Gibt es mehr Informationen dazu, was die Funktion "Intelligent Heat Control" macht? Idealerweise in Kombination mit einer Vitocal 150 oder 250 Wärmepumpe und Radiator-Heizkörpern. Ich habe mir die Informationen dazu durchgelesen und habe habe noch einige Fragen:
1. Regelung der Wärmepumpe in Abhängigkeit der Raumtemperaturen
In der Beschreibung heißt es:
Dazu vergleicht Intelligent Heat Control permanent die Temperaturen und die Stellung der smarten Thermostate in den einzelnen Wohnräumen miteinander. Sind die von den Bewohnern jeweils gewünschten Raumtemperaturen erreicht, erhält der Gas- oder Öl-Heizkessel oder die Wärmepumpe automatisch den Befehl zur Verringerung der Heizleistung, sodass zu jedem Zeitpunkt der Bedarf und die Produktion des Wärmebedarfs energieeffizient balanciert werden.
Heißt das, dass z.B. bei allmählichem Erreichen der Soll-Raumtemperatur in den Räumen die Wärmepumpe auf modulierend gestellt wird? Und dass bei zu starkem Überschreiten der Soll-Raumtemperatur die Wärmepumpe abgeschaltet wird? Überschreibt dies die Ziel-Vorlauftemperatur der Wärmepumpe laut Heizkurve?
2. Verringerung Takten
In der Beschreibung heißt es:
Der innovative Rechenalgorithmus reduziert nicht nur den Energieverbrauch, sondern minimiert auch das häufige Ein- und Ausschalten des Wärmeerzeugers (das sogenannte Takten).
Wie genau wird das verhindert? Meine Annahme ist, dass wenn die Wärmepumpe aufgrund von Mindestlaufzeiten weiter laufen muss, sie das Signal sendet, die Heizkörperthermostate zu öffnen, auch wenn die Soll-Raumtemperatur bereits erreicht wurde. Ist diese Annahme korrekt?
Lässt sich damit auch auf einen Pufferspeicher im Heizkreis zur Vermeidung von Hochdruckstörungen oder zur Verringerung von Takten verzichten? Diese braucht es ja vor allem für den Fall, dass die Wärmepumpe läuft ohne dass Thermostate offen sind bzw. dass offene Thermostate Wärme benötigen, ohne dass sie Wärmepumpe läuft.
3. Kombination mit Heizungswasser-Pumpengruppe
Wird die Heizungswasser-Pumpe mit in "Intelligent Heat Control" eingebunden? Wenn ja, wie genau? Meine Annahme ist, dass die Pumpe dann nur noch läuft, wenn auch die Wärmepumpe läuft und die Thermostate offen sind. Zusammengefasst: Die drei Komponenten Wärmepumpe, Heizungswasser-Pumpe und Thermostate and den Heizkörpern sind dann so abgestimmt, dass entweder alle 3 laufen/offen sind oder aber all 3 stillstehen/geschlossen sind. Ist diese Annahme richtig?
4. Regelung der Vorlauftemperatur
Wird bei Verwendung von Intelligent Heat Control vollständig auf eine Soll-Vorlauftemperatur abhängig von einer Heizkurve verzichtet? Wird sie stattdessen immer nur so gewählt, dass die Soll-Raumtemperaturen erreicht werden?
Wenn ja: Lässt sich einstellen, ob eher eine niedrigere Vorlauftemperatur für mehr Effizienz aber langsamere Regelgeschwindigkeit oder das Gegenteil für mehr Komfort bevorzugt werden soll? Also z.B. was bei einer Ist-Raumtemperatur von 18 Grad einer Soll-Raumtemperatur von 22 Grad passiert: Entweder wird mit einer niedrigeren Vorlauftemperatur die Solltemperatur erst allmählich erreicht wird. Ober es wir mit einer hohen Vorlauftemperatur die Solltemperatur sehr schnell erreicht?
5. Hydraulischer Abgleich
In der Beschreibung heißt es:
Die per Funk untereinander sowie mit der ViCare App und der Heizungsregelung kommunizierenden Thermostate führen darüber hinaus den für einen sparsamen Energieverbrauch so wichtigen, TÜV-zertifizierten, hydraulischen Abgleich durch.
