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WP im Niedrigtarif nutzen

Hallo in die Runde,

wir haben bei unserem Stromanbieter einen HT und NT

NT von 20-5 Uhr und 12-14 Uhr

Wie kann man der WP beibringen das sie in der NT Zeit den Pufferspeicher aufheizt?

 

11 ANTWORTEN 11

Hallo HarryPotter,

 

soll der Puffer denn in der Zeit dazwischen kalt sein? 

 

Viele Grüße
Flo


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Wenn man den Puffer auf zB 70 Grad aufheizt sollte er doch einige Stunden damit auskommen oder ist das ein völlig falscher Gedanke?

Ich hatte mit unserer neuen Vitocal 250-A denselben Gedanken, bin aber nach ein paar Versuchen beinahe wieder davon weg. Wollte mit einem Tarif wie "Octopus Heat" in den beiden sehr günstigen Tarifzonen ordentlich Temperatur in den Pufferspeicher bringen, um dann eine Weile "davon Leben" zu können. 

 

Ich hatte mittels einer Zeitschaltuhr im Zählerschrank dafür gesorgt, dass das genau so passiert: Die WP lief jeweils 4 Stunden in der Nacht und 4 Stunden am Nachmittag im "bevorzugten Betrieb", hat also den Puuferspeicher 10° höher erwärmt, als der aktuelle Sollwert laut Heizkurve es vorgegeben hätte. Das hat so weit geklappt, bei mäßigen Außentemperaturen um die 10 °C hat der so aufgeladene Puffer ausgereicht, um die WP anschließend 2 bis 3 Stunden ausgeschaltet zu lassen.

Beispiel 12.11.2025 mit Zeitschaltungen (2-6 und 12-16 Uhr), Temperaturen max/min 15/10 °C:

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In einer Phase mit Außentemperaturen um 0 °C herum lief es nicht mehr so doll: zum einen erfordert unser Haus aus den 1960ern dann bereits rund 40 °C Vorlauf, so dass die 10 K Hysterese im "bevorzugten Betrieb" der WP schon einiges abverlangen und die Effizienz in dem Betriebszustand merklich verschlechtern. Zum anderen reichte der Puffer dann nur noch für maximal 1,5 h und im Anschluss hat die deutlich ausgekühlte Außeneinheit erstmal ordentlich Stoff gegeben, um den "Rückstand" im wieder aufzuholen. Das Ergebnis ist eine wenig ausgeglichene Leistungskurve und nach meiner persönlichen Einschätzung ist der Einspareffekt aus der Niedertarifzeit das nicht wert.

 

Beispiel 18.11.2025 mit Zeitschaltungen (2-6 und 12-16 Uhr), Temperaturen max/min 5/-2 °C, Tagesarbeitszahl 3,5:

 

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Im Vergleich dazu mal der 20.11.2025 ohne die Zeitschaltungen,  Temperaturen max/min 4/-4 °C, Tagesarbeitszahl 3,4:

 

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Mein Fazit aus dem Versuch: in der Übergangszeit ist das evtl. eine sehr gute Strategie um von günstigen Tarifen zu profitieren, aber auch weil mögliches Takten der Anlage reduziert werden kann - die WP läuft lange am Stück und bleibt dann lange aus.
Wenns kalt wird, halte ich (als interessierter Laie!) das nicht mehr für besonders zielführend. Ich würde so eine Konfiguration nicht ohne Weiteres die ganze Heizsaison durchlaufen lassen wollen.

 

Aber vielleicht gibt es ja noch Optimierungspotenzial... was sagen die Experten?

 

Bei 70 Grad Vorlauf ist der Vorteil des geringeren Strompreis dahin.

Da ist COP nur noch im Bereich von 2

 

Hast du eine FBH oder Heizkörper

Wie groß ist der Puffer?

aus den üblichen 200l Puffer kann man das Haus 1-2h warm halten.

 

VG 

 

 

Wir haben 400l Puffer und 2 Heizkreise

1. Mit Heizkörper 

2. mit FBH und Heizkörper im nicht bewohnten Dachgeschoss 

 

Das man ggf. die Heizstrategie im laufe des Betriebes anpassen muss ist ja ok,

mir ging es um den Grundsätzlichen Gedanken

Dazu habe ich noch keine Einstellung gefunden den Puffer auf zB 70 Grad einzustellen 

Wenn du den 400l Puffer von 40 Grad auf 70 Grad aufheizt, gehen da 13,7 kWh rein

https://www.endenergie.de/index.php?Aufruf=1&Sel_1=400&TxtSel_1=1&Sel_2=40&TxtSel_2=0&Sel_3=70&TxtSe...

 

Angenommen dein Haus hat bei 0 Grad außen 5 kW Heizlast,  dann kannst du ca, 2,74h das Haus aus dem Puffer beheizen.

>>sollte er doch einige Stunden damit auskommen

vermutlich hast du dir mehr erwartet?

 

>>FBH und Heizkörper im nicht bewohnten Dachgeschoss 

der Estrich der FBH kann ca. 50% so viel Energie speichern wie Wasser,

Bsp 100m² FBH mit 7 cm Estrichstärke. --> 7 m³ ,was ca. 3500l Wasser entspricht.

 

wenn ich den Estrich von 35 auf 37 Grad bringe, sind dort 8kWh gespeichert.

https://www.endenergie.de/index.php?Aufruf=1&Sel_1=3500&TxtSel_1=1&Sel_2=35&TxtSel_2=0&Sel_3=37&TxtS...

Der COP ist nur marginal schlechter (5-6%)

 

 

VG 

 

 

Die Umschaltung der erhöhten Puffertemperatur kann man über Kontakte am Anschluss 143 erreichen. Konfiguriert wird das im Servicemenu an der IDU.

Der einfachere Ansatz:

Über die ViCare das Heizprogramm unter Verwendung der Komforttemperatur so einstellen, dass z.b. nachts, hochgeheizt wird. Damit wird der Puffer auf ein höheres Temperaturniveau gebracht.

 

Besten Dank für Eure Infos. Ja mit den 400L Puffer hätte ich mehr erwartet.

Aktuell läuft meine WP von 6-12Uhr quasi durch ohne Absenkung in der Kurve der Energiebilanz.

Das interpretiere ich mal so das die Energie benötig wird und ich somit nicht über den Vormittag komme

Wahrscheinlich hast du eine Nachtabsenkung bis 06:00 Uhr konfiguriert. 
Dann muss die WP erstmal Energie nachliefern und lässt sich dabei Zeit, basierend auf dem wie sich die Puffertemperatur entwickelt. Bei mehr oder weniger größeren Änderungen wird die Leistung angepasst.
Gegen Mittag ist es auch draussen etwas wärmer, dann legt die eine Pause ein um am Nachmittag/Abend erneut Wärme zu liefern.

Sieht im Tagesverlauf so aus:
Screenshot 2025-12-03 093314.jpg

Ja so ähnlich siehe es aus

woher hast du denn so eine Auswertung?

Die erzeuge ich mit einem Shelly und ein paar php Skripten unter Nutzung der Viessmann API.

Dazu verwende ich das Tool vieventlog. findest du auf github,

die letzten Versionen können auch grafische Darstellung.

Gibt einen Thread im Forum dazu

https://community.viessmann.de/t5/Konnektivitaet/ViEventLog-Tool-fuer-das-Ereignissprotokoll-VICARE-...

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