Hallo Zusammen, kürzlich habe ich auch solch eine "neue" LGM29 mit den Dip- Schaltern als Ersatzteil gekauft und ausprobiert: Das von euch beschriebene Verhalten trat auch bei mir auf. Es ist eindeutig so, dass die neuen LGMs auf eine höhere Startleistung programmiert sind, was durchaus sinnvoll für eine stabilere Startphase ist. Leider wurde seitens der Programmierer versäumt (wie bereits von @berndste erkannt), die Brenner- Abschalttemperatur ebenfalls für diese Zeit großzügig zu erhöhen, sodass die Startphase sicher überstanden wird. Viele Berichte über "Startphasen- Takten" von moderneren Viessmann- Thermen zeigen jedoch, dass dies kein Versehen war, sondern bis heute "immer so gemacht" wird. Dahinter steckt vermutlich kein nachvollziehbarer technischer Grund, sondern das Thema ist wohl nie ernsthaft im Fokus gewesen. Da es auch nicht möglich ist, die Pumpenleistung temporär beim Start zu erhöhen und eine dauerhafte starke Erhöhung (wenig reicht hier leider nicht aus) ineffizient wäre, wird bei mir mit Einsatz dieser Platine eine Bastellösung Einzug halten, die während der Startphase den Kesselfühler beeinflust, sodass dieser eine niedrigere Isttemperatur (Widerstandswert) ausgibt. Die Gesamtsicherheit des Systems beibt erhalten, da bei einer Fehlfunktion die Sicherheitskette mit den Übertemperaturschaltern auslösen würde. Möglicherweise ist das jedoch noch lange nicht (oder sogar niemals) nötig, da die alten LGMs extrem langlebig zu sein scheinen, wenn man von der (behebbaren) Schwäche mit dem Relais (Gasventil) absieht: Während die neue LGM zum Test in der Therme lief, habe ich die Elkos der alten LGM von 2002 durchgemessen (ESR- Messung): Diese hatten durchweg viel bessere Werte als sie als Neuteile hätten haben müssen. Lang lebe also die alte LGM29... 😉
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