Hallo Community,
Bei mir wurde eine Vitocall 250a eingebaut.
Rohrdurchmesser Außen zu den Heizkreisverteilern 25mm.
Heizkreispumpe ist die Wilo Para 25/6-43 SC.
Wir haben 3 Etagen im Haus, plus einen Anbau.
Insgesamt 260qm Wohnfläche.
Die Heizkreise wurden von Schlüter berechnet.
Nur die Heizkreisverteiler haben einen Gesamtmassenstrom von 2800kg/h.
Wir haben allerdings noch einen 20qm großen Wintergarten mit Fußbodenheizung und RTL Box und 2 Heizkörper, diese sind in der Berechnung nicht berücksichtigt.
Der Heizkreisverteiler im EG hat mit 165mbar den höchsten Druckverlust.
Zudem haben wir im Keller 3 Heizkörper die direkt angeschlossen sind.
Der berechnete Volumenstrom passt an keinem einzigen Heizkreis. Er ist bei allen deutlich niedriger.
Der HB sagt, das passt alles so, ich solle ihm vertrauen.
Ich bezweifel das, Schlüter hat ja anhand der Heizlast die Heizkreise berechnet.
Und wie ist das mit den Heizkörpern im Wintergarten und Keller, wie soll hier der hydraulische Abgleich vorgenommen werden?
Das ist ja überhaupt nicht möglich.
Der HB sagt, die Vicare machen das von alleine, da wir Einzeöraumregelung haben.
Aber die Heizkörper und der Wintergarten hat kein Vicare sondern normale Thermostate ohne Druckabgleich.
Ich bitte mal um eine kurze Einschätzung, ob die Rohrleitungen, die Heizkreispumpe und die Anbindung des Wintergarten/der Heizkörper so passt.
Vielen Dank und Grüße
Ich hätte eher DN32 gewählt.
Und der Druckverlust kommt nicht durch den Verteiler zustande,sondern vielmehr durch die angeschlossenen Rohrleitungen. Und hier ist die Rohrlänge der entscheidende Faktor.
Du kannst davon ausgehen,dass pro Meter Rohrlänge ein Druckverlust von 4-5 mbar auftritt.
Man sollte sich eher Sorgen darum machen,ob hier auch alle HK im Worst Case-Fall auch genügend Wärme abbekommen Gerade eine FBH verlangt nach einem relativ hohen Druck,was aber in Heizkörpern zu Fliessgeräuschen führen kann. Natürlich nur,wenn HK und FBH durch eine Pumpe ,,befeuert,, werden.
Danke für die Antwort.
Der Druckverlust am Heizkreisverteiler im EG von 165mbar bezieht sich auf den schlechtesten Heizkreis an diesem Verteiler. Er ist auch der schlechteste im ganzen System.
Ich bin der Meinung, die Pumpe ist viel zu schwach ausgelegt.
Schließe ich alle Heizkreisverteiler, Wintergarten und die Heizkörper, und lasse nur das EG voll offen, dann haben die Heizkreise im EG die benötigten 1,5l pro Minute Durchfluss.
Sobald ich andere Verteiler öffne, sinkt der Druck.
Die Pumpe läuft auf konstatdruck mit höchste Stufe.
Der HB sagte, dass kann von Luft im System kommen, er will das nochmal entlüften. Die Pumpe würde aber passen.
Wie kann es dann dazu kommen, dass der Durchfluss massiv fällt sobald andere Kreise geöffnet werden?
Wir kennen nicht die Leistung der 250A, aber der vorgeschriebene Rohrdurchmesser für jede Leistungsgröße der 250er größe steht in der Montage-/Planungsanleitung - für jeden nach zu lesen, natürlich auch für den Kunden im Zuge der Bauabnahme.
In jedem Fall "hätte" @Franky und ich auch 32er Rohr genommen,
sollte VM 32er sogar vorschreiben, 30% der Rechnungssumme einbehalten und den Mangel anzeigen.
Der HB erzählt den Kunden eh nur im Himmel sei Jahrmarkt wenn er "gespart" hat weil 25er Rohr ist halt preiswerter. Oder er hat sonstige Fehler gemacht (Beim Fundament bspw.) - der weiß genau dass nur einer von 100 Kunden vor der Zahlung eine Bauabnahme macht und bei Mängeln genug A**** in der Hose hat, reichlich Kohle ein zu behalten bis zur Mängelbeseitigung.
Egal ob es bei dir nur am DN25 liegt oder sonst wo an einer Regelung.
Fakt ist, für die exorbitanten Wucherpreise die die HB kassieren kann man zu Recht 100% Funktion erwarten. Wenn der HB es nicht schafft, den üblichen Weg in solchen Fällen einschlagen.
Sollte vorschnell volle Zahlung geleistet worden sein, dann kann man nur hoffen dass der HB nicht insolvent wird...
Die Anlage hat 13kw.
Eine Bauabnahme macht ja nur Sinn, wenn ich mich auskenne. Ich als Kunde kann ja schlecht die gesamte Berechnung des HB nachrechnen.
Zumal der HB überhaupt keine Berechnung für die Rohre zu den Heizkreisverteilern gemacht hat. Er hat anhand von "Erfahrungswerten" den Rohrdurchmesser und die Pumpenleistung bestimmt.
250A mit 13Kw - was ist in der Montageanleitung bzgl. Rohrdurchmesser nach zu lesen ?
Den Print lesen der eigentlich der Anlage beiliegt, den der Endkunde haben sollte, oder Download, etc.
