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Seit Einbau Hydraulischer Weichen Heizungsvorlauftemperatur nur noch 35 °C

Hallo

 

wir haben eine Viessmann Vitodens 200 als Heizzentrale für 4 Reihenhäuser.

2 Häuser haben FBH und 2 Häuser Heizkörper. Der Sanitär hatte die Idee in alle Reihenhäuse

je eine hydraulische Weiche einzubauen um die Heizkreise zu entkoppeln. Er hat die Bypässe zwischen Vor-und Rücklauf entfernt und überall Adaptive Pumpen eingebaut.

 

Seitdem haben wir nur noch 35 °C Vorlauftemperatur.

 

Hier mal eine Skizze wie es bei uns aufgebaut ist. 

 

 

pmum_1-1766226304474.png

 

pmum_3-1766226402159.png

 

pmum_4-1766226425778.png

 

 

Hat irgendjemand eine Idee was das Problem sein kann?

Bin für jede Hilfe dankbar.

 

 

 

223 ANTWORTEN 223

(31% * 35kW) / (64 - 21,5)K / 1,16Wh/K/l = 220 l/h

 

Die Physik passt also recht gut mit dem allmess überein 😉 (wenn wir davon ausgehen, dass bei 200l/h der Unterschied zw. WW und Weiche nicht mehr in's Gewicht fällt...) 

halte ich für eher unwahrscheinlich. Die Verkalkung müsste schon richtig heftig sein. Und dieser simple Dreisatz geht ja davon aus, dass 100% der Brennerleistung auch in's Wasser gehen, und das passt ja offensichtlich alles ziemlich gut. Und die Abgastemperatur liegt etwa in der Mitte zwischen VL und RL, das heisst die Wärmetauscherei müsste eigentlich ganz gut funktionieren...

 

Ich kann aber nich wirklich sagen, wie sich da ein verkalkter Wärmetauscger auswirkt...

Schätze ich ähnlich ein  .

Wisst ihr welche Pumpe da eingebaut werden kann? Das kann ja nicht so schwer sein? Einfach die Absperrhähne an der Therme (Messing) zudrehen, Wasser aus der Therme Ablassen, 4 Schrauben am Pumpenkopf aufdrehen, Pumpekopf abnehmen, neue Pumpenkopf aufsetzen und festschrauben, Therme wieder befüllen und dabei über entlüftungsventil oben an dem Wärmetauscher entlüften.

Ich finde aber die passende Pumpe nicht über die Bezeichnung. Die muss es doch auch einzeln geben ohne 3-Wege-Ventil hinten dran.

 

IMG_4202.jpeg

Bestellnummer für die Pumpe wäre 7843938. Ist ein Pumpenmotor G HE KM.

ich frage mich immer noch, ob der Einbau der Weichen und damit verbunden der zusätzlichen Pumpe sinnvoll war oder doch nur "Material- und Energieverschwendung" und 'Einkauf' diverser Nachteile?!

 

Die benannte Problematik des "Rückbeströmens" durch den Nachbarn hätte ja wirklich schon der Einbau von Rückschlagklappen abgestellt.

 

Eine echte technisch begründbare Systemtrennung wird mit dem Weichen nicht erreicht.

 

Die Häuser werden lediglich hydaulisch entkoppelt, sind dadurch alle 'gleichberechtigt', und keiner kann dem andren was 'wegnehmen'. Aber ist das notwendig oder sinnvoll? Bringt das irgendeinen Vorteil?
Es verhindert sogar, dass im Falle maximaler Kesselleistung die Häuser mit Radiatoren ggf. etwas mehr abbekommen, was die FBH Häuser nicht brauchen. Mit Weichen bekommt jeder maximal 1/4 (und das auch nur, wenn die hydraulischen Verhältnisse zwischen Verteiler und kleinen Weichen alle 100% identisch sind)  

 

Ohne die 4 kleinen Weichen würde bei hoher Abnahme (Q_summe > Q_Vito) der VL Abgang der 1. Weiche kühler werden. Dann regelt (bei richtiger Platzierung des Weichenfühlers) die Vito die Kesseltemperatur hoch und alles ist wieder schön. Ansonsten bleibt die Kesseltemperatur auf der Solltemperatur gemäß Heizkennlinie.

 

Der einzige Vorteil, der mir einfällt, ist wenn nur gaaanz wenig Volumenstrom abgerufen wird. Dann fliesst das Wasser so langsam, dass es bis in die Häuser vielleicht schon merklich abgekühlt ist. Das ist mit der 'Zwischenkreislösung' (zumindest bis zum Verteiler) besser.

 

Nachteile hingegen haben wir diverse:

  • zusätzliches Material (Weichen, Pumpe)
  • zusätzlicher Pumpenstrom der Zwischenkreispumpe, und zwar immer, 24/7
  • die Problematik, dass in den Häusern immer Q < 1/4 Q_Vito gegeben sein muss, damit die von der Heizkennlinie vorgegebene Vorlauftemperatur auch wirklich zur Verfügung steht (es sei denn, der Zwischenkreisstrom wird höher eingestellt und die Kesseltemperatur liegt damit immer über der Heizkennlinien-Solltemperatur)
  • die Problematik, dass der Volumenstrom im Zwischenkreis immer konstant und genau auf dem Level für maximale Leistungsabnahme sein muss. Es gibt ja keinerlei Regelung, die merken würde, ob mehr oder weniger notwendig ist.
  • die Weichenregelung der Vito ist damit faktisch 'ausgeschaltet'.
  • die 'Abstrahlungsverluste' der kleinen Weichen 
  • die Verluste des Zwischenkreises, auch wenn garkeine Wärme benötigt wird
  • ein hydraulischer Abgleich zwischen Verteiler und kleinen Weichen ist notwendig

 

In meinen Augen überwiegen die Nachteile deutlich. Hab ich was übersehen? Oder wäre die Betreibergemeinschaft besser damit beraten auf Rückbau (und Einbau von Rückschlagklappen) zu drängen und ggf. auf Erstattung der durch den Einbau entstandenen Kosten? (ich erinnnere auch noch mal an Franky's allerersten Post...)