Heißt das, dass auf einen hydraulischen Abgleich durch den Heizungsbauer vollständig verzichtet werden kann? Entspricht dieser Abgleich dem Verfahren B?
Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen! Wenn die "Intelligent Heat Control" tatsächlich so funktioniert, dass sie die separaten Regelkreise von Wärmepumpe, Heizungswasser und der Raumweisen Regelung zu einem großen Regelkreis zusammenfügt, dann ist sie ein echt tolles Produkt.
Gelöst! Gehe zu Lösung.
Hallo Metlam,
ich gehe mal direkt auf deine Fragen ein:
1. Gesteuert wird die Anlage bei Intelligent Heat Control über das Absenken und Anheben der Kennlinie.
Desto weniger Wärme in den Räumen benötigt wird, desto weiter wird die Kennlinie nach unten verschoben, die Vorlauftemperatur also reduziert.
Wenn mehr Wärme benötigt wird, arbeitet das System genau andersrum.
2. Durch das optimierte Heizverhalten und die genauere Bedarfsanforderung an die Anlage können Laufzeiten verlängert und das Takten reduziert werden.
3. Die Pumpen berücksichtigen die Stellung der Ventile.
Wenn alle ViCare Thermostate die Ventile geschlossen haben, werden auch die Pumpen abgeschaltet.
4. Die Anlage arbeitet ganz regulär nach einer Vorlauftemperatur, die von den Thermostaten vorgegeben wird.
Die Thermostate übertragen immer die benötigten Temperaturen an die Anlage, die höchste, für einen Raum eingestellte Temperatur wird als Raum-Soll-Temperatur an der Anlage gesetzt, entsprechend der Kennlinie wird auf die benötigte Vorlauftemperatur geheizt.
Grundlage ist immer das, was du für die Kennlinie eingestellt hast. Das ist die Basis an der sich die Intelligent Heat Control orientiert.
5. Wenn alle Heizkörper mit ViCare Thermostaten ausgestattet sind, kümmern diese sich vollständig um den hydraulischen Ausglich.
Die Zertifizierung erfolgt nach Verfahren B.
Besten Gruß,
Chris vom Customer Care Team
Hallo Metlam,
ich gehe mal direkt auf deine Fragen ein:
1. Gesteuert wird die Anlage bei Intelligent Heat Control über das Absenken und Anheben der Kennlinie.
Desto weniger Wärme in den Räumen benötigt wird, desto weiter wird die Kennlinie nach unten verschoben, die Vorlauftemperatur also reduziert.
Wenn mehr Wärme benötigt wird, arbeitet das System genau andersrum.
2. Durch das optimierte Heizverhalten und die genauere Bedarfsanforderung an die Anlage können Laufzeiten verlängert und das Takten reduziert werden.
3. Die Pumpen berücksichtigen die Stellung der Ventile.
Wenn alle ViCare Thermostate die Ventile geschlossen haben, werden auch die Pumpen abgeschaltet.
4. Die Anlage arbeitet ganz regulär nach einer Vorlauftemperatur, die von den Thermostaten vorgegeben wird.
Die Thermostate übertragen immer die benötigten Temperaturen an die Anlage, die höchste, für einen Raum eingestellte Temperatur wird als Raum-Soll-Temperatur an der Anlage gesetzt, entsprechend der Kennlinie wird auf die benötigte Vorlauftemperatur geheizt.
Grundlage ist immer das, was du für die Kennlinie eingestellt hast. Das ist die Basis an der sich die Intelligent Heat Control orientiert.
5. Wenn alle Heizkörper mit ViCare Thermostaten ausgestattet sind, kümmern diese sich vollständig um den hydraulischen Ausglich.
Die Zertifizierung erfolgt nach Verfahren B.
Besten Gruß,
Chris vom Customer Care Team
Vielen Dank @CustomerCareChris , das klärt meine Fragen fast vollständig.
Eine letzte Frage habe ich noch, siehe Punkt 2: Lässt sich bei Nutzung von Intelligent Heat Control auch tendenziell eher auf einen Pufferspeicher im Heizkreis zur Vermeidung von Hochdruckstörungen und zur Verringerung des Taktens verzichten?
