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Vitocal 250-A AWO-E-AC-AF 251.A10 Hoher Volumenstrom, Warmwasser zu heiß, Abtauvorgang unvollständig, Heizstab zu oft

Hallo zusammen,

 

ich hatte vor einer Woche eine selbst verschuldete Überlastung (WP + Sauna + Herd), die zum Ausfall einer Phase L2 führte. Nachdem ich den Überlastschalter in meiner Verteilung nicht kannte, kam am nächsten Tag der Elektriker und zeigte mir innerhalb 10 Sekunden die Lösung dieses "Problems". Wieder was gelernt.

Ich hatte aufgrund der Störung das Warmwasser und beide Heizkreise in der Inneneinheit auf Aus gestellt. Über Nacht lief die Ausseneinheit auf Maximal-Drehzahl, da vermutlich deren Regelung auf der ausgefallenen Phase hing. 

Nun zum Problem:

Ich beobachte seither, dass die Anlage mit einem konstant hohen Volumenstrom läuft (~2000l/h), bedeutet ~100 W Stromverbrauch auf der Shelly, auch wenn die Anlage "ruht", das Warmwasser trotz 52 Grad Soll bis 55 Grad Ist aufheizt, der E-Stab auch bei 2 Grad Aussentemperatur zugeschaltet wird, teilweise 3 mal am Tag und ich meine, dass der Abtauvorgang nicht "wie normal" verläuft. Bisher war nach dem Abtauvorgang keinerlei Eis mehr an den Lamellen, begleitet von einer aufsteigenden Dampfwolke. Jetzt kleben immer noch Eisreste an den Lamellen und am unteren Rand hängt auch noch Eis. So, als wenn nicht genügend heißes Wasser zurück zur Ausseneinheit gepumpt worden wäre.

Außerdem wird in der App beim Stromverbrauch nur noch 100% für Heizen angezeigt, vorher wurde immer auch ein %-Wert für die Warmwasserbereitung angezeigt.

Ich habe auch schon mehrmals die komplette Anlage stromlos gemacht, um einen kompletten Neustart zu erzwingen. Dies führt beim Volumenstrom kurzzeitig zu einer Absenkung, nach zwei Tagen aber wieder konstant hoch.

Außentemperaturen derzeit zwischen -2 und +3 Grad  pendelnd.

Keine Störungen werden angezeigt.

Ist hier irgendwas verstellt, "hängengeblieben" (Ventil, Pumpe?) oder eine Einstellung verloren gegangen, oder ist dieses Verhalten gar normal und ich bilde mir das Ganze nur ein? Oder passen meine Einstellungen nicht?

 

Hier noch meine Einstellungen:

Warmwasser Soll Vitocal: 52 Grad Eco

Hysterese: 8 K

Warmwasser-Soll an der Vitotrans: 46 Grad

Warmwasserprogramm 24h

Heizstab: nur Heizen

Heizkörper Soll: 20 Grad (Komfort)

FBH Soll: 21 Grad (Normal)

Starts Verdichter: 3370 in 14 Monaten und 1980h

Stromverbrauch WP: 2300 kWh in 12 Monaten

 

Vielen Dank schon mal.

 

Beste Grüße

Stephan

 

 

# Vitocal 250-A AWO-E-AC-AF 251.A10; Vitocell 160-E Typ SESB 950; FW-Stat. Vitotrans 353 PZSA; 7 qm Solar; 9 kWp PV; 2 Heizkr., 3x FBH, 12x HK f. 180 m2 auf 3 Etagen; Shelly pro 3 EM; 8,5 kW K.ofen; EFH v. 2005 #
9 ANTWORTEN 9

Hi Stephan,

der konstant hohe Volumenstrom bzw. die dauerhaft laufende Pumpe in der Inneneinheit ist der Aussentemperatur geschuldet.
Bei -3°C und darunter ist die Anlage im Frostschutzmode, damit wird dass Wasser zwischen IDU und ODU dauernd bewegt. Wahrscheinlich ist bei deiner Anlage der Parameter 1100.2 auf Werkseinstellung (90%), damit bei rd. 2000l/h. Minimal gibt Viessmann fürs Abtauen einen Wert von 1000l/h an. Wobei man da einiges an Reserve lassen sollte. Bei mir sind ca. 1200l/h eingestellt. 
Der Shelly ist sicherlich schon länger verbaut, mal die Werte mit Bereichen in denen die Temperatur bekannterweise unter +3°C war vergleichen.