 

Oder die Wärmetauschervariante? (die aber viele Nachteile der Weichenvariante auch mit sich bringt) 

nur interessehalber..

 

@pm-um 

Ihr habt in den Häusern die WMZ.

Das rechnet ihr dann 1:1 ab?

Wenn alle Häuser FBH hätte, hätte die Anlage weniger Abgasverlust.

Müssen die Häuser mit Heizkörpern dann einen höheren Anteil zahlen, als der WMZ ausgibt?

 

@pm-um  Pumpentausch: das hast du richtig beschrieben. Ist keine Hexenwerk. Ggf. noch neue Dichtung? Oder ist die eh auf dem Motor drauf?

Das Entlüften von dem Wärmetauscher nachher kann etwas tricky sein, das ist ja so eine Spirale, wo du die Luft aus jeder 'Umdrehung' raus bekommem musst. Ich hab ganz gute Erfahrungen gemacht mit 'Schaukeln' - Entlüfterhahn weit auf, wieder zu, wieder weit auf, wieder zu, .... Den Auto-Entlüfter oben drauf auch öffnen. Und irgendwann dabei auch die Pumpe anmachen? Aber da hat @Franky  auch wieder mehr Erfahrung... 

@pm-um  und?! neue Pumpe schon drin?

Ja, aber Problem leider nicht behoben.

wie? aber jetzt mehr Volumenstrom im Kesselkreis, oder?

Genau gleich kein Unterschied

das hast du auch mit deinem allmess bei WW Bereitung verifiziert? 

Ja habe es mit dem allmess verifiziert.

Wahrscheinlich ist doch irgendwo ein Engpass, vielleicht doch Verkalkung (oder was auch immer). und da offensichtlich beide Kreisläufe, also Heizung und Warmwasser so einen geringen Durchfluss haben, ist naheliegend, dass dieser irgendwo in der Therme ist.

 

Ich konnte jetzt einen anderen HB für Donnerstag akquirieren. Hoffe er findet die Ursache...

halte mich bitte unbedingt auf dem Laufenden! das is mir jetzt ja peinlich, dass ich dir ne neue Pumpe "aufgeschwatzt" hab und das war es nicht....

 

Hast du das Umschaltventil mal draussen gehabt als das Wasser runter war? (wobei das ja tadellos zu funktionieren scheint)

Ja klar, das mache ich.

Manchmal steckt einfach der Wurm drin. Das mit der Pumpe war ja nicht abwegig.


Das Umschaltventil hatten wir nicht draußen, aber das hat augenscheinlich funktioniert. Vielleicht weiß ich, Ende der Woche mehr.

 

Gruss

IMG_4305.jpeg

IMG_4303.jpeg

 

Ich denke das ist eindeutig…

Man sieht selten so einen zugesetzten WT.

Weiss man schon,wie soviel Dreck reingekommen ist? Oder habt ihr noch Gussheizkörper ?

das ist eindeutig ziemlich 'dreckig', und in Zusammenhang mit dem geringen Durchfluss liegt die Vermutung nahe, dass es auch verstopft ist.

 

Habt ihr denn mal versucht, durch den Wärmetauscher durchzupusten? Dabei müsste man dann ja einen eindeutigen Widerstand bemerken, bzw dürfte man kaum was durchbekommen (der Mensch kann ja relativ hohen Saugdruck aufbauen wegen der Muttermilch, aber drücken schaffe ich grad mal ~200mbar...

 

Wie gesagt - mein Heizi hat eine Apparatur, mit der man den Wärmetauscher spülen kann. Es gibt bestimmt Chemikalien, die da was lösen. Das Edelstahl ist ja ziemich unempfindlich. Aber der Wärmetauscher sieht von aussen auch nicht mehr toll aus soweit man das erkennen kann - wurde der regelmässig gewartet?

 

Und es ist auch die Frage wo das her kommt. Möglicherweise ist Frankys Systemtrennung doch keine schlechte Idee? 

 

@Franky  hast du sowas schon gesehen?

image.jpg

genau das macht er jetzt 

muss da wohmöglich das ganze System gespült werden? wo kommt das überhaupt her? passt da was mit Materialkombination/Wasserchemie nicht, so dass da irgendwas 'aufgelöst' wird?

http://www.bosy-online.de/Korrosion_in_Wassersystemen.htm

 

ein Blick is glaubich sehr empfehlenswert in diesem Zusammenhang! da sind ein paar Bilder, die sehen so ähnlich aus...

> genau das macht er jetzt 

 

sieht ja so aus als hättest du da einen Heizi gefunden, der was von seinem Handwerk versteht. Ich denke das System sollte auf jeden Fall mit konditioniertem Wasser mit so einem Vollschutz befüllt werden. 

Das glaub ich auch. Dass hier z.B. der Leitwert aus der Norm fällt.

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