Hallo Metlam,
das ist eine Entscheidung, die nicht aufgrund der Intelligent Heat Control getroffen werden sollte.
Das System muss auch ohne smarte Komponenten vernünftig arbeiten können, eine entsprechende Planung erfolgt durch den Fachbetrieb.
Besten Gruß
Hallo Chris vom Customer Care Team,
ich habe seit Ende März 2024 eine Vitocal 252-A mit 8 kW Heizleistung in Betrieb. Ich würde gerne jetzt zur nächsten Heizperiode die Vicare Plus App ausprobieren. Ich habe alle Heizkörper mit Vicare Heizthermostate ausgerüstet. Funktioniert der Intelligent Heat Control Assistent überhaupt bei der Vitocal 252 ? Ich habe hier im Forum gelesen, das der Heat Control Assistent für Wärmepumpen nicht kompatibel sein soll.
Viele Grüße
Martin
Hallo Makin,
welche Funktionen mit deiner Anlage kompatibel sind, steht unter ViCare+ in der ViCare App.
Laut unserem System ist deine Anlage mit der Intelligent Heat Control kompatibel.
Besten Gruß
Hallo Chris,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Dann werde ich mal die Vicare-Plus App diesen Winter ausprobieren.
Eine andere Frage habe ich noch:
Ich möchte zeitnah eine PV-Anlage 12-13kWp mit Stromspeicher und Wallbox zusätzlich zur Vitocal 252-A installieren lassen. Alle Komponenten möchte ich von Viessmann nehmen, damit ich das HEMS von Viessmann benutzen kann. Leider bekomme ich die Vitocharge mit 15kWh nicht in meinem Keller, da die Raumhöhe nur 2m beträgt. Die teure Lösung wäre wahrscheinlich die Vitocharge in Kaskade mit 1x10kWh und einmal 5 oder 10kWh. Gibt es noch eine alternative Lösung um auf 15 - 20kWh Speicherkapazität zu kommen außer ein Fremdprodukt zu nehmen? Gibt es demnächst evtl. einen Stromspeicher mit paralleler Anordnung der Batteriemodule anstelle senkrecht?
Viele Grüße
Martin
Lieber CustomerService,
mit Interesse habe ich die obigen Antworten gelesen. Zu den Antworten bezüglich Frage 4 und 5 habe ich jeweils eine Frage und würde mich sehr über eine Antwort freuen. Ich habe eine Vitocal 250 A AWO-E-AC 251 A 16 in Betrieb und habe alle Heizkörper mit Vitocal Thermostaten ausgestattet.
Zu 4) Wenn die in der Heizung hinterlegte Kennlinie als Basis dient, was bedeutet das? Die finale Frage ist, muss die Heizkurve trotz der Nutzung des intelligent Heat Control manuell optimiert werden um effizient zu heizen? Oder kann die Kennlinie aussehen wie sie will, da dass Ergebnis bei Nutzung der Vicare Thermostate immer das gleiche ist, da diese die Heizkennlinie zu 100% steuern? Muss man also noch manuell optimieren oder nicht?
Zu 5) Mein Heizungsbauer hat überall neue Ventile eingebaut und einen manuellen hydraulischen Abgleich gemacht obwohl eigentlich bekannt war, dass die vicare Thermotaste installiert werden sollen. Das hat a) natürlich eine Menge Geld gekostet was wenn ich es richtig verstehe nicht hätte sein müssen (wir haben KfW Förderung bekommen) und b) stelle ich mir jetzt die Frage ob das jetzt technisch sogar ein Problem ist, denn mit dem manuellen hydraulischen Abgleich hat man ja "mechanisch" die Durchflussmenge am Ventil eingeschränkt und ich frage mich ob die Thermostate jetzt überhaupt noch korrekt IHREN permanenten hydraulischen Abgleich machen können. Nach meiner Logik würde das nur gut funktionieren wenn die Ventile alle komplett geöffnet sind!?
Über ein Feedback wäre ich sehr dankbar!
Viele Grüße
Hallo,
hätte denn jemand von VIESSMANN die Möglichkeit die Fragen zu beantworten?
