Guten Morgen, Ich habe mir soeben Deine geposteten Daten angesehen.....folgende Situation..... Die eingesetzte WP-Leistung: Damit eine Wärmepumpe im optimalen Leistungsbereich arbeiten kann, sollte diese auf ca. 80% der Heizlast dimensioniert werden. Ist sie kleiner ausgelegt, würde das Haus damit in sehr kalten Tagen nicht warm genug werden, ist sie größer ausgelegt, hast ein Problem bei wärmeren Außentemperaturen, denn hier wird diese Wärmepumpe dann wie blöde Takten, und entsprechend schneller verschleißen, als es eigentlich nötig wäre. Jeder Takt bedeutet für eine WP verschleiß, je mehr Takte, je höher der Verschleiß, je schneller eine Reparatur. In Deinem Fall bei ca. 8,5kW Heizlast, würde eine WP mit ca. 7kW optimal passen. Die gibt es jedoch nicht. Die nächst kleinere würde die .D06 sein. Über die D06 hätte man hier jedoch auch durchaus "diskutieren" können. Diese wäre hier sicher etwas zu klein gewesen, aber da Du ja geschrieben hast, das Du hier eine der drei Wohnungen ohnehin ausschließlich mit einem Kaminofen beheizt, wäre dies hier durchaus auch eine gewisse - wenn auch mit entsprechendem Risiko behaftete "Option" gewesen..... Lässt man das mit dem Kaminofen mal außen vor, hätte der HB mit der D08 schon mal die absolut richtige Wahl getroffen. Warum er hier aber nun eine D13 verbaut hat, müsste man beim HB hinterfragen. Der technische Hintergrund dazu was hier nun dadurch vorhanden ist - eine Gegenüberstellung D13 zur D08: durch die hier eingesetzte D13 kann hier zwar nun bis zu knapp -15°C (Bivalenzpunkt bei ca. -15°C) das komplette Haus alleine mit dem Verdichter der WP versorgen, ohne das die Heizregister der WP zugeschalten werden müssen. Nur.....wann hattest Du das letzte mal für längere Zeit eine AT von -15°C ? Das hat jedoch auf der anderen Seite nun en Nachteil, das die WP bei Temperaturen runter bis 0°C taktet - somit höherer Verschleiß. Hätte man hier die eigentlich angebotene D08 eingesetzt wäre der Bivalenzpunkt bei ca. -7°C gewesen. Wenn man sich die Temperaturen der letzten Jahre ansieht, haben wir mittlerweile nurmehr wenige Tage wo es hier dann länger unter diese -7°C runter geht. Und für diese wenigen Tage sind dann erstens die Heizregister da, und außerdem hättest dann ja für diese Tage noch zusätzlich den Kaminofen. Und zusätzlich hätte diese Auslegung den Vorteil, das die WP bei Temperaturen bereits ab ca. 5°C vom Taktbetrieb in den Modulationsbetreib übergegangen wäre, und somit der Verschleiß (besonders in der Übergangszeit) entsprechend weniger sein würde..... das ist mal das Erste....... der nächste Punkt: im Angebot steht eine A08 verbaut wurde eine D13. Die A ist ein Monoblocksystem, das bedeutet der komplette Kältekreislauf ist im Außenteil der Wärmepumpe, und der Energietransport von Außen nach Innen wird über Wasser durchgeführt. Ist kein Problem wegen Frostschutz etc. , da sich die WP ohnehin ab ca. +3°C AT eigentlich im 24/7 Modulationsbetrieb befinden sollte. Die S ist ein Splittsystem, das bedeutet Kältekreislauf läuft zwischen Außenteil und Innenteil der Wärmepumpe, der Energietransport von Außen nach Innen wird über das Kältemittel durchgeführt. Dies hat folgende Konsequenzen: dadurch das hier eine D13 verbaut wurde, muss wegen der sich in der Anlage entsprechend hohen Kältemittelmenge, diese Anlage einmal jährlich von einem Kältemitteltechniker überprüft werden. (laufende Zusatzkosten) Bei den A Geräten, sowie bis zur D08 ist diese jährliche Überprüfung auf Grund der geringeren Kältemittelmenge nicht vorgeschrieben. der nächste Punkt - der verwendete Speicher: Wenn ich mir hier (ohne aktuell den inneren Aufbau dieses Speichers zu kennen) ansehe, wie dieser hydraulisch angebunden ist, ist hier folgendes zu erkennen. Dieser Speicher ist so integriert, das die WP hier nicht so arbeitet, bzw. nicht arbeiten kann, wie es eigentlich für ein WP System vorgesehen ist. Hier arbeitet die WP so, als wenn diese eine Gastherme sein würde: Speicher "leer" --> WP befüllt mit max. möglicher Leistung den Speicher bis auf - lt. Foto 55°C --> Speicher voll --> WP schaltet ab --> die Heizkreise werden über den Speicher beheizt --> Speicher irgendwann "leer" --> das Ganze von Vorne.....Über die nachgeschalteten FBH Kreise wird das VL Wasser über die Mischer wieder runtergekühlt, da die Temperatur für die FBH viel zu hoch sein würde. Somit hat dieser Aufbau - mit der Grundidee - ein Haus möglichst Effizient über eine WP zu beheizen, absolut nichts gemeinsam. Hier wird mit einer - durch die hohe Temperatur im Speicher 1) sehr schlechten JAZ 2) sehr hohen Belastung der WP das Heizwasser in den Speicher "getrieben". Und mit den Mischern wird das Ganze wieder runtergekühlt..... Hier "fährst" - ungefähr als Vergleich dazu folgendermaßen Auto: Du gibst mit dem einen Fuß ständig "Vollgas", und damit Du nicht zu schnell wirst, stehst mit dem zweiten Fuß mit entsprechendem Druck - laufend auf der Bremse. Das hält auf Dauer - weder ein Auto - noch eine Wärmepumpe aus. Wie eine WP Bertrieben werden sollte, damit diese auch - möglichst lange, und dabei möglichst Energie- und Kosteneffizient betrieben wird, sieht somit komplett anders aus. Falls Du es nicht ohnehin bereits hier im Forum schon wo anders gefunden hast: Um Anlagenbetreiber, die noch wenig bis kein Basiswissen zum Thema Wärmepumpe haben, entsprechende Hilfestellung zu geben, habe ich vor längerem ein Dokument verfasst, wo ich versucht habe, genau jene Themen, die bei "WP-Anfängern" immer wieder auftauchen, auf möglichst einfachem Weg zu erklären, ich denke das wird somit auch Dir weiterhelfen, zu verstehen was hinter der eigentlichen Idee einer Wärmepumpenheizung ist, wie diese eingestellt werden, kann uvm. https://www.viessmann-community.com/viessmann/attachments/viessmann/customers-heatpump-hybrid/63385/... Wenn Du das mal durchstudiert, und verstanden hast, worum es bei einem WP System eigentlich geht, und wie so ein System eigentlich arbeitet, dann bist schon mal um einen sehr großen Schritt weiter…….auch um mit dem HB in entsprechende Diskussion gehen zu können. lg Guennie
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