminieren. Deshalb habe ich mir eine entsprechende WP Regelung selber programmiert, und dazwischen geschalten, um unter anderem diesen Effekt zu unterbinden. Das Problem ist, das der Verdichter bei zu warmen AT in der Übergangszeit, zu viel Wärmeleistung auf der bereits kleinsten Inverterstufe liefert. Dieses Zuviel an Leistung kann bei höheren AT der Estrich in so kurzer Zeit nicht aufnehmen, deshalb steigt die Temperatur im Heizkreis sehr rasch an, und die WP muss wieder abschalten. Jetzt sinkt die Temperatur im Heizkreis aber auch relativ rasch wieder ab, und die WP startet wieder u.s.w. sozusagen ein „Teufelskreis“…….Der Energieüberschuss ist nun mal vorhanden, und das kannst auch mit einer veränderten Sekundärpumpenleistung nicht ausgleichen, . Ich „umgehe“ dieses Problem, indem ich nach einer fertigen Beladung des Estrich die WP so lange sperre, bis die Raumtemperatur um 0,2 Grad nach dem letzten Beladungsende abgesunken ist. Das absinken der Raumtemperatur ist ein Indiz dafür, das der Estrich keine Energie mehr liefert. Wenn ich erst jetzt die WP wieder Starten lasse, muss die WP den komplett „kalten“ Estrich nachladen, und das dauert entsprechend länger……die Takte un der Energieverbrauch werden in Summe merkbar weniger….( bei mir aktuell 1 Takt alle 2-3 Tage - Energieersparnis ca. 50%) kann sogar soweit gehen, dass die WP überhaupt nicht startet, wenn die Sonne am Morgen den Temperaturabfall der Nacht komplett ausgleicht…… lg Guennie
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