Herzlichen Dank 😊
Hallo zusammen,
die Frage von Trom stelle ich mir auch:
Zu 4) Wenn die in der Heizung hinterlegte Kennlinie als Basis dient, was bedeutet das? Die finale Frage ist, muss die Heizkurve trotz der Nutzung des intelligent Heat Control manuell optimiert werden um effizient zu heizen? Oder kann die Kennlinie aussehen wie sie will, da dass Ergebnis bei Nutzung der Vicare Thermostate immer das gleiche ist, da diese die Heizkennlinie zu 100% steuern? Muss man also noch manuell optimieren oder nicht?
Kann jemand von Viessmann da bitte noch drauf eingehen?
Allg. Antwort zum Thema IHC
Ich hatte an meiner 250A16 die Funktion IHC mal für ne gute Woche ausprobiert und die angeforderten VL-Tempeperaturen und Stromverbräuche vergleichend bei fast stabiler Aussentemperatur beobachtet.
Davon ausgehend dass bereits vorher schon die Heizkurve (ohne IHC) möglichst ideal eingerichtet wurde, ist das IHC-Ergebnis hinterher leider sehr enttäuschend.
Mit IHC fährt die Anlage im Vergleich fast ständig deutlich erhöhte VL-Temperaturen, die eigentlich gar nicht benötigt werden um die Räume wie erwartet warm zu bekommen.
Ich kann den Gebrauch dieser Funktion bsolut nicht empfehlen, da sie die Effizienz der gesamten Anlage somit spürbar verschlechtert, und bei keinem mir erkennbaren Komfort-Vorteil zu vorher schlicht einem nur zusätzliche Energiekosten verursacht.
Wie absolut schlecht eine Anlage bzw deren Heizkurve vorab eingestellt sein müsste, dass trotz zusätzlicher Zuschaltung von IHC noch ein späterer Vorteil rumkäme kann ich leider nicht final einordnen.
Also: ausprobiert, nicht für brauchbar empfunden, und darum final wieder deaktiviert !
Nur wer Geld zum Fenster rauswerfen will, ....bitteschön, solls gerne benutzen.
Ich denke jeder Enduser der kein absoluter tech-DAU ist, und der sich mal mit der Heizkurve und leidlich logischen Einspargedanken auch OHNE IHC vorab als Anlagenbesitzer zumutbar befasst hatte, solle ein besseres Effizienz Ergebnis über die Heizkurve alleine, also OHNE zugeschaltetes IHC, wohl locker hinbekommen.
meine 3 Cent
mfg
pspierre
Wenn @pspierre Recht haben sollte, wäre die IHC schlecht programmiert. Eine Steuerung der Vorlauftemperatur nach den Gesichtspunkten der modernen Regelungstechnik und auf Grundlage der Messdaten der einzelnen Räume wird gegen eine Heizkurve immer gewinnen.
Warum das so ist?
Eine Heizkurve richtet sich nach der Außentemperatur an einer bestimmten Stelle. Rein mathematisch gesehen, ist das eine zufällig ausgewählte unabhängige Variable. Tatsächlich sind aber mehrere unabhängige Variable maßgeblich, die sich in den zu beheizenden Räumen konkret messen lassen. Wenn man das richtig macht, schlägt man eine Heizkurve ganz locker.
Theoretisch ja .... bestätigt sich halt nur nicht in der Praxis, .... zumindest bei mir.
>>die sich in den zu beheizenden Räumen konkret messen lassen. Wenn man das richtig macht,...<<
....hmmm : wenns denn so realisierbar wäre......
Da hätten wir Thermostatventile, die den Gegebenheiten folgend an den Heizkörpern mal in ca 80cm, mal in ca 180cm und auch mal nur in 15cm Bodenhöhe an den HK angebaut wurden.
Da diese "Hightech-Thermostate", hier als so ziemlich teuerste am Markt, sich nicht durch Offsets zu zentralen realen Raumtemperatur Einmessen lassen, benötigt jeder Raum mit HK , und sei er noch so klein, mindestens einen zus. Klimasensor, der dann aber auch nicht in der Nähe von HKs, Fenstern, Türen, Lüftungen oder an Außenwänden befestigt sein darf um halbwegs verwertbare Raum-Werte zu liefern .
Praxistauglich müsste man die Teile an Fäden von der Decke in ca Raummite auf ca 140cm Bodenhöhe abhängen.
