Guten Tag zusammen.
Nachdem vor ein paar Tagen die neuen Heizkörper montiert wurden, wurde an unserer WP-Anlage die Heizfunktion in Betrieb genommen. Seitdem kann von einer Schichtung im 800 l Schichtenspeicher nicht mehr die Rede sein.
Nach der WW-Bereitung auf den Sollwert von 50 °C lesen wir am unteren von 3 drei Thermometern 45 °C ab - es wurde also quasi das gesamt Volumen des Speichers aufgeheizt, bevor am Fühler endlich die Solltemperatur erreicht wurde. Die Laufzeit der WW-Bereitung hat sich im Vergleich zum Betrieb ohne Heizung nahezu verdoppelt.
Die WW-Bereitung findet ein mal am Tag (beginnend um 12 Uhr mittags) statt. Unmittelbar vorher stellt sich das Ganz so dar, dass quasi im gesamten Schichtspeicher 35 °C herrschen - was ungefähr der Vorlauftemperatur des Heizkreises entspricht. Lediglich das Volumen oberhalb des WW-Zulaufs (ca. 100 Liter) ist noch wärmer als 40 °C.
Als mögliche Ursache für diese Durchmischung haben wir festgestellt, dass sowohl während der WW-Bereitung als auch beim Heizen die "Ansaugung" des aufzuheizenden Wassers parallel aus zwei Anschlüssen des Schichtpuffersspeichers geschieht:
- Bei der WW-Bereitung wird hauptsächlich aus dem Anschluss "Rücklauf Wärmeübertrager oben", aber gleichzeitig auch aus dem Anschluss "Rücklauf Wärmeübertrager unten" das Wasser zur Erwärmung bezogen.
- Beim Heizbetrieb wird hauptsächlich aus dem Anschluss "Rücklauf Wärmeübertrager unten", aber gleichzeitig auch aus dem Anschluss "Rücklauf Wärmeübertrager unten" angesaugt.
Nachweisbar ist das, indem jeweils wechselweise die Absperrhähne an den betreffenden Anschlüssen geschlossen werden und in beiden Fällen der Volumenstrom sinkt: beim Schließen des "richtigen" Ansauganschlusses für die jeweilige Betriebsart geht der Volumenstrom drastisch in die Knie, beim Schließen des eigentlich nicht relevanten Ansauganschlusses reduziert sich der Volumenstrom um ca. 5% (Warmwasser: von 1010 l/h auf 950 l/h | Heizen: von 1630 l/h auf 1500 l/h)
Nach meinem Verständnis entsteht durch dieses Verhalten die unnötige Durchmischung der Schichten und die WP läuft - insbesondere bei der WW-Bereitung - unnötig lange mit hohen Temperaturen im weniger effizienten Bereich.
Der Heizungsbauer schlägt vor, die Anschlüsse jeweils mit Magnetventilen zu versehen, die (anhand der jeweiligen Betriebsart geschaltet) die ungewollte Ansaugung aus dem "Zweitkanal" verhindern.
Konkrete Frage: Ist die Vitocal 250-A von sich aus nicht in der Lage, die Ansaugung sauber zu regeln? Zieht die Inneneinheit wirklich einfach alles, was sie kriegen kann?
Ich bedanke mich für jedweden Gedankenanstoß zu dieser Sache!
Sascha
Hallo @Codefummelei
so spontan fällt mir nur ein, dass der HB irgendwas falsch gemacht haben könnte, oder Ventile defekt wären bzw. falsch angesteuert würden.
Es könnte sein, dass dadurch die Umschaltung des VL (internes 4/3-Ventil) und/oder des RL (externes Ventil) nicht funktioniert und eines oder beide Ventile in einer Mittelstellung hängen/stehenbleiben. Falls Du so eine Konfiguration hast.
Falls Du einen Strömungsschalter/Paddelschalter für die Steuerung des externen Umschaltventils (falls du eines hast) hast: Der wurde früher gerne mal falsch herum eingebaut oder falsch angeschlossen. Was dann zu seltsamen Effekten im Speicher führen konnte (die oftmals erst auftraten, als die Anlage auch in den Heizbetrieb ging).
Wenn alles richtig installiert wurde und keine Ventile o.ä. defekt sind wird in den Speicher das erwärmte Wasser jeweils über genau einen Vorlauf (der je nach Konfiguration für WW/Heizen unterschiedlich sein kann und der umgeschaltet wird) befüllt und aus dem Speicher jeweils über genau einen Rücklauf (der je nach Konfiguration für WW/Heizen unterschiedlich sein kann und der umgeschaltet wird) das kühlere Wasser entnommen.
Schreib hier doch mal bitte Dein Anlagenschema sowie welchen "Schichtspeicher" und sonstige Komponenten (FriWa?) Du hast. Dann könnte man vielleicht konkretere Hinweise geben, was Du prüfen könntest.
Nur nebenbei: die Pumpe saugt nichts an,sie drückt.
Wenn sie ansaugen würde,tät der Druck sinken. Real steigt er aber.
Und eine Durchmischung wirst nicht verhindern können. Das klappt vielleicht bei einer FBH wegen der sehr langsamen Fließgeschwindigkeit,aber nicht bei Radiatoren.
Und der Puffer hat ja sicherlich die Frischwasserfunktion drin oder ? Soll heißen,das WW wird im Durchlaufprinzip über ein Edelstahlwellrohr bereitet? Zusammen mit einer Wärmepumpe sehr ungünstig. Ein separater WW- Speicher wäre besser gewesen.
Danke, @Dale für Deine Antwort und die vielen Denkanstöße.
Inzwischen zeichnet sich eine Lösung ab: Vor der Inneneinheit wird es ein (bisher fehlendes) Umschaltventil geben, das dann steuern soll, aus welchem Rücklauf das zu erwärmende Wasser verwendet wird. Außerdem wurde die Volumenströme reduziert. Mal sehen, ab das zu einer Besserung führt.
@Franky Natürlich, die Pumpe drückt das erwärmte Wasser in den Speicher und an den Rückläufen das kältere wieder raus, danke für die Richtigstellung. Warmes Wasser für die Zapfstellen wird über eine externe Frischwasserstation aufbereitet.
Inzwischen denke ich auch, dass zwei separate Speicher für WW und Heizungspuffer besser gewesen wären. jetzt steht der Kram aber im Keller, und wir müssen versuchen, das Beste draus zu machen. Wenn es nach einem vollen Jahr nicht oder nur unter großen Verlusten funktioniert, müssen wir vielleicht Lehrgeld zahlen und alles noch mal umbauen...
Eine externe Friwa ist ja noch schlimmer. Weil da wieder ein Wärmetauscher drin ist,durch welchen erneut Verluste entstehen.
Da kannst eigentlich nur die Warmwasserphasen aufs Minimum beschränken.
Ich denke mal,das habt ihr schon oder ?
@Codefummelei schrieb:Inzwischen zeichnet sich eine Lösung ab: Vor der Inneneinheit wird es ein (bisher fehlendes) Umschaltventil geben, das dann steuern soll, aus welchem Rücklauf das zu erwärmende Wasser verwendet wird.
Oh, wenn Du zwei Speicherbereiche (für WW und Heizen) hast, aber die Anlage nur im VL mit einem Ventil dazwischen umschaltet, das Ventil aber im RL fehlt, wird das die Ursache sein.
Achte darauf, dass der HB das Umschaltventil dann an "P2" anschließt (und nicht einen Strömungs-/Paddelschalter einbaut) und das dann auch im Anlagen-Setup einstellt. Denn wenn der HB ein Umschaltventil vergisst, könnte er auch sowas vergessen.
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