@Dreman Wo gibt es denn die Montage- und Serviceanleitungen auf englisch? Offensichtlich sind in den englischen Ausgaben Parametereinstellungen dokumentiert, die in den deutschen Ausgaben fehlen. Ich selbst habe zwei neue Viessmann-Heizungen in zwei Häusern in unterschiedlichen Konstellationen: Privathaus: Vitodens 200-W, 19 kW, B2HF; direkte Versorgung der Heizkörper durch die interne Pumpe des Vitodens Mehrfamilienhaus: Vitodens, 32 kW, B2HF; die Pumpe des Vitodens fördert in eine hydr. Weiche, hinter der Weiche befindet sich ein Mischer und dahinter eine starke externe Wilo-Pumpe, die 32 Heizkörper versorgt. Zunächst mal zurück zum Parameter 1240.0: Es gibt tatsächlich bei beiden Vitodensen den Einstellwert "1" und "2". "7" gibt es nicht, weil in beiden Fällen eine witterungsgeführte Vorlauftemperaturregelung vorliegt. Eigentlich halte ich eine Pumpenmodulation entsprechend der Brennermodulation für optimal. Ich wäre nie darauf gekommen, dass das einstellbar ist. Bei genauem Hinsehen komme ich allerdings zu dem Schluss, dass eine Umstellung auf "2" vermutlich bei meinen beiden Anlagen keinen Sinn macht: a.) Vitodens im Privathaus: Hier läuft die Pumpe ganzjährig außentemperaturgesteuert mit der niedrigsten Drehzahleinstellung von 60%. Niedrigere Einstellungen sind zwar möglich, werden aber aus Sicherheitsgründen beim 200er Vitodens nicht umgesetzt (siehe Montage- und Serviceanleitung des B2HF/B2KF, S. 49). Da diese 60% bei mir ganzjährig(!) schon eher zu viel sind, macht es keinen Sinn die Modulation der Pumpe noch anzuheben, wenn der Brenner hochmoduliert. b.) Der Vitodens im Mehrfamilienhaus läuft "sollwertgesteuert" (Parameter 1100.2), fördert also das ganze Jahr den gleichen Volumenstrom in die Weiche. Die 60% vom Maximalvolumenstrom können auch hier nicht unterschritten werden! Der Volumenstrom ist jederzeit ausreichend hoch, weil die (hydrodynamische) Pumpe immer mehr oder weniger "drucklos" in die hydr. Weiche fördert. Damit lässt sich in diesem Fall der Volumenstrom unter Berücksichtigung des Pumpendiagramms vo S. 49 gut abschätzen. Es gilt die Kurve "A". Ich lese bei einem angenommenen Differenzdruck von deutlich unter 100 mbar einen Volumenstrom von jederzeit über 800 l/h ab. Das sollte reichen, um auch 32 kW sicher im Wärmetauscher zu übertragen. (Die neuen 200er Vitodense haben keinen Volumenstromsensor.) Beim neuen 300er Vitodens B3HG sähe die Sache anders aus. Hier sind effektive, also wirksame Einstellungen unterhalb der 60%-Grenze möglich. Daher hätte der Einstellwert "2" im Parameter 1240.0 bei einem 300er eine ganz andere Durchschlagskraft. Bemerkung zum Thema Takten und Schwankung der Vorlauftemperatur: Ursprünglich war bei der neuen Heizung in unserem Mehrfamilienhaus der Mischer aktiv. Er verursachte besonders in der Übergangszeit eine Art Hochfrequenz-Takten und immer wiederkehrende deutliche Überschreitungen des Vorlauftemperatur-Istwertes über den Sollwert, allerdings nur angezeigt vom Temperatursensor im Vitodens und vom Temperatursensor in der hydr. Weiche. Der Temp.-Sensor im Heizkreis 2 hinter der ext. Pumpe zeigte nie eine Überschreitung des Vorlauftemperatur-Istwerts über den Sollwert, weil der Mischer das ganz sicher verhindert hat. Das war natürlich in ViCare alles leicht zu beobachten. Ich veranlasste beim Heizungsbauer eine Deaktivierung des Mischers. Ab diesem Zeitpunkt hörte das unnötige Takten auf. Da nun das "Sicherheitselement" Mischer fehlt, musste ein Anlege-Temperaturregler im Vorlauf zu den Heizkörpern nachgerüstet werden. Dieser spricht bei knapp 65°C an und schaltet die externe Pumpe ab (habe ich selbstverständlich getestet). @_tidf Ich bin mir relativ sicher, dass die beobachteten Vorlauftemperaturschwankungen nicht aus der laufenden oder nicht laufenden interne Pumpe bei Brennerabschaltung resultieren (die externe muss natürlich durchlaufen, was sie ja macht), sondern aus der Anwesenheit des Mischers.
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