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Vitocal 300-G - Steigrung der Heizleistung bei Verdichter Anlauf

Gibt es die Möglichkeit, die Geschwindigkeit der Leistungssteigerung beim Verdichter Anlauf einzustellen?

7 ANTWORTEN 7

Mahlzeit 

 

 

Die Geschwindigkeit der Leistungssteigerung des Verdichters (oft als Lastanstieg oder Ramp-up bezeichnet) bei einer Viessmann Vitocal 300-G Sole/Wasser-Wärmepumpe kann in der Regel über die Serviceebene angepasst werden. 
Diese Einstellungen sind relevant, um Verdichtertaktung zu reduzieren und das Startverhalten an die Gegebenheiten (z.B. Heizlast, Fußbodenheizung ohne Puffer) anzupassen.
 
Mögliche Vorgehensweise (abhängig vom Regelungstyp, meist C06):
  1. Serviceebene aktivieren:
    • Die Menü-Taste drücken.
    • Service auswählen und bestätigen.
    • Den Passcode eingeben (oft 1524 oder andere, siehe Serviceanleitung).
  2. Parameter suchen (Beispielhaft):
    • Suchen Sie im Menü nach Verdichter- oder Lastanstiegs-Parametern.
    • Häufige Parameterbereiche in der Vitocal 300-G C06 sind:
      • Parameter 7400-7499: Hier finden sich oft Einstellungen zum Verdichter/Laststeuerung (Beispiel: „Verdichter-Leistungssteigerung“ oder ähnliche Bezeichnungen, teilweise auch in Hz oder in Prozent/Zeit).
  3. Anpassung:
    • Eine langsamere Leistungssteigerung (weicherer Anlauf) kann helfen, wenn die Anlage beim Start zu schnell in die Abschaltung geht.
    • Eine schnellere Steigerung ist eher selten notwendig, es sei denn, die Wärmeanforderung ist extrem hoch.
 
Wichtige Hinweise zum Anlaufverhalten:
  • Kein Puffer: Bei direktem Anschluss an die Fußbodenheizung ohne Puffer kann eine zu schnelle Leistungssteigerung zu häufigem Takten führen, da die Wärme nicht schnell genug abgenommen wird.

 

Gruß Claus-Vito 

Hallo Claus-Vito,

Vielen Dank für deine Antwort, du hast das Problem genau verstanden (dein Punkt 3)

 

Ich habe unter die Parameter 7400 - 7499 gesucht, aber ich finde nichts über "Verdichter- oder Lastanstiegs" - diese Parameter entsprechen die Primärqwelle.

 

Ich habe jedoch versucht, den Code 7314 (Min. Zeit für optimaleLeistung [s]) von 120 sec auf 300 sec umzustellen, aber es hat nichts gebracht.

 

Auf dem beigelegtem Bild habe ich auf Gelb die Elektroleistungskurve gezeichnet, wie der Verdichter starten sollte. (auf rot ist die aktuelle Leistugskurve).

 

Für die Weiterhilfe bedanke ich mich.

 

Mfg
Marcovito

 

 

Moin

 

die maximale Verdichterleistung für leistungsgeregelte Verdichter wird über den Parameter 508C eingestellt.

 

Gruß Claus-Vito 

Hallo @Marcovito!

 

Wenn ich es recht sehe, steig deine WP doch gar nicht groß über die minimale Anfangsleitung hinaus. Sie sinkt vielleicht etwas langsamer als möglich ab. Was ist denn genau deine Erwartung?

 

Gruß Gwyn

Hallo Claus-Vito,

 

Der Parameter 508C habe ich schon auf 52% eingestellt. Mein Problem ist, dass beim Anlauf, die Leistung in 2min auf max (52% eingestellt) steigt. Ich möchte eine langsamere Leistungssteigerung um die Betriebsdauer zu verlängern.

 

Gibt es einen Parameter wo man die Leistungsteigerung einstellen kann? Die Leistung sollte wie die gelbe Kennlinie auf meinem Diagramm aussehen.

 

Für die Weiterhilfe bedanke ich mich.

 

Marcovito

Hallo gwyn,

 

Die Anlaufleistung ist nicht hoch, aber trozdem 2 x höher als der Leistungsbedarf.

Siehe meine Antwort an Claus-Vito.

 

Danke für die weiter Hilfe

Gruss

Marco-vito

Hi @Marcovito!

 

Okay, ich hab zwar immer noch keine Ahnung was du genau denkst verändern zu müssen, aber du schaust auf die blaue und rote Kurve. Grundsätzlich kann ich aber aus den Kurven sagen dass deine WP bereits im Verhältnis zur nachgefragten Wärme sehr gut eingestellt.

 

Der initiale hohe Zacken der WP ist unbedingt notwendig um den Verdichter sauber und schonend zu starten. Diese Phase dauert in etwa 2-3 Minuten was dein Diagramm auch gut darstellt. Die genau AnfangsLeistung hängt von dem in der WP verwendeten Scroll-Verdichter ab. Bei meinem Verdichter liegt dieser Anlaufwert bei 43%. Es kann zwar sein, dass man über die Parameter daran etwas ändern kann, aber ich würde raten die WP hier unbedingt nach Vorgabe zu betreiben.

 

Danach fällt die sichtbare Leistung bei deiner WP auf ein "tieferes" Niveau ab, das im wesentlichen von der Differenz der VLT/RLT zur VLT/RLT-Soll abhängt. Deine WP ist hier schon recht nahe an der minimalen Leistung, was nahe legt, dass deine Einschaltgrenze nicht weit unter der Soll-Temperatur liegt, oder in den 3 Minuten bereits den Rücklauf vom initialen Peek erhält und daher kaum Überleistung erbringt, um die nach Witterung benötigte Wärme in die HKs zu bringen.

In der letzten Phase hat deine WP die Soll-Temperatur erreicht und läuft mit minimaler Leistung konstant bis die Ausschaltgrenze erreicht wird.

Wenn du dir die Fläche unter der roten Kurve anschaust, die in etwa proportional zur Wärmeerzeugung ist, kannst du sehen, das hier relativ wenig umverteilt werden kann. Man könnte zum Umverteilen die Einschaltschwelle noch etwas näher an die Soll-Temperatur bringen (verringer) und dafür die Abschaltschwelle erhöhen. Dadurch würde der Anteil im minimalen Betrieb im Verhältnis größer werden. Der Effekt dieser Maßnahmen liegt aber bei grob geschätzt maximal 3-4 Minuten.

Durch ein zusätzliches erhöhen der Abschaltschwelle könnte man die Dauer der minimalen Leistung auch noch weiter erhöhen. Ab einem gewissen Punkt wird dieses aber entweder von der ERR unterbunden, oder es wird unangenehm warm.

Für Heizkörper könnte deine Anlage schon nahe am Optimum laufen. Wenn du eine FBH hast ist das Problem eher darin zu suchen, dass deine WP die Leistung nicht synchron in den riesige Speichermasse transportieren kann und damit Zyklen von mehreren Stunden unterdrückt.

Gruß Gwyn