Eventuell die Anlage mal komplett stromlos machen, vorher alles WW, Heizbetrieb inaktiv setzen.
Nach ca. 10 Minuten wieder einschalten und WW/Hzg aktiv setzen... und abwarten.

gruss rudi
250-A13, 400l Puffer (SVPA), 300l WW(CVWB)

Hallo Rudi,

 

danke für die Info.

Bei mir sind beim Wert 1100.2 95% eingestellt gewesen. Ich hab jetzt mal auf 70% reduziert und beobachte das.

Die Shelly werde ich auch mal auswerten.

Hast du auch eine Idee, warum das WW teilweise überhitzt wird und warum in der App kein Stromanteil fürs Warmwasser mehr angezeigt wird?

 

Beste Grüße

 

Stephan

 

 

# Vitocal 250-A AWO-E-AC-AF 251.A10; Vitocell 160-E Typ SESB 950; FW-Stat. Vitotrans 353 PZSA; 7 qm Solar; 9 kWp PV; 2 Heizkr., 3x FBH, 12x HK f. 180 m2 auf 3 Etagen; Shelly pro 3 EM; 8,5 kW K.ofen; EFH v. 2005 #

Hi Stephan,
ich habe das WW auf 49°C Ladetemperatur eingestellt. Beim bzw. direkt nach dem Aufladen werden die, obwohl via ViCare die "Hysterse aus"  auf "0" eingestellt ist, auch immer um ein bis zwei Grad überschritten.
Sowas sieht man nur, wenn regelmäßig hingeschaut wird, weil jetzt besonders sensibilisiert.
Möglicherweise ist es den Toleranzen beim Abschalten geschuldet. Würde ich erstmal so belassen oder von 52 auf 50 °C gehen, wenn es stört.

In meiner Anlage wird der WW-Speicher nur alle 2 Tage geladen. Da kommt es öfter vor, dass es 0% hat.
Kommt ganz darauf an, wann abgefragt bzw. aufgeheizt wird.  Wobie die App die DAten nicht unbedingt taggleich und sofort anzeigt.

 

gruss rudi

Hallo Rudi,

 

danke, wahrscheinlich macht einen die App wirklich kirre oder paranoid... 😵

Ich habe die 52 Grad beim WW eingestellt, da mir ein Viessmann Wartungstechniker dazu geraten hat. Der war da, weil ich so viele Verdichter-Starts hatte/habe und mir der Heizungsbauer nicht helfen konnte. Es stellte sich heraus, dass das WW Soll an der Vitotrans höher eingestellt war, als an der IDU. Dies war noch von der Inbetriebnahme so. Er meinte, dadurch kam es zu Verwirbelungen im Pufferspeicher, sodass ständig die Warmwasserbereitung ansprang, obwohl nicht notwendig. Die angedachte Schichtung würde da nicht mehr funktionieren.  Es müssten mindestens 6K weniger an der Vitotrans eingestellt sein, als das WW-Soll an der IDU. Weiter trau ich mich nicht runterzugehen, da ich sonst mglw. Mecker von meiner Frau kassiere, denn ich müsste das WW-Soll an der Vitotrans auf 44 einstellen wenn 50 Grad an der IDU.

Wobei mir seither die Starts des Verdichters immer noch zu hoch vorkommen (~480 in 7 Wochen), aber da kann man scheinbar nichts machen. 

Viele Grüße,

 

Stephan

 

 

 

# Vitocal 250-A AWO-E-AC-AF 251.A10; Vitocell 160-E Typ SESB 950; FW-Stat. Vitotrans 353 PZSA; 7 qm Solar; 9 kWp PV; 2 Heizkr., 3x FBH, 12x HK f. 180 m2 auf 3 Etagen; Shelly pro 3 EM; 8,5 kW K.ofen; EFH v. 2005 #

Hi Stephan,

die höhere Anzahl Takte könnte der Frischwasserstation geschuldet sein. Das wird im Forum öfter mal erwähnt.
In den Shelly-Daten müsstest du das "WW-Laden" vom "Heizpuffer nachladen" unterscheiden können.
Leistung Kurvenverlauf bzw. Höhe. Zumindest bei mir geht das recht einfach.

gruss rudi

Hallo, 

 

also irgendwas stimmt da überhaupt nicht mehr!

