Ki- Ausgabe: Das Lambda Pro Control System arbeitet als geschlossener elektronischer Regelkreis, der die Verbrennung permanent in Echtzeit überwacht und korrigiert. Anstatt sich auf feste mechanische Voreinstellungen zu verlassen, misst die Heizung die Qualität ihrer eigenen Flamme und stellt sich selbst optimal ein. [1, 2, 3] Der genaue Ablauf dieses Prozesses lässt sich in vier Phasen unterteilen: 1. Die Messung über den Ionisationsstrom Das Herzstück des Systems ist die Ionisationselektrode, die direkt in die Flamme ragt. [1, 2] Bei einer Verbrennung entstehen elektrisch geladene Teilchen (Ionen) in der Flamme. Legt man an die Elektrode eine kleine elektrische Spannung an, fließt ein minimaler Strom (der Ionisationsstrom) durch die Flamme zum Brennerkörper. Die physikalische Regel: Die Stärke dieses Stroms hängt direkt vom Mischungsverhältnis aus Gas und Luft (dem Lambda-Wert λ) ab. Ein maximaler Stromfluss signalisiert ein bestimmtes, exakt definiertes Gas-Luft-Gemisch. 2. Der Kalibrierungsschritt (Die Referenzmessung) Da sich Gasqualitäten (z. B. der Energiegehalt von Erdgas H oder L) oder der Luftdruck verändern können, muss das System wissen, wo der aktuelle Bestpunkt liegt: [1, 2] In regelmäßigen Abständen (oder nach Netztrennung) führt der integrierte Gasfeuerungsautomat eine Kalibrierung durch. Dabei wird das Gasgemisch kurzzeitig absichtlich "angefettet" (mehr Gas), bis der Punkt des maximalen Ionisationsstroms exakt erfasst wird. Dieser gemessene Maximalpunkt dient der Elektronik als feste Referenz für die aktuelle Gasbeschaffenheit. [1, 2] 3. Das Verschieben in den Optimalbereich (Der Lambda-Wert) Eine Verbrennung genau am Punkt des maximalen Stroms wäre nicht ideal, da sie zu heiß liefe und extrem viele Schadstoffe (Stickoxide) erzeugen würde. Das System nutzt den ermittelten Referenzpunkt und rechnet den Wert auf das gewünschte, magere Gemisch um. Es steuert das Gemisch so ein, dass es im thermodynamischen Optimum bei einem Luftüberschuss von λ = 1,24 bis 1,44 arbeitet. In diesem Bereich verbrennt das Gas maximal effizient, schonend für den Wärmetauscher und mit minimalen Schadstoffen. [1]
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