Hallo,
ich bekomme bald eine Vitocal 250-a A10 installiert. Meine Frage ist jetzt, ob bei einem längeren Stromausfall mit Minusgraden, bei Versorgung der Inneneinheit über einen sinusstabilen 230V Notstromgenerator (2,5kW) ein Notbetrieb gestartet werden kann, der über eine dann laufende Umwälzpumpe mit Verbindung eines 200L. Pufferspeicher ein Einfrieren der Ausseneinheit verhindert?
Hat jemand diesen Betrieb durch das Ausschalten der Schutzschalter für die Ausseneinheit und des Heizstabes simuliert? Konnte man die Inneneinheit dann nach Einschalten ihres Schutzschalters im Notbetrieb mit Funktion der Umwälzpumpe starten?
Gruß
spiro
Hallo @spiro!
Die üblichen "kleinen" Notstromversorger sind von der Betriebsstromstabilität nicht für den Betrieb sensibler Haushaltsgeräte ausgerüstet. Ich würde daher von der Idee hier mit einem 500€ Gerät zu arbeiten deutlich Abstand nehmen. Notstromversorgungen mit entsprechend stabilen Phasen sind erst ab mehreren K€ zu bekommen. Wenn man sich auf den nächsten Krieg vorbereiten möchte wäre soetwas durchaus zu empfehlen. Sonst bietet sich vermutlich noch der Betrieb mittels einer Notstromfähigen Hausbatterie und PV-Anlage an.
Gruß Gwyn
Der günstigere und sicherere Ansatz ist eine Notpumpe, welche auch bei Ausfall der Umwälzpumpe und deren Ansteuerung wirkt:
Frostschutzsystem für Monoblock-Wärmepumpen
Ob die Viessmann WP sich beim Wiedereinsetzten des Netzes beim Booten bzw. Diagnose des Volumenstromsensors an dem von Null abweichenden Volumenstrom stört, bleibt offen !
Daher habe ich ein selbstentwickeltes System, bei dem dieses Störpotential nicht auftreten kann und auch weit über 48h hinaus funktioniert.
Hallo Gwyn,
das Notstromaggregat wäre ein einphasiger Könner&Söhnen Gas/Benzin Inverter KS2100iG mit stabiler reiner Sinuswelle für empfindliche Elektronik, evtl. zur Sicherheit
mit USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) dazwischen.
Auch nicht geeignet?
Gruß
spiro
Hallo Spiro!
Ich kann leider keine Empfehlungen zu konkreten Geräten oder einem erweitert Schutz durch eine USV geben. Besprich das bitte mit deinem Elektriker vor Ort oder deinem Versicherungsunternehmen.
Gruß Gwyn
Wenn du die drei Phasen für den Heizstab und für die Außeneinheit ausschaltest, dann wird die Anlage erst mal eine Fehlermeldung bringen. Ob dann die Umwälzpumpe der Inneneinheit weiter läuft musst du einfach mal ausprobieren. Schalte alles aus, so dass nur noch die Inneneinheit seine 230 Volt bekommt und schau was passiert. Kaputt machen kannst du damit ja nichts.
Ich habe das Problem anders gelöst. Ich habe eine PV mit 20 kWh Batterie im Keller. An dieser Batterie hängt neben dem Wechselrichter für das Haus ein zweiter Wechselrichter (Deye 12 kW) nur für die Vitocal 250a. Im Sommer nutze ich das zur Warmwasserbereitung. Im Prinzip kann auch die Heizung darüber laufen, soweit halt die 20 kWh reichen. Für den Notfall habe ich einen 3,5 kW Stromerzeuger und ein Ladegerät, womit ich die Batterie "bei Laune halten kann". Damit hat die Heizung auch immer einen sauberen Sinus. Das funktioniert sehr gut.
Gruß Peter
Hi Peter,
wenn die Anlage eingebaut ist, werde ich mal einen Testlauf mit nur Strom an der Inneneinheit starten und schauen, ob der Notbetrieb mit funktionierender Umwälzpumpe zu starten geht.