Sonne darf dabei auch keine dran, und auch Menschen sollten sich nicht dauerhaft in deren Nähe aufhalten.
Viel spass beim Suchen eines vernünftigen Platzes.
Ab einem Raum > 30qm ist sogar noch ein zweiter Klimasensor empfehlenswert, und ab 60qm sogar ein dritter in diesem Raum schnell sinnvoll angesagt, wenn man nicht an der Realität vorbeimessen möchte.
Und auch diese Teile sind natürlich nicht durch Offsets zu den Verhältnissen der an sich realen zentralen Raumtemperatur kalibrierbar.
Durch die üblichen Montageorte bedingt zeigen/messen die also letztlich so gut wie immer mehr oder weniger zu niedrige Temperaturen, was letztlich tendetiell höhere Vorlauftemperaturen als nötig induziert.
Das ganze nur mal als ein Aspekt von mehreren , warum das mit der IHC nur mit etwas Glück auch mal leidlich vorteilhaft funktionieren wird, und wie schell aus einer eigentlich angedachten "Energie-Sparfunktion" auch schnell ein "Draufzahlmodell" werden kann.
mfg
pspierre
Informier Dich erst mal darüber, wie Regelungstechnik funktioniert. Anscheinend fehlt Dir dafür das simple Grundwissen.
Ohne hydraulischen Abgleich, ohne Anpassung der Heizkurve, mit falsch platziertem Außenfühler, ohne entsprechende Nachregelung durch Heizkörperthermostate, etc. funktioniert übrigens auch die Regelungstechnik aus dem letzten Jahrhundert nicht.
Das kann man aber mittlerweile besser.
Ich erhebe nicht den Anspruch am mich "moderne Regelungstechnik" im kleinsten Detail zu verstehen, sondern beobachte das ganze hier zunächst eher von der Anwenderseite, unter dem Kriterium:
Erfüllt seien angedacht beworbenen Zweck, oder nicht ?
Und mit dem werblichen Anspruch, mit dem die Funktion IHC beworben, und für Endanwender in Montage der erf. Hardware + Einrichtung angeboten wird stelle ich lediglich fest :
Funktioniert nicht so im Zweck, wie es angeboten/beworben wird. Zumindest nicht bei mir...
Verhält sich energetisch nicht mal "neutral" , sondern verschlimmbessert bei mir die Anlageneffizienz.
Bin selbständig in einem durchaus wissenschaftlich technischen Beruf und nebenbei auch Handwerksmeister, ...wenn auch kein Heizungsbauer oder Ing. für Regelungstechnik, aber es fällt mir durchaus nicht sonderlich schwer mich in so eine Sache noch so leidlich tief reinzudenken, um schon bei der Hardware der Sensorik starke Kompromisslinien ausmachen zu können. ........aber egal.
Was ich hier aus der "Jedermanns-Praxis" zur IHC mitteilen wollte hab ich nach bestem Wissen und Gewissen getan.
Ich pers. rate jedem, der die Funktion dauerhaft verwenden möchte über einen gewissen Zeitraum protokollierend und vergleichend zu realisieren, ob sich wirkich nachweislich energetisch funktionale Vorteile für den einzelnen ergeben.
Man könnte auch ebenfalls über Komfortvorteile von IHC diskutieren. Da könnte es den ein oder anderen funktionalen Aspekt durchaus geben.
Wenn man aber energetische Effizienz höher bewertet, bzw diese ggf mit der Gesamtfunktion ggf. eher verschlimmbessert, hats ein gewisses Gschmäckle, was jeder dann für sich selbst abwägen muss.
Was man noch sagen kann:
Die Funktion steht seit letztem Herbst allen Nutzern entsprechender Anlagen auch sogar nunmehr kostenlos zu Verfügung !
(war vorher kostenpflichtig, bzw sollte u.a. als Zugpferd zum Verkauf des Funktionsbundles "Savings Assistent" dienen)
Und sie ist abschaltbar !? Warum wohl ? ....und hoffentlich bleibt es so.
mfg
pspierre
@AKO55 schrieb:Ohne hydraulischen Abgleich, ohne Anpassung der Heizkurve, mit falsch platziertem Außenfühler, ohne entsprechende Nachregelung durch Heizkörperthermostate, etc. funktioniert übrigens auch die Regelungstechnik aus dem letzten Jahrhundert nicht.