Das könntest du mal machen.......
Bzgl. "Bauabnahme"
Im einfachsten Fall reicht es wenn man als Kunde lesen kann. Nämlich die Montagevorschriften. Lesen, gucken, vergleichen.
Kein Profi überweist ne 5-stellige Summe ohne Bauabnahme. Wenn man nicht die Montageanleitung, bzw. Planungsunterlagen von Viessmann lesen kann, Skizzen vergleichen, dann holt man sich jemanden dazu der die Arbeiten abgleicht.
Wer 40K oder mehr für eine WP investiert, dann fällt ein Tausi für eine "kundige Person" für eine Abnahme nicht ins Gewicht.
Und genau so eine Person benötigst du nun. für, wie ich oben schon schrieb den "üblichen Weg" - ich hoffe du weißt was damit gemeint ist ?
Aus der Ferne kann man deine Anlage nicht beurteilen.
Da hast du Recht.
Das Rohr zu den Heizkreisverteilern ist sogar nur ein DN20 Rohr.
Die Divicon die verbaut ist, hat einen maximalen Volumenstrom von 1,5m³/h.
Wie damit die erforderlichen 2800kg/h Massenstrom bewältigt werden sollen, ist mir ein Rätsel.
Da die Anlage von Vissmann gemietet ist habe ich mich nun an die gewandt.
Eventuell können die mir die technische Auslegung erklären, da es der Heizungsbauer nicht kann.
Damit dürfte auch klar sein,dass eine stärkere Pumpe alleine nicht reicht.
Die Rohrdimensionierung lässt nicht mehr zu.
Es gibt nur diese eine Pumpe ?
Ja, es gibt nur die eine Pumpe und nur den einen Heizkreis.
Bin mal gespannt was Vissmann zu der Thematik sagt.
Der HB ist der Meinung, dass es die 1,5l/m für die Heizkreise gar nicht braucht und das viel zu viel wäre.
Ich solle mir keine Gedanken machen.
Aber die Heizkreise wurden ja anhand der Heizlast berechnet.
Wenn da deutlich weniger Wasser durch die Kreise fließt, kommt man doch niemals auf die Heizlast.
Bei uns ähnliche Konstellation, funktioniert jedoch tadellos. Volumenstrom kann über die Parameter im Servicemenu bei uns bis max. 1.900 l/h eingestellt werden, aktuell sind 1.450 l/h fixiert, etwas weniger würde auch reichen. Bei uns ebenfalls nur DN 28 zwischen ODU und IDU, reicht aber. VM empfiehlt hier DN 32 bei größeren Rohrlängen dazwischen.
Gibt es denn konkrete Probleme, wird es nicht warm? Taktung? Ständig Einsatz Heizstab?
Siehe u.a. @Franky bzgl. DN20 Rohre = 🙄
Bereits jetzt eine beweissichere Mängelanzeige (schriftlich-Einschreiben Rückschein) an VM und HB.
Damit hast du schon mal gute Karten wenn die Bude im nächsten Winter kalt bleibt.
Somit haben alle Parteien ausreichend Zeit für Nachbesserung, somit könntest du ggf. Heizkosten per Strom (Heizlüfter) später einklagen wenn die WP im nächsten Winter bei -5 Grad die Bude nur auf max. 18 Grad hebt.
Zeigts du aktuell keinen Mangel an, so kannst du ggf. auf erheblichen Strom-Heizkosten sitzen bleiben.
Beratung beim Ra kann nie schaden.....
Das Problem ist aktuell nicht die Verbindung der Außeneinheit zur Inneneinheit, sondern die Verrohrung zu den Heizkreisverteilern, welche in DN20 ausgeführt wurde.
Wobei die Verrohrung der Außeneinheit auch nur mit DN25 erfolgt ist.
https://media.selfio.de/downloads/pdf/Planungsanleitung-Viessmann-Vitocal-250-A_compressed.pdf
Seite 159 " DN25 bis 2 Meter" - das schafft man nur in extrem seltenen Fällen
■ Die Verbindung von der Außeneinheit in das Gebäude kann auf
einer Länge von 2 m mit einem Leitungsquerschnitt von DN 25
ausgeführt werden.
Weiter vom Gebäude entfernte Montage der Außeneinheit, Leitungsführung unter Erdniveau:
■ Verbindungsleitung zur Inneneinheit in DN 32 ausführen.
■ Abhängig von der Rohrlänge und vom erforderlichen Volumenstrom den Leitungsquerschnitt im Gebäude ggf. auf DN 32 erweitern.
"Billig Billig" Gewinnoptimiert - dickere Rohre hätten ja einen Hunni mehr gekostet...
2800l/h wirst du mit einer Divicon/Heizkreis nur schwer hinbekommen, erst recht nicht, wenn nur die mit 1,5m³/h verbaut ist. Diese sollte aber zumindest mit DN25 angeschlossen sein.
Die kräftigste Divicon mit 2,5m³/h und größerer Pumpe bräuchte DN32. Wenn es zwischen Pumpe und Heizkreisverteiler bereits einen größeren Druckabfall gibt, kommt es zu den beobachteten Rückwirkungen der Kreise untereinander.
Natürlich bekommst du das Haus auch mit 1500l/h warm, wenn die Spreizung entsprechend höher ist. Dazu musst du aber mit höherer VLT arbeiten, was Effektivität kostet. Evtl. musst du das aber wegen der paar Heizkörper ohnehin, wenn diese nicht auf FBH-Niveau laufen. Dann hättest du aber 2 Heizkreise.