Gruß
spiro
Einen kpl Notstrombetrieb zum völligen Betrieb wird man aus Kostengründen nicht bewerkstelligen wollen.
Ein aufrechterhalten des Notbetrieb ohne daß DLE/ODU aktiv sind befürchte ich wird nicht ohne Fehlermeldungen funktionieren und vermutlich scheitern.
Ganz andere Ansatz.
Wie wäre es zwischen IDU und ODU über abriegelbaren Bypass einen kleinen 3 kW Durchlauferhitzer + kleiner Pumpe zu setzen die dann über Notstromaggregat mit normalen 230 V versorgt werden?
Für den Frostschutz der ODU sollte es allemal reichen.
Nachteil:
Es muss jemand vor Ort bei Bedarf aktivieren und externer DLE muß für den Anlagendruck geeignet sein.
Gruß Karl
Das interessante ist doch, dass wir bei vielen WPs eigentlich über Kleinverbraucher reden, die locker mit einem Handelsüblichen Notstromaggregat versorgt werden könnten. Meine ganze Heizung liegt ohne Durchlauferhitzer bei unter 2,7kW Leistung und ich denke bei vielen LW-WP besitzern sieht es ähnlich aus.
Trotzdem ist der Anschluss aber nicht so einfach, da die schwankende Leistung eines Notstromaggregates an der Technik halt viel Schaden anrichten kann. Die Einbindung über eine Hausbaterie ist sicher eine gute Möglichkeit, da hier nur die Ladetechnik mit der schwankenden Quelle umgehen können muss und die Wechselrichter und Batterien üblicher Weise darauf ausgelegt sind.
Aber auch hier ist es sicher besser den Hersteller oder Elektriker zu fragen bevor man ein Notstromaggregat anschließt.
Gruß Gwyn
Dazu kann ich folgende Literatur (s. Anlage) empfehlen:
Da unsere Stromversorgung auch in SW Deutschland alle paar Wochen länger und häufiger ausfällt, bin ich gerade dabei eine komplette Haus-Notstromversorgung umzusetzen.
Basis ist ein 3 phasiges Diesel-Aggregat mit ca. 10 kVA inkl. Schieflastausgleich mit Dzn0 Trafo.
Wer weitere Einzelheiten benötigt, bitte persönliche Nachricht.
@Heizungspilot schrieb:Dazu kann ich folgende Literatur (s. Anlage) empfehlen:
Da unsere Stromversorgung auch in SW Deutschland alle paar Wochen länger und häufiger ausfällt, bin ich gerade dabei eine komplette Haus-Notstromversorgung umzusetzen.
Basis ist ein 3 phasiges Diesel-Aggregat mit ca. 10 kVA inkl. Schieflastausgleich mit Dzn0 Trafo.
Wer weitere Einzelheiten benötigt, bitte persönliche Nachricht.
Wenn man dazu die Heizöltanks der alten Heizung verwenden kann (die müssen natürlich mit Diesel betankt werden müssten) eine prima Sache 😁
Ok. großes Dieselaggregat funktioniert auch. Aber wenn man es richtig professionell machen will, dann kostet das Ganze soviel wie die eigentliche Heizung. Bei PV mit großer Batterie fällt der Notstrom für die Heizung nebenbei mit ab.
Da unsere Stromversorgung auch in SW Deutschland alle paar Wochen länger und häufiger ausfällt, bin ich gerade dabei eine komplette Haus-Notstromversorgung umzusetzen.
@HeizungspilotAlso in meiner SW-Ecke Deutschlands ist der Strom in den letzten drei Jahren nur einmal ausgefallen. Das war als der Tiefbauer des Nachbarn beim Anschluss seines Neubaus an die Kanalisation das Kabel des Hausanschluss gekappt hat.
Wenn man dazu die Heizöltanks der alten Heizung verwenden kann (die müssen natürlich mit Diesel betankt werden müssten) eine prima Sache.
@JoLAlso ein alten Heizöltank ist mit seinem Gestank ist das letzte was ich in meinem Haus/Keller haben will.
