Hallo, genau das habe ich schon geahnt, als ich Die Fotos von Dir gesehen habe, der Energiebedarf fürs WW ist bei Deinem Verbrauchsverhalten viel zu hoch, dafür der Energiebedarf fürs Heizen in einem durchaus sehr guten - durchaus erwartbaren Bereich.......deswegen ist es sehr wichtig, die die Energiebilanzen von WW und Heizen im Auge zu behalten. Bezüglich WW kommen hier bei Dir zwei Themen zusammen: Erstens ist die Zirkulation nicht an Deine Verbrauchsgewohnheiten angepasst, und zweitens hast Du einen Kombispeicher im Einsatz, der ohnehin schon mal eine gewisse Kompromisslösung darstellt. Bei Dir passiert folgendes: Die obere Zone des Speichers (für das WW ) ist zb. auf 52°C geheizt. Durch die untere Zone des Speichers wird das "kältere" VL Wasser zu den Heizkörpern geleitet. Die ober Zone ist von der unteren Zone durch ein Lochblech getrennt. Die Zirkulation schickt Taktweise Energie in die Wände, ohne das eigentlich Bedarf vorhanden ist. Bei dieser Taktung wird auch eine Umwälzpumpe in der Vitotrans gestartet, die Wasser vom Speicher oben, durch einen Wärmetauscher in der Vitotrans geleitet, und fließt unten zurück in den Speicher, und zwar bei dieser Speichertype in die Zone das mit dem Heizungswasser durchströmt wird. Wird WW entnommen, ist das soweit kein Problem, da ja das WW dann seine Energie im Wärmetauscher an das Trinkwasser abgibt, abgekühlt zurück in den Speicher kommt, und dort über den Rücklauf zur WP transportiert wird. Wird jedoch kein WW entnommen, und dennoch regelmäßig getaktet, kann der Wärmetauscher die ganze Energie nicht abgeben, es fließt wärmeres - fürs Trinkwasser ungenutztes Wasser in den unteren Bereich des Speichers, und wird nun in der Heizung verwendet, und das wird in den Energiebilanzen sichtbar. Das hat jetzt die Auswirkung, das Du mit einem Teil der Trinkwasserbeheizung die Radiatoren beheizt. Dieser Anteil ist bei Dir nicht so schlimm, da du durch die Radiatoren ohnehin den unteren Teil des Kombispeichers mit höherer Temperatur fahren musst. Viel krasser würde das Problem sein hättest Du eine Fußbodenheizung, hier würde der unteren Teil des Kombispeichers im Bezug zum Warmwasser sehr kalt betrieben werden, hier würde es soweit kommen, das zuerst das WW mit entsprechender Energie auf 52°C hochheizen würde, und über die Taktung der Zirkulation (und Heizkreismischer) wieder vereinfacht gesagt heruntergekühlt werden, und damit dann die FBH gehen.......wie bereits gesagt, diese Type von Kombispeicher ist eine bauliche Kompromisslösung, dafür ein Energietechnischer absoluter Nonsens....... Ich habe WW als klassischen Schichtspeicher und Heizungsspeicher komplett getrennt aufgebaut, ohne Zirkulation, und ohne Frischwasserstation. (Gibt übrigens auch Hybridspeicher wo beide Zonen von einander komplett baulich Getrennt sind). Ebenfalls 2 Personenhaushalt, wo nur geduscht wird. zum Vergleich, mein wöchentlicher Verbrauch am WW war das letzte Jahr im Schnitt: JAZ: 3,4 Heizenergie WW: 39kWh/Woche Elektrische Energie WW: 11,6kW/Woche Kosten WW: € 3.- / Woche Die grafische Darstellung, und die Parametereinstellung erfolgt auf der Vitocal - in der Codierebene 2 (die ist jedoch Passwortgeschützt). Die Einstellung bezüglich Taktung, Zeiten etc. erfolgt an der Vitotrans. Wenn Du dich selber drüber traust, ist das auch als Endanwender zu schaffen, doch sollte Dein HB, bzw. VM Techniker Zeit haben, kann auch er diese Einstellungen für Dich vornehmen, nicht das Du - sollte etwas bei der Umstellung übersehen werden, plötzlich kein WW mehr aus der Vitotrans geliefert bekommst...... lg Guennie
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