Guten Morgen alle! Schön, dass du dich eingeklinkt hast, @davids1 ! mit vielen interessanten Aspekten, die viele Fragen bei mir aufwerfen... I. Die Geschichte mit dem Kondensat und dem LAS... Für die Menge Kondensat, die im System anfällt, halten wir doch die entsprechende Verdampfungsenergie im System (auch wenn sie im LAS anfällt, geht sie ja nicht durch das Abgasrohr hinaus, weil sie ja die Ansaugluft erwärmt und nicht die Abgase, richtig?). Im Kessel sparen wir dann die der im LAS zurückgewonnenen Verdampfungsenergie entsprechende Menge Brennstoff ein bei der Erzeugung der Kesseltemperatur, die zur Erzielung der gewollten Vorlauftemperatur notwenig ist. Solange wir die Energie im System halten, ist sie nich "verloren", oder habe ich da einen Denkfehler? Dass der Radialwärmetauscher diese Energie nicht ganz optimal nutzt, ist zwar richtig, aber in der Betrachtung des Systems doch nicht ausschlaggebend, oder? II. Wie bestimmt man den Wirkungsgrad der Anlage? Ich hatte ja oben das Verhältnis aus Nutzwärme und zugeführter im Gas enthaltener Energie als solchen angeführt, ich glaube, das passt, oder? Die Energie im Gas lässt sich ziemlich einfach und genau mittels geeichtem Zähler, Abrechnungsbrennwert und Zustandszahl bestimmen. Für die Nutzwärme könnte Volumen das Wasserstoms und die Erwärmung dessen (tVL - tRL Kesselwasser) herhalten. Aber sowohl der Volumenstromsensor als auch Vor- und Rücklauftemperaturmessung haben glaubich nicht die Genauigkeit, um hier prozentgenaue Aussagen treffen zu können? Auch ist es ja so, dass selbst aus 100%iger Kondensation nicht 100% Wirkungsgrad resultiert, solange die Abgastemperatur über der Umgebungs(Ansaug)lufttemperatur (beides am Schornstenkopf - Grenze des System) liegt und es Wärmeabstrahlung des Kessels gibt (eine vollständige Verbrennung setzen wir mal voraus). III. Datenpunkt für die Pumpenansteuerung Ich kenne zweierlei Arten von Systemen: Bei den einen wird mittels 'Parameternummern' auf die Variablen im Programm zugegriffen. Wenn hier keine Parameternummer (mit Schreibfunktion) für den Wert von Interesse definiert ist, hat man keine Chance. Dafür kann man da nix 'falsch machen'. Bei der zweiten Art wird direkt auf die Speicheradresse zugegriffen, wo die Variable liegt. Hier kann jeder Wert an jeder Adresse (im vorgesehenen Bereich) gelesen und geschrieben werden. Das birgt Gefahren, bsw. wenn man eine Bytevariable mit einem Integerwert beschreibt. Aber man kommt an alles dran... Weisst du (oder jemand anders), wie die Optolink Schnittstelle diesbezüglich organisiert ist? Die 'Datenpunkte' für 'minimale und maximal Drehzahl der drehzahlgeregelten Heizkreispumpe im Normalbetrieb' (Parameter E7 und E6 bei der B3HB) sind bekannt (27E7 und 27E6). Ich hoffe, es gelingt uns auch, den Datenpunkt für Parameter 31: 'Drehzahl-Sollwert der internen Umwälzpumpe als Kesselkreispumpe' herauszufinden (vlt 2731 oder 271F?). Hier ist dann Thomas @th3063 gefragt, sobald er sein Optolink in Betrieb hat 😉 IV. Kesselkreis-Pumpenregelung Wie würdest du @davids1 eine Regelung aufbauen? Ziel wäre ja, soweit mein Verständnis reicht, die Pumpendrehzahl so niedrig zu halten, dass möglichst tRL_primär = tRL_sekundär wäre, aber auch so hoch, dass tVL_sekundär nicht unter tVL_primär fiele. Ohne jetzt die Weichenphysik betrachtet zu haben, würde ich vermuten, das ist der Fall, wenn primärer und sekundärer Volumenstrom übereinstimmen? Welchen Nutzen hat dann aber eine Weiche? soweit erstmal wieder... beste Grüsse! Phil
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