Hallo Franky, danke für deinen Hinweis. Ich glaube, ich muss noch etwas weiter ausholen, damit klar wird, worum es mir eigentlich geht. Der Vorschlag, den Feuchteanbauschalter auf die Umwälzpumpe zu legen, ist grundsätzlich nachvollziehbar (und auch die von Viessmann vorgeschlagene Lösung). Damit kann man sicher verhindern, dass weiterhin kaltes Wasser durch die Leitungen läuft und dadurch Kondensat entsteht. Mein Punkt ist aber ein anderer: Mir geht es nicht nur darum, irgendeinen funktionierenden Workaround zu finden, sondern darum, wie die Regelung der Vitocal den Kühlbetrieb eigentlich sauber beenden sollte. Die Vorgeschichte dazu: Mein Heizungsbauer hat die Anlage damals gemeinsam mit der Viessmann-Disposition geplant und bestellt. Ursprünglich war vorgesehen, den Pufferspeicher im Kühlbetrieb mit zwei Dreiwegeventilen zu umgehen. Das war zu diesem Zeitpunkt eine übliche Vorgehensweise. Als die Anlage dann aufgebaut werden sollte, wurde uns mitgeteilt, dass die neue Software diese Pufferumfahrung nicht mehr unterstützt. Die Aussage war: Wenn ein Pufferspeicher vorhanden ist, dann wird dieser sowohl im Heiz- als auch im Kühlbetrieb genutzt. Danach gab es viele Gespräche zwischen meinem Heizungsbauer und Viessmann. Ein wesentlicher Punkt war, dass der verbaute Pufferspeicher nicht diffusionsdicht gedämmt ist. Es musste also geklärt werden, wie der Schutz vor Kondensation im Kühlbetrieb funktionieren soll. Die Aussagen von Viessmann waren damals leider nicht ganz einheitlich. Ein Ansprechpartner sagte sinngemäß: Ihr wollt ja nicht auf 10 °C herunterkühlen. Bei einer Fußbodenheizung sind Vorlauftemperaturen um 18 °C ausreichend, deshalb sollte das über den Feuchteanbauschalter funktionieren. Andere Aussagen gingen eher in die Richtung, dass dies so nicht möglich wäre. In einer gemeinsamen Eskalationsrunde mit Viessmann und meinem Heizungsbauer wurde schließlich bestätigt, dass die Anlage mit Pufferspeicher auch zum Kühlen geeignet ist und der Feuchteanbauschalter dafür vorgesehen sei. Nach der Inbetriebnahme stellte sich dann aber heraus, dass der verbaute 24-V-Feuchteanbauschalter in genau dieser Anlagenkonstellation (Vitocal 252 mit Pufferspeicher) praktisch keine Funktion hat. Genau das habe ich hier beschrieben: Viessmann Climate Solutions Community - Viessmann Climate Solutions Community Das eigentliche Problem ist also nicht, dass ich keine Möglichkeit finde, eine Pumpe abzuschalten. Das lässt sich mit zusätzlicher Hardware lösen. Das Problem ist, dass die Regelung ein vorhandenes Sicherheitssignal nicht sinnvoll verarbeitet und den Kühlbetrieb nicht kontrolliert beendet. Ähnlich war es beim Thema Kühlhysterese: Gelöst: Viessmann Climate Solutions Community - Viessmann Climate Solutions Community Dort hatte ich das Problem, dass die Kombination aus unterer Puffertemperaturgrenze und der damaligen festen Hysterese zu einer regelrechten Taktorgie geführt hat. Mit der Software 2609 wurden zwar neue Hystereseparameter eingeführt und das Verhalten verbessert, aber auch hier sieht man, wie entscheidend die interne Regelungslogik bei bestimmten Randbedingungen ist. Genau deshalb beschäftige ich mich jetzt mit dem Thema EVU-Sperre versus externe Sperre DI1: Nach meinem bisherigen Verständnis macht die EVU-Sperre nämlich genau das, was ich mir auch für den Feuchteanbauschalter wünschen würde: Sie beendet einen laufenden Vorgang geregelt. Die Wärmepumpe bekommt eine Sperrinformation, der Verdichterbetrieb wird beendet und die Regelung weiß, warum der Vorgang gestoppt wurde. Meine Vermutung ist deshalb: Wenn ich die EVU-Sperre als reinen Eingangswert betrachte, ist „EVU“ eigentlich nur der Name für das Signal. Entscheidend ist, was die Regelung intern daraus macht. Und genau diese Funktion – einen laufenden Kühlvorgang kontrolliert abzubrechen – wäre aus meiner Sicht auch für ein Feuchtesignal sinnvoll. Daher meine Frage an die Community: Wenn bei einer Anlage ohne Pufferspeicher der 24-V-Feuchteanbauschalter auslöst, wird dann intern auch die Heizkreisanforderung bzw. der Heizkreis abgeschaltet? Ich vermute, dass dies so ist, weil die Regelung den Kühlbetrieb beendet. Bei meiner Anlage mit Pufferspeicher wäre der Ablauf mit einer solchen Sperrung aus meiner Sicht sogar sinnvoll: Der Feuchteanbauschalter löst frühzeitig aus. Die Temperatur im unteren Bereich des Puffers kann dabei niedriger sein als im oberen Bereich. Wird der Kühlvorgang gestoppt, bleibt der Heizkreis hinter dem Puffer aktiv und das eventuell zu kalte Wasser kann sich im System verteilen und mit dem wärmeren Wasser vermischen. Genau dadurch würde ein sanfter Übergang entstehen, anstatt nur die Pumpe hart abzuschalten. Die Antwort von Viessmann von gestern zu diesem Thema war: „[…] Grundsätzlich dient die EVU-Sperre dazu, die Wärmepumpe für den Verdichterbetrieb zeitweise zu sperren. Die Regelung und die sicherheitsrelevanten Überwachungsfunktionen bleiben dabei weiterhin aktiv. Eine pauschale Bestätigung, dass sämtliche Frostschutzfunktionen während einer EVU-Sperre in jedem Betriebszustand uneingeschränkt aufrechterhalten werden, können wir jedoch nicht geben. Dies ist unter anderem von der jeweiligen Anlagenkonfiguration, den aktivierten Funktionen sowie der eingesetzten Regelungssoftware abhängig. Bitte beachten Sie zudem, dass die EVU-Sperre nicht als freigegebene Funktion zur Ansteuerung eines Feuchteanbauschalters oder zur Taupunktüberwachung vorgesehen ist. Aussagen zu alternativen Verdrahtungsvarianten, deren Funktionsweise oder deren Auswirkungen auf das Anlagenverhalten können wir daher nicht treffen. Für die Auslegung und Umsetzung von Taupunktüberwachungen sowie die Einbindung externer Signale sind die Vorgaben der jeweils gültigen Planungs-, Montage- und Serviceunterlagen maßgeblich. […]“ Genau deshalb versuche ich, die Zusammenhänge zu verstehen. Es geht mir nicht darum, eine möglichst komplizierte Zusatzschaltung zu bauen, sondern darum, warum vorhandene Eingänge und Funktionen nicht konsequenter für den Kühlbetrieb genutzt werden. Der Workaround mit Relais funktioniert sicherlich. Aber aus meiner Sicht sollte eine Wärmepumpe mit Pufferspeicher und aktivierter Kühlfunktion ein sicherheitsrelevantes Signal wie einen Feuchteanbauschalter auch regelungstechnisch auswerten können. VG Timo
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