Hallo EifelEffe,
ich versuche einmal etwas Licht ins dunkel der verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten zu bringen. Grundsätzlich musst du dir die Einstellungen aber an deine eigenen Vorlieben bzw. deinen eigenen Bedarf anpassen.
Einstellungsmöglichkeiten bei den Schaltzeiten der Warmwasserbereitung:
Oben: Die Aktivierung und Abschaltung der Trinkwassererwärmung erfolgt anhand des oberen Sensors.
Normal: Die Aktivierung der Trinkwassererwärmung erfolgt anhand des oberen Sensors und die Abschaltung über den Rücklauftemperatursensor im Sekundärkreis (nur bei Wärmepumpen mit integriertem Speicherwassererwärmer).
Die Hysterese für die Zuschaltung der Wärmepumpe bzw. des Durchlauferhitzers für die Warmwasserbereitung sollte auch dem eigenen Bedarf nach eingestellt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine kleine Hysterese für die Wärmepumpe zu einer kurzen Laufzeit führt und dies nicht unbedingt optimal ist. Sind die beiden Hysteresen nah beieinander, passiert es, dass die des Durchlauferhitzers auch schnell unterschritten ist und er mit zuheizt. Man sollte versuchen einen Mittelweg zu finden, um auch dem eigenen Komfort gerecht zu werden. Wenn du zum Beispiel weißt, dass deine Frau und du regelmäßig hintereinander duschen gehen, kann es unter Umständen passieren (hängt vom jeweiligen Duschverhalten und der Wasserauslaufmenge ab), dass für den zweiten nicht mehr genügend warmes Wasser zur Verfügung steht.
Wenn bei dir ein regelmäßiger Wasseraustausch vorhanden ist, ist die Aufheizung des Speichers auf 60°C überflüssig. Ich gehe davon aus, dass bei einem min. 2 Personenhaushalt das Wasser im Speicher der Wärmepumpe regelmäßig erneuert wird.
Für die Warmwasser-Soll-Einstellung ist meine Empfehlung: kommst du mit weniger aus, stell weniger ein.
Eine Temperaturdifferenz von 2K auf der Primärseite ist in Ordnung. Eine Spreizung von 3-4K ist aber noch besser. Die Temperaturdifferenz wird auf Grund des konstanten Volumenstroms auf der Primärseite immer gleich sein.
Die Spreizung auf der Sekundärseite sollte bei deiner Wärmepumpe beim Heizbetrieb zwischen 5-10K liegen. Da ich bei deiner Anlage davon ausgehe, dass direkt auf eine Fußbodenheizung gegangen wurde, ist eine Spreizung von 5-6K in Ordnung.
Die Einstellung der Heizkennlinie sieht auf den ersten Blick in Ordnung aus. Am besten ist es, dass die Wärmepumpe immer nur soviel Wärme erzeugt, wie auch benötigt wird. Um sicher zu gehen, dass dies so ist, kannst du folgendes durchführen:
In den Räumen, wo du es immer warm haben willst (WZ, Küche, Bad) stellst du die Raumregler komplett auf. Sollte es so sein, dass es dir in den Räumen zu warm wird, passt du die Heizkennlinie an. Wie du dann was am besten einstellst, kannst du folgendem Link zur Heizkennlinieneinstellung entnehmen.
http://www.heizung.de/de/lexikon/f_bis_j/Heizkennlinie.html
Beste Grüße °fl
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