Das kann man aber mittlerweile besser.
Natürlich muss das "kleine Einmaleins aus dem letzten Jahrhundert" zunächst mal stimmen.
Und selbst wenn es optimal stimmt, muss man noch eine komfortorientierte Auslegung von einer effizienzorientierten unterscheiden, ..... um hinterher ggf zu vergleichen.
Bezüglich Aussentemperaturmessung:
Sollte ja schon möglichst genau, und an sinnvollem Ort stattfinden....natürlich !
Aber nicht mal das bekommt Viessmann wieder eigentlich besseres wissen mit Konsequenz hin.
So ist im Servicemenü der A250 zwar seit Ewigkeiten ein einstellbares Offset-Menü zum Aussenfühler vorhanden.
Nur kann man da einstellen was man will, denn intern ist ein real eingestelltes Offset dennoch auswirkungslos auf die Temperaturerfassung.
(und muss dann Gesamtfunktiontechnisch mit anderen Parametern latent wieder ausgewetzt werden)
Dieser Bug ist bekannt und zieht sich schon durch so einige Softwareversionen.
....aber : ...nix passiert
Auch sowas schürt Zweifel und Skepsis ob die Profi Regelungstechniker und Ingenieure hier wirklich immer sooo genau wissen, was sie tun und worauf sie ihre "High-End" Regelungstechnik aufbauen .
Zumal IHC nach wie vor keine rein Raumgesteuerte Vorlauf-Regelungstechnik ist (was möglich wäre) sondern hier dennoch die Aussentemperatur mit parametrisiert und wohl sowas wie ein Zwischending zwischen rein aussentemperaturgersteuerter und rein raumgesteurter Auslegung ist.
mfg
pspierre
Ich habe im Oktober 2025 alle 6 Heizkörper mit den Vicare Thermostaten versehen. In 3 Räumen muss ich auch mit den Klimasensoren arbeiten, da die Heizkörper in Heizkörpernischen oder verdeckt liegen.
Ein Temperatur OFFSET währe daher optimal geeignet solche Nachteile ohne zusätzliche Klimasensoren auszugleichen.
Gibts leider noch nicht.
Alles in Allem funktioniert die IHC meinem Vitocrossal CU3A sehr gut. Der Kessel taktet nun weniger und regelt die Vorlauftemperatur sehr gut herunter ohne zu takten. Das war früher hauptsächlich während der Übergangszeit wesentlich häufiger der Fall.
Und ich kenne mich sehr gut mit der Einstellung von Neigung und Niveau in der Heizkurve aus. Das hätte ich so nicht hin bekommen ohne die Heizkurve in der App mehrfach während der Heizperiode anzupassen. IHC ist halt eine Mischung aus Außentemperatur- und Raumgefühter Vorlauftemperatur.
Mahl sehen was der Gasverbrauch, den ich monatl dokumentiere am Ende der Heizperiode anzeigt?
PS. Besser wäre noch, wenn die Vicare Thermostate im manuellen Betrieb noch die Möglichkeit bieten würden eine Einstellung über 6 Stunden hinaus bis zum nächsten Unschaltpunkt vornehmen zu können.
Wollte noch ergänzen dass sich meine obigen Postings bezüglich der IHC in allererster Linie auf den Heiz-Betrieb mit Wäremepumpen beziehen,
da vor allem hier jedes an sich nicht zwingend erforderliche Grad an Vorlauftemperatur im HK, sich besonders negativ auf die Anlageneffizienz auswirkt.
Und selbst hier noch einmal im Besonderen, wenn die Wärmepumpe nicht idealisiert in einem top isolierten Neubau mit Fussbodenheizung arbeiten soll, die eh so gut wie nie über 30-35 Grad im VL hinauskommen wird,
....sondern besonders in Häusern ZB im Bestand und mit Heizkörpern, wo die Effizienz der Warmepumpen-Anlage die mit jedem einzelnen Grad VL-Temoeratur die über ca 30-35 Grad hinaus muss, mehr und mehr in einem exponentiellen Verhältnis weiter in die Knie geht.
