Guten Tag,
bei meiner Wärmepumpe läuft Kühlmittel aus dem Schraderventil heraus. Die Anlage ist gerade mal 7 Jahre alt. Wie kann es sein, dass nach so relativ kurzer Zeit das Ventil versagt? Die Reparatur wird mind. 1000 Euro betragen. Besteht die Möglichkeit einer Kulanzregelung?
Vielen Dank vorab und freundliche Grüße
Patrick
Gelöst! Gehe zu Lösung.
OK, ich verstehe deinen Standpunkt selbst wenn bei der Wartung niemand am Kältekreis dran war. Wie möchtest du den beweisen das es schon immer so war. Ich kann mir nicht vorstellen das Viessmann das nach 7 Jahren auf Kulanz übernimmt weil jemand sagt „da war aber keiner dran zu fummeln“ Bitte nicht falsch verstehen, es würde mich für dich freuen wenn du von der Geschichte Kostenneutral davon kommst, glauben kann ich es aber nicht. Schon gar nicht nach 7 Jahren. Die Frage ist ja auch noch wieviel Kältemittel nun wirklich fehlt. Auch wenn es am besten komplett dicht sein sollte haben Kälteanlagen eine Gesetzlich vorgeschriebene Leckrate nach Werksfüllung in Prozent pro Jahr. Erst wenn diese Leckrate überschritten wird, ist ein Kältekreis als undicht zu bezeichnen.
Hallo @Patrick20
Ein Schrader-Ventil hat immer eine Schraubkappe mit Dichtung, genau um mögliche Leckagen zu verhindern.
VG
Hört sich doof an, die können aber wohl mal kaputt gehen. Dafür muß man sich einmal den Aufbau solch eines Ventils vor Augen halten. Im Grunde ist es wie ein Fahrrad Ventil das Schlußendlich nur durch einen Gummiring abdichtet. Diese Gummis können auf Grund der Beanspruchung porös bzw. defekt gehen. Daher gehört auf das Schraderventil auch noch eine Dichtkappe die als letzte Instanz abdichtend wirkt. Sollte aber nicht Zuviel Kältemittel abhanden gekommen sein kann mit dem passenden Werkzeug das Ventil sogar unter Druck getauscht werden. Dies sollte eigentlich jeder Kältebetrieb in seinem Werkzeugkoffer haben.
So ist es. Deshalb hört man auch immer ein leichtes zischen wenn man die Dichtkappe abnimmt da die Dinger leider nie ewig zu einhundert Prozent dicht sind. Bringt bloß nichts wenn der letzte Monteur die nur wieder handwarm drauf dreht.
Danke für eure Rückmeldungen. Bisher gab es nur Regelinspektionen und ich denke nicht dass da an dem Ventil hantiert wird. Bei der Erstinstallation wird in der Regel vermutlich auch nichts an dem Ventil gemacht da das System vorbeifüllt ist oder? In dem Fall wäre die Kappe bereits im Auslieferzustand nicht richtig zugedreht...
OK, ich verstehe deinen Standpunkt selbst wenn bei der Wartung niemand am Kältekreis dran war. Wie möchtest du den beweisen das es schon immer so war. Ich kann mir nicht vorstellen das Viessmann das nach 7 Jahren auf Kulanz übernimmt weil jemand sagt „da war aber keiner dran zu fummeln“ Bitte nicht falsch verstehen, es würde mich für dich freuen wenn du von der Geschichte Kostenneutral davon kommst, glauben kann ich es aber nicht. Schon gar nicht nach 7 Jahren. Die Frage ist ja auch noch wieviel Kältemittel nun wirklich fehlt. Auch wenn es am besten komplett dicht sein sollte haben Kälteanlagen eine Gesetzlich vorgeschriebene Leckrate nach Werksfüllung in Prozent pro Jahr. Erst wenn diese Leckrate überschritten wird, ist ein Kältekreis als undicht zu bezeichnen.
hier ist die Frage wie das in der Praxis ablaufen soll.
Die Monoblock werde den Kunden und Heizungsbauer angepriesen, weil Heizungsbauer keinen "Kälteschein" bzw Zertifizierung benötigt.
Dann soll dieser Heizungsbauer aber bei der Routineinspektion den Kältekreis auf Dichtheit prüfen, was er gar nicht darf.
Er darf nur eine Sichtprüfung machen, für eine Leck-Suchgerät fehlt im die Qualifikation, bzw. hat der normaler Heizungsbauer so etwas gar nicht der Werkzeugkiste.
😢
Danke euch für die Antworten! Dann kann es natürlich auch sein, dass im Rahmen der jährlichen Wartung die Kappe einfach nicht mehr sauber aufgeschraubt wurde. Ich hatte dieses Jahr einen neuen Heizungsbetrieb im Haus mit 2 noch recht jungen Mitarbeitern...
Auf Kulanz und nachweisbar wird da natürlich leider gar nix gehen. Trotzdem wichtig in Zukunft auf einen festen Sitz der Kappe zu achten.
Nochmal Danke euch Beiden.