An einem Tag wie heute (0-2 Grad) ein Verbrauch von über 22 kWh! Trotz Kachelofen ganztags. 

Warmwasser auf 59 Grad bei eingestellt 51 Grad. 
Zwei Heizkörper in Betrieb. 
Fussboden nur in einem Raum ansonsten Kachelofen durchgeheizt mit Raumtemperatur 23 Grad. 
Warum produziert die wie blöde, wenn die Wärme nicht abgenommen wird?

Pufferspeicher oben 32 Grad, Vorläufe Heizkörper und FBH ebenfalls 32 Grad. 

Viele Grüße 

Stephan

 

# Vitocal 250-A AWO-E-AC-AF 251.A10; Vitocell 160-E Typ SESB 950; FW-Stat. Vitotrans 353 PZSA; 7 qm Solar; 9 kWp PV; 2 Heizkr., 3x FBH, 12x HK f. 180 m2 auf 3 Etagen; Shelly pro 3 EM; 8,5 kW K.ofen; EFH v. 2005 #

Hi Stephan,
die erhöhte Warmwassertemperatur könnte aus einer aktivierten Hygienefunktion herrühren.
Das Aufheizen auf fast 60°C braucht natürlich reichlich Energie., da sind durchaus 5kWh möglich.
Blieben von den 22kWh noch 17 in 24h, das ist bei 0°C Aussentemperatur, wahrscheinlich auch noch ein paar Abtauvorgänge, die ebenfalls gut Energie brauchen, nicht die Welt.

 

Der Ansatz die Wärme wird nicht abgenommen, mag nur bedingt richtig sein.
Uns geht es ähnlich, wenn der Kaminofen im Wohnzimmer durchgehend heizt, wirkt sich das nur bedingt auf die Vorlauftemperatur aus dem ganzen Haus aus. Da macht die WP zwar schon mal eine Pause, aber die aktuelle Software geht dann mit recht hoher Leistung wieder an Werk.

Gruß rudi

 

Vitotrans und Hygienefunktion aktiviert passt wirklich nicht wenn dem so ist.

 

 

Hast du schon kontrolliert ob deine Heizkurve im Rahmen des Ausfall wieder zurück gesetzt wurde und sie deshalb ohne Not so hoch heizt?

 

Gruß Karl 

 

250A-10, Speicher WW 200 + HZ 400, Heizkörper, SW 10/2025

Hallo zusammen,

 

danke an alle, die hier bereits geantwortet haben!

Nachdem ich das vorgestern eskaliert habe, kamen bereits gestern sowohl Heizungsbauer, als auch Viessmann zu mir und haben alles durchgecheckt und analysiert. Hier die Zusammenfassung:

  • Siebe außen und innen wurden gereinigt. Da wurde zwar noch kein Schwellwert gerissen, aber in der Überwachung (ViGuide) war bereits eine Minderung der Durchflussmenge erkennbar. Im Altbau (bei mir 2005) ist eine jährliche Reinigung der Siebe dringend empfohlen. Das äußere Sieb war auch erkennbar "schmutzig".
  • Die Volumendrehzahl wurde wieder auf 95% hochgesetzt (~2000l/h), da dies von Viessmann gerade wegen des Abtauvorgangs empfohlen wird, auch wenns Strom kostet (~50 Watt mehr). Eine geringere Drehzahl verbunden mit mglw. verdreckten Sieben und zu kurzen Laufzeiten kann - wie bei mir - zu unbefriedigendem Abtauvorgang führen.
  • Der Feind Kachelofen 😐: Da wir sowohl Wohnzimmer, Küche und über eine Galerie auch einen Teil des Obergeschosses nahezu ganztägig mit dem KO heizen (5 Ster Buche/Jahr), verbleibt eigentlich nur noch eine FBH (Bad), die Wärme abnimmt. Ansonsten i.d.R. drei Räume mit dreilagigen HZK. Das ist bzgl. Wärmeabnahme lt. Viessmann kontraproduktiv und führt aufgrund der Mindestlaufzeit der WP (um Takten zu verhindern) zu einem Überhitzen des Pufferspeichers, was dann zu der krassen Überhitzung der Warmwassertemperatur führt. Irgendwann ist der Pufferspeicher halt gesättigt und die Wärme durch die Schichtung ganz oben angekommen. Der Abtauvorgang wird dadurch ebenfalls behindert, da die Wärmepumpe immer nur zu kurz läuft und dann wieder abschaltet. Viessmann hat bestätigt, dass dieses Verhalten durch das kürzlich durchgeführte FW-Update begünstigt wird, sie mussten das jedoch machen, da es zu massiven Klagen von Nachbarn kam (vor allem im städtischen Bereich), wegen der Vereisung der Propeller und dem damit verbundenen Lärm. Rückgängig machen geht nicht! Angeblich sind davon auch andere Hersteller betroffen.
  • Elektrostab: Der wurde nun ganz rausprogrammiert, da er in meiner Auslegung weder für Warmwasser, noch für Heizen benötigt wird. Sollte es mal ganz arg mit den Temperaturen in den Keller gehen oder wir im Winterurlaub sein, nehm ich ihn halt für diese Zeit zur Sicherheit wieder rein.
  • Warmwasser: Wurde wieder in ein Programm genommen. Einmal ganz früh und dann erst wieder am Abend bis max. 22 Uhr. Vorher lief es 24h durch. Hysterese bei 8K belassen. Zapftemperatur an der FWS 46 Grad; Soll auf 52 Grad erhöht.
  • Heizkurven wurden geringfügig angepasst, spielten aber kaum eine Rolle.
  • Die Hysterese der Heizkörper wird von Seiten Viessmann remote noch nach unten korrigiert. Bringt vielleicht auch noch einen Rückgang der Verdichterstarts und mglw. längere Laufzeiten der WP. An der Raumtemperatur dürfte sich das kaum bemerkbar machen.

Ich habe nun seit gestern Abend den Kachelofen mal komplett weggelassen.

Ergebnis:

  • Die Wärmepumpe wird regelmäßig und vollständig abgetaut. (heute 0-1 Grad und Schneefall)
  • Das Warmwasser ist trotzdem 1,5 Grad über dem Soll (vorher 9 Grad) und in der App wird immer noch kein Stromverbrauch für die Warmwasserbereitung angezeigt. 🤔 Scheinbar wird tagsüber immer noch zu viel in den Puffer reingefahren.
  • Vor- und Rücklauf weisen bei Aktivität wieder normale Temperaturen auf (vorher über 60 Grad)
  • Fussbodenheizung ist klar spürbar (Liegt leider an den in 2005 mit breiterem Abstand verlegten Heizschlangen). Ist im Altbau leider so. 🙁
  • WP-Stromverbrauch natürlich höher; heute schon 28kWh. Von meinen 2200 kWh in den ersten 12 Monaten kann ich mich wohl verabschieden... 😞

Ich werde das nun mal so belassen und den Kachelofen versuchsweise nur noch am Abend einheizen. Kachelmann, den alten Holzofen-Hater wirds freuen, meine Frau trauert jetzt schon.

Ansonsten werde ich mich auf einen höheren Stromverbrauch einstellen müssen, wenn ich meiner Anlage durch das Takten nicht schaden will.

Meinen Bedenken, ob ich mich vielleicht für eine zu groß dimensionierte WP entschieden habe, wurden sofort ausgeräumt, da bei einer solchen Betrachtung niemals ein Kachelofen berücksichtigt werden sollte. Die WP muss so ausgelegt sein, dass sie alleine das Haus versorgen kann. Und dafür ist meine WP lt. Aussage HZB und Viessmann absolut passend. Denn äußere Umstände können jederzeit dazu führen, dass der Kachelofen nicht mehr genutzt werden kann. 

So, das war ne Menge Text. Falls sich noch was Erwähnenswertes ergibt, werde ich davon berichten, es sei denn es langweilt euch. Bitte offen mitteilen!

 

Beste Grüße,

Stephan

 

 

 

# Vitocal 250-A AWO-E-AC-AF 251.A10; Vitocell 160-E Typ SESB 950; FW-Stat. Vitotrans 353 PZSA; 7 qm Solar; 9 kWp PV; 2 Heizkr., 3x FBH, 12x HK f. 180 m2 auf 3 Etagen; Shelly pro 3 EM; 8,5 kW K.ofen; EFH v. 2005 #