Und um einen Vergleich der Effizienz mit und ohne IHC anstellen zu können kommt man nicht darum herum zunächst einmal selbst auszuloten wie viel VL-Temp man eigentlich minimiert wirklich braucht, um die Hütte, bzw die hauptsächlich zu beizenden Räume warm zu bekommen resp zu halten.
Und das wiederum erfährt man nur wenn man die Anlagenregelung mal temporär "ganz dumm" macht , und versucht die( hauptsächlich) zu beizenden Räume alleine über die VL-Temperatur auf Zieltemperatur zu bringen und vor allem dort zu halten.
Also:
ViCare ausschalten, alle Thermostate manuell auf dauerhaft vollen Druchfluss bringen (30+ Grad) und die Raumtemperatur über ein gutes Digitalthermometer an idealer Stelle im Raum kontrollierend selbst im Auge behalten.
Gut, das ist temporär umkomfortabel und auch schon mal zeitraubend. Aber so nach und nach bekommt man mit, bei welcher Außentemperatur und manuell welch dazu gewählter Vorlauftemperatur sich der gewünschte stabile Heizeffekt einstellt .
Da macht man sich am besten paar Notizen wie sich das für temporär eher stabile Außentemperaturen mit der erf. VL-Temp verhält, und baut sich dann entsprechend dieser Erkenntnisse und so gut es numerisch geht, seine Heizkurve an der Anlage im Kurvenmenü zusammen.
Man braucht nur 3 bis max 4 sinnvoll gestuft gewählte Außentemperatur-Verhältnisse mit den zugehörigen ideal minimierten Vorlauftemperaturen um leicht etwas versuchend im Kurven-Menü rauszufinden welche Steigung wohl am ehesten da drauf passt, und macht später im wieder automatisierten Betrieb, nun nochmals eine eher nach unten auslotende Feinabstimmung über das Niveau.
Zumindest ist diese Methode bereits im Einstieg zielgerichteter schon recht exakt auf die realen Verhältnisse gerichtet, als nur mit der Heizkurve und aktiven Thermostaten sehr langwierig mit viel Versuch und Irrtum rumzuexperimentieren, und sich dennoch nie so richtig sicher sein zu können ob die gegenwärtig gewählte Heizkurve resp. Vorlauftemperatur wirklich nach unten ausgelotet ist.
Und erst dann schaut man sich an, wie sich ein zusätzlich aufgeschaltetes IHC in den von dieser Zusatz-Funktion nunmehr "optimierten" Vorluftemperaturen in Abweichung der eigenen Erkenntnisse so verhält.
Mein pers. Ergebnis war:
Klar wurde die Bude auch damit warm, und über die Vicare-HK-Thermostaten stabil gehalten.
Jedoch lagen zu allen von mir vorab ermittelten Werteparen (Aussentermperatur zu Vorlauftemperatur) die mit IHC gefahrenen Vorlauftemperaturen um mind. 2, jedoch eher zumeist bis an die 5 Grad höher !
Und bei wintertypischen Aussentemperaturen zwischen +5 bis -10 Grad, wo meine pers. ermittelte Heizkurve alleine auch schon mal so zwischen 34 und 42 Grad im Vorlauf aufruft , wirken sich nicht zwingend erforderliche zusätzliche 2-5 Grad mehr schon recht deutlich in der Anlageneffizienz aus.
Sprich das kostet zusätzliches Geld.
Ich gönne und wünsche es aber jedem, andere und vor allem positivere Erfahrungen mit IHC zu machen.
mfg
pspierre
Nachtrag:
Der Gasverbrauch war im kalten Februar tatsächlich einiges geringer als im Vergleichsmonat im Vorjahr ohne IHC und Vicare Thermostate.
Aber wie pspierre schon schrieb, es ist vorteilhaft den breakeven Punkt seiner Heizung bezüglich Vorlauftemperatur , Neigung und Niveau auszuloten und darauf aufzubauen.
Das habe ich zuerst gemacht.
Und mit der IHC ist es nun noch optimaler geworden. Wenns nicht geklappt hätte, hätte ich die Vicare Komponenten wieder verkauft.