Hallo @qwert089
Benötigt Ihr Heizungsmonteur ein Zertifikat für die Verwendung eines Kältemittel-Gasdetektors? Es gibt auch einen Lecktest mit Seifenlösung.
VG
Hallo divanc, berichtige mich sofern ich falsch liege. Aber rein rechtlich, sofern ich mich noch korrekt daran erinnere, ist sogar der Kälteschein Kat 4 für eine Dichtheitsprüfung an Kälteanlagen von Nöten. Trotzdem kann es meiner Meinung nach nicht schaden wenn man die Zugangsventile mit Lecksuchspray überprüft. Wobei selbst hiermit oft Mals Leckagen nicht festgestellt werden. Ich hatte selber schon oft genug solche Anlagen die unter Stickstoff und Lecksuchspray „dicht“ waren, erst mit Formiergas und den passenden elektronischen Lecksucher konnte ich dann die Undichtigkeit finden. Viele Leckage öffnen sich auch erst bei wechselnden Temperaturen
Hallo @Pingu
Ich meinte keine Druck- oder Festigkeitsprüfung des Kältemittelkreislaufs, sondern lediglich eine Kältemittelgaslecksuche mit einem solchen Detektor. Ohne Eingriff in den Kältemittelkreislauf.
https://www.mru.at/produkte/digital-manometer/multifunktions-detektor-mit-ansaugmechanik-500gd
VG
Darüber lässt sich streiten was nun gesetzlich korrekt ist bzw. was nun erlaubt ist oder halt nicht. Konnte bis jetzt nichts aussagekräftiges finden was dieses verbietet oder halt erlaubt. Daher würde ich sagen im Zweifelsfall für den angeklagten. Ich bin eh der Meinung das jeder Servicetechniker der an WP arbeitet einen elektronischen Lecksucher an Bord haben muß.
Divanc wird schon Recht haben.
Mit Lecksuch- Spray einsprühen und mit einer Schnüffel-Sonde prüfen sollte ok sein.
Solange man nichts am Kältekreis auf- oder abschraubt.
Was mich vorallem blass werden lässt,
1000 Euro für ein defektes Schraderventil inkl. Kältemittel und Dichtheitsprüfung. Das ist ein Cent Artikel, und selbst das Kältemittel ist nicht teuer.
Lg
Nur rein interessehalber. Was wäre denn für dich ein angemessener Preis?
Mit allen Kosten, ein Monteur der hoffentlich auch einen Kälteschein hat inkl. Anfahrt, Arbeitszeit und Ersatzteile maximal 500 Euro.
Lg
Als Kunde würde ich mich freuen. Aus der Unternehmerischer Sicht wäre der Preis dein sicherer Ruin. Bei dem Preis hast du gerade den Monteuer, Werkzeug und das Fahrzeug bezahlt.
Als Kunde würde ich mich freuen. Aus der Unternehmerischer Sicht wäre der Preis dein sicherer Ruin. Bei dem Preis hast du gerade den Monteuer, Werkzeug und das Fahrzeug bezahlt.
Mir wurde gesagt man müsse erst alles Kältemittel ablassen und dann neu befüllen. Zudem ist ein Sensor am Verdichter defekt, der meldet fälschlicherweise Überhitzung und muss getauscht werden. Und last but not least schicken die ihren Azubi mit der meist nur daneben steht und guckt aber trotzdem was kostet (auch wenn es nur ein Bruchteil seines Kollegen ist). In Summe wurde dafür fast 1000 Euro in Aussicht gestellt. Achja, die 450 Euro für die Erstdiagnose des Schadens (2,5h mit 2 Leuten) habe ich ganz vergessen, die kommen ja quasi auch noch dazu. Ich bin zwar "nur" der Mieter, aber empfinde es auch zu hoch - und werde schauen dass ich für die zukünftigen Regelinspektionen die Heizungsfirma wechseln werden.
Ob der Sensor wirklich defekt ist sei erst einmal dahingestellt. Bei einem Kältemittelmangel hast du immer eine zu hohe Überhitzung da nicht mehr genügend Kältemittel im System ist welches eingespritzt werden kann. Das normale Prozedere ist nun mal Kältemittel absaugen und entsorgen. In deinem Fall Schrader ersetzen und eine Dichtheits sowie Festigkeits Probe. Kältekreis evakuieren und wieder neu befüllen mit anschließenden Probelauf. Das ist nun mal halt keine Sache die in 1,5h erledigt ist. Als grober Anhaltspunkt kannst du so ca 100 Euro all in rechnen die der Monteuer der Firma pro Stunde kostet. Kältemittel denke ich so bei 120 Euro pro Kilo. Zu dem Azubi: Ernsthaft darf der etwa nichts kosten? Was denkst du wer in 20 Jahren deine Heizung reparieren soll? Das der Preis schmerzhaft ist kann ich absolut nachvollziehen, jedoch ist er Marktüblich weil kein Betrieb es sich leisten kann den Monteur mit allen Nebenzeiten sowie Werkzeug und Material einen halben Tag für 500 Euro arbeiten zu lassen.
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