Hallo, eine Mindestverdichterleistung wird benötigt, um sicher zu verhindern, das der Ölfilm der den Verdichter “schmiert” auf keinem Fall sozusagen “zusammenbricht”…….das kleinste Problem kann erhöhten Verschleiß bedeuten, das größtmögliche Problem dabei könnte ein Schaden am Verdichter sein…… Wie hoch diese Mindestleistung sein muss, ist Verdichterabhängig, vom Werk aus vorgegeben, und daran würde ich somit nicht „Schrauben“…….meine 200-A fährt zb. nicht unter eine Mindestleistung von 27%. Richtig erkannt ist, das die Ursache des Taktens in der Übergangszeit daher kommt, weil der Verdichter auf der kleinsten Stufe mehr Energie liefert, als das Haus benötigt. Sobald das Haus - einfach gesagt - keine weitere Energie mehr aufnehmen kann, muss der Verdichter, um nicht zu überhitzen zwangsläufig abschalten, und wird erst wieder starten, wenn das Haus wieder genügend Energie aufnehmen kann….. Geregelt wird das Ganze zb. über einen Temperatursensor, in einem Heizungspuffer. Bei einer Fußbodenheizung hat man es relativ einfach, da man hier den Fußboden als sehr großen Heizungspuffer verwenden kann, der einen Energieüberschuss in der Übergangszeit zu einem großen Teil zwischenlagern und abgeben kann……zb. hat eine 65qm FBH das Energiespeichervolumen von einem ca. 3000L Heizungspuffer…….das Takten kann auf diese Weise sehr stark reduziert werden. Jetzt kommt es also darauf an, was bei Dir von der Hydraulik her schon alles vorhanden ist, was man nutzen kann. Somit müsstest Du bitte Deine Anlage etwas beschreiben, um ein Bild davon zu bekommen, wie das Ganze bei Dir aktuell so aufgebaut ist, denn bei Radiatoren hast das Problem, dass hier der große Energiespeicher für eine Zwischenlagerung des WP Energieüberschuss in der Übergangszeit möglicherweise fehlt. Des Weiteren währe interessant zu wissen, welche WP Type bei Dir verbaut ist (Leistung), und welche Heizlast (bzw. Heizenergieverbrauch) Dein Haus hat. Beispiel: Bei vorhanden sein von genügend Platz, ist die Energietechnisch sauberste Lösung, einen entsprechend großen Wasse-Heizungspuffer zb. als Hydraulische Weiche parallel in den Hauptkreis der Heizung zwischenzuschalten, der den Überschuss einlagern, und bei Bedarf an die Radiatoren Heizkreise abgeben kann. Dieser Puffer lässt sich dann zb. über eine entsprechende Parametrisierung so einstellen, das dieser den Energieüberschuss bis zu einer bestimmten Abschalttemperatur einlagern lässt, dann die WP abschaltet, die Heizkreise werden dann über den Puffer so lange versorgt werden, bis ein einstellbarer unterer Temperaturwert im Puffer unterschritten wird. Wird die untere Temperatur unterschritten, wird die Beheizung erneut gestartet, und zwar so, das als erstes die Radiatoren versorgt werden, und ein eventueller Überschuss wieder im Puffer zwischengelagert wird……. ……als aller erstes sollte jedoch: a) ein hydraulischer Abgleich durchgeführt worden sein b) die Heizkurven der Heizkreise richtig eingestellt sein Das Ergebnis daraus sollte dann sein, das möglichst alle Ventile an den Radiatoren immer komplett offen sind, und dabei alle Räume - unabhängig von der Außentemperatur die Solltemperatur haben. Nur jene Räume, wie zb. Schlafzimmer, die eine etwas niedrigere Temperatur benötigen, sollten über die Ventile Temperaturreduziert werden. So fährt dann die Heizung mit der für Deinen Bedarf geringsten Vorlauftemperatur, und…..je geringer die VL Solltemperatur ist, je kleiner ist übrigens dann auch die aktuell benötigte Verdichterleistung. lg Guennie
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