Gruß Hönni
@Profi2
@all
Bei (d)einer Gasheizung schlügen 2-4 Grad mehr VL-Temp als nötig wie gesagt in der Effizienz noch kaum so richtig negativ ins Kontor, ...anders aber bei einer Wärmepumpe.
An Brennerheizungen wäre das dann ein kleiner Komfortzuschlag der kaum mehr kostet.
Und diese Automatische Regelung IHC muss immer ein klein wenig Komfortzuschglag bereit halten, damit die Bude allzeit verlässlich warm genug wird.
Aber an einer Wärmepumpe ist jeder noch so kleine Komfortzuschlag in der VL-Temp jedoch eine nicht unerhebliche Effizienzbremse in exponentieller Eigenschaft .
IHC kann an Verbrenneranalgen sicherlich gute Dienste leisten.
In diesem Umfeld wurde sie sicherlich ursprünglich auch entwickelt .
An (m)einer Wärmepumpe ist sie aber für mich durchgefallen, wg. so.
mfg
pspierre
Womit die Vorlauftemperatur erzeugt wird ist eigentlich egal. D.h. die Logik von @pspierre ist nicht schlüssig.
Doch, ist sie ......
Um bei einer Brennerheizung deren Energie-Abgabe-Leistung zB zu verdoppeln reicht es "annähernd" vereinfacht in etwa aus, einfach nur deren Brennstoffzuführung zu verdoppeln.
Um bei einer Luft-Wasser-WP deren Energie-Abgabe-Leistung zu verdoppeln sinkt deren Effizienz deutlich überproportionaler ab als bei einem Verbrennerkessel.
Das heist es muss vergleichend überproportional ansteigend mehr elektrische Energie verbraucht werden, als nur eine schlichte Verdoppelung.
Liegt zunächst daran dass bei der WP eine Erhöhung der Abgabeleistung in der Regel auch gleichzeitig zuzsätzlich mit einem Abfallen der Aussentemperaturen verbunden ist, was die Enegieaufnahme am Verdampfer aus der Aussenluft immer schwieriger macht.
Aber auch daran dass eine an sich nicht benötigte Erhöhung der Heiz-VL Temp die Anlageneffizuenz selbst auch weiter verschlechtert.
Wenn die WP dann ZB eh schon im eher effizenzungünstigeren Winter betrieben wird treibt eine zusätzlich an sich nicht benötigte, aber dennoch erfolgte VL-Temp.-Erhöhung die Effizienz nochmal überproportional auswirkend noch weiter nach unten.
Das liegt letztlich am Verdampfer><Kondensationsprinzip und den begrenzten thermophysikalischen Eigenschaften des verwendeten Kältemittels.
mfg
pspierre
Wenn man so wie Du mit einer zu hohen Vorlauftemperatur arbeitet, sind Deine Ausführungen sicher richtig.
Bei Anwendung der modernen Regelungstechnik werden die Ventilstellungen der Heizkörper und die Vorlauftemperatur allerdings so optimiert, dass in den vorhandenen Räumen die gewünschten Temperaturen mit einer gerade ausreichenden Vorlauftemperatur erreicht werden.
D.h. u.a., dass ein fortwährender hydraulischer Abgleich erfolgt (Der ist nämlich genau genommen von Randbedingungen wie Anzahl der beheizten Räume, Vorlauftemperatur, etc. abhängig.) und außerdem die Veränderung von Verhältnissen, wie z.B. Sonneneinstrahlung, etc.; berücksichtig wird.
Damit das möglich ist, braucht das System aber Meßdaten. D.h. man muss ihm erst einmal Gelegenheit zum Messen geben.
Die dafür üblichen Verfahren zur Optimierung eines nichtlinearen Funktionals (z.B. Newton-Raphson-Verfahren) werden Dich immer schlagen.
Deine Heizkreiskurve macht im Prinzip Folgendes: Sie wählt in Abhängigkeit von einer Außentemperatur, die mit Deinen Raumtemperaturen nur ziemlich grob etwas zu tun hat, eine Vorlauftemperatur. Damit diese in allen Räumen zur gewünschten Temperatur führt, muss man diese zumindest an einigen Stellen runterregeln. Abgesehen davon wäre zu beachten, dass ein hydraulischer Abgleich nur für eine ganz spezielle Situation möglich ist, die nicht immer gegeben ist.
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