Ok. großes Dieselaggregat funktioniert auch. Aber wenn man es richtig professionell machen will, dann kostet das Ganze soviel wie die eigentliche Heizung. Bei PV mit großer Batterie fällt der Notstrom für die Heizung nebenbei mit ab.
@Peter14089Das sehe ich auch so. Eine PV mit Hausbatterie bringt einen bei entsprechend reduzierten Verbrauch durch jeden Stromausfall.
Gruß Gwyn
Diesel im Haus, auf dem Grundstück zu lagern ist oft nur unter Einhaltung entsprechender Vorschriften und Auflagen zulässig, durch bestimmte Mengen begrenzt. Außerdem lässt er sich nicht unbegrenzt lange Lagern (man spricht von 6-12 Monaten) ohne daß sich die Konsistenz verändert.
Wird auch versicherungstechnisch spannend sein.
Gruß Karl
Also ich kann euch nur empfehlen die von der Bundesnetzagentur extrem detaillierten Daten zu Stromausfällen anzusehen.
Diese hatte ich hier in diesem Forum mindestens einmal eingestellt und bzgl. MonoBlocks mit DWD Frosttagen gematched.
@gwynlavin Alleine in Stuttgart gab es dieses Jahr 2 signifikante längere Stromausfälle.
Nur mal eine zufällige heutige Meldung:
Die Blackout-Gefahr steigt – Deutschland droht die Unterdeckung
Zu ergänzen wären die Gefahren eines großen Sonnensturmes analog Carrington (ca. 1% Wahrscheinlichkeit) , der ausgespähten Infrastruktur Deutschlands durch Russland usw. .....
Meine optimal ausgerichtete 9,8 KWp PV mit 12 kWh Batterie bringt von Anfang Dezember bis Ende Februar gerade die Leistung des Wechselrichters.
Die Lagerfähigkeit eines Dieselkraftstoffes lässt sich problemlos auf Jahre erhöhen durch Verwendung entsprechender Additive. Das funktioniert in jedem Krankenhaus und Kernkraftwerk.
Heizöl scheidet wegen 5fach erhöhtem Schwefelgehalt aus, bzw. erfordert beim Stromaggregat Schmieröle für Schiffsmotoren oder sehr häufige Ölwechsel mit Standard Ölen und ggf. im Winter Fliessverbesserer wenn das Stromaggregat im Freien oder unbeheizten Räumen steht.
Die Projektkosten für eine vollwertige Notstromversorgung liegen bisher bei ca. 5000 €, jedoch vorwiegend in Eigenleistung.
Da ich beruflich wochenlang unterwegs bin, ist es mir das wert.
Es kommt halt auf die Anforderungen an. Wer wochenlang abwesend ist hat völlig andere Kriterien, als jemand, der anwesend ist und im Notfall das Schlimmste verhindern will oder muss. Und eine Notstromversorgung mit Dieselaggregat so zu bauen, dass sich automatisch ein und aus schaltet bzw. diese aus der Ferne zu steuern ist schon eine Hausnummer. Das kann auch nicht jeder in Eigenleistung und sowas von einer Firma machen zu lassen steht in keinem Verhältnis.
Das geht jetzt aber alles an der Frage des Themeneröffners vorbei. Der arme Mensch ist bis jetzt kein Bisschen schlauer geworden.
Gruß Peter
Ausprobiert hat das bestimmt noch niemand.
Die Anlage ohne Außeneinheit betreiben muß bei Inbetriebnahme hinterlegt werden.
Automatisch geht da nichts und wenn sie im System aktiviert aber stromlos gemacht wird/ist läuft's auf Fehlermeldung hinaus.
Beim DLE wird's auf gleiche hinauslaufen.
Der kann zwar für Heiz- und WW Betrieb deaktiviert werden aber eben nicht für Frostschutz weil dies fest im System hinterlegt ist.
Ergo wird's auch hier zur Fehlermeldung kommen.
Vermutlich werden sich Fehlermeldung häufen und nichts geht.
Gruß Karl
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