Das Abschalten beim Wechsel von Heizen auf Brauchwassererwärmung und umgekehrt lässt sich nicht verhindern. Es gibt keinen diesbezüglichen Parameter, der das ermöglicht. Dass beim Wechsel von Brauchwassererzeugung zum Heizen der Brenner ausgehen muss, ist unumgänglich. Viessmann empfiehlt, die Nachlaufzeit von mindestens 120 s nach der Brauchwassererwärmung unbedingt einzuhalten. In dieser Zeit läuft die Pumpe weiter, fördert also das Heizwasser weiter durch die Heizwendel des externen Speichers und kühlt so Heizwasser und Wärmetauscher sanft ab. Würde das Umschaltventil ohne Wartezeit umschalten und Brenner und Pumpe weiterlaufen, dann muss mit einem Thermoschock für den Wärmetauscher gerechnet werden, weil jetzt kaltes Rücklaufwasser aus dem Heizungsrücklauf schlagartig auf den noch stark erhitzten Wärmetauscher trifft. Beim Umschalten von Heizen auf Brauchwassererwärmung besteht diese Gefahr nicht. In diesem Fall könnte das Umschaltventil der Grund für das erforderliche zwischenzeitliche Abschalten von Pumpe und Brenner sein. Denn dass Umschaltventil wechselt von der Pos. Heizen in die Pos. Brauchwassererwärmung über seine Mittelstellung, in der der Durchfluss gesperrt ist. In der Mittelstellung würde, wenn die Pumpe weiterlaufen würde, der Volumenstrom schlagartig auf 0 abfallen. Wenn aber der Volumenstrom auf 0 abfällt, kann der Brenner seine Wärme nicht mehr über das Heizwasser abgeben. Es bestünde die Gefahr einer Überhitzung für den Wärmetauscher. Hinweis: Der Vitodens 300W hat kein internes Überströmventil. (Im Gegensatz zum Vitodens 200W.) Ich sehe es daher als sehr kritisch an, wenn bei der Pumpe beim Überfahren der Mittelstellung der Volumenstrom schlagartig auf 0 zusammenbricht. Das würde bei jedem Schaltvorgang einen plötzlichen Druckanstieg am Pumpenausgang ergeben.
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