Das mit der Zirkulation ist eine eigene "Geschichte": Siehe meine Erklärung dazu hier in diesem Thread vom 12.08.2022 11:03 Hier musst Du einen eigenen individuellen Kompromiss finden zwischen Energiesparen, und persönlichem Komfort, den Du haben möchtest. Grundsätzlich: Je öfter und länger Du die Zirkulation laufen lässt, je mehr Wärmeenergie wirst du benötigen. Dazu kommt noch das "Problem Kombispeicher": Im inneren eines Speichers ist es so, das sich das heiße Wasser oben, und das kalte Wasser unten ist (physik). In normalen Schichtspeichern entnimmst Du bei Bedarf von oben das heiße Wasser und unten läuft kaltes Wasser nach. Alles paletti. Der Kombispeicher - in Verbindung mit dem Frischwassermodul ist folgendermaßen aufgebaut: Das Frischwassermodul hat zwei Kreisläufe einen Äußeren Kreislauf, der dir das Warmwasser über die Zirkulationspumpe im Kreis pumpt, und dabei das WW an die Zapfstellen bringt. einen Inneren Kreislauf, der das Warmwasser innerhalb des Puffers über eine zweite Pumpe von oben aus dem Speicher abnimmt, über einen Wärmetauscher schickt, und unten zurück in den Puffer pumpt. Das Problem dabei ist nun folgendes: Startest Du die Zikulation, und es wird eigentlich kein Warmwasser benötigt, wird als erstes die Kreislaufleitung und in der Folge durch die Abstrahlung der Rohrleitungen die Wände erwärmt - somit reine Verlustleistung - Du pumpst nur Warmwasser im Kreis, ohne jeglichen Nutzen. Wird kein Warmwasser entnommen, kommt irgendwann das Warmwasser zurück beim Wärmetauscher an, die Spreizung wird somit klein, und der Wärmetauscher im Frischwassermodul gibt keine Wärme mehr an den Außenkreislauf ab. in der Folge wird im inneren Kreislauf keine Wärme mehr vom Wärmetauscher abgenommen, und Du beginnst hier sozusagen das Wasser innerhalb vom Puffer im Kreis zu pumpen: Warmes Wasser wird vom oberen Bereich des Puffers angesaugt, und unten in den Puffer zurückgeleitet. Das Warme Wasser Steigt nun aufgrund der Dichte wieder nach oben in den oberen Bereich des Puffers. Zusätzlich sorgt die Pumpe des inneren Kreislaufes für zusätzliche Bewegung innerhalb des Puffers Als Ergebnis hast Du letztendlich keine ordentliche Schichtung mehr im Puffer, sondern das komplette Wasser im Puffer ist irgendwann - bildlich gesprochen - eine "Lauwarme Durchmischung". Das "Merkt" dann natürlich der Temperatursensor im Puffer - und wenn der Istwert am Sensor dann zb. unter die 45 Grad geht startet die WP und beginnt den Puffer aufzuheizen. Anders funktioniert ein reiner WW-Puffer - ohne Frischwassermodul und ohne Zirkulationspumpe: Hier hast einen Schichtspeicher - Sobald Du Wasser an der Zapfstelle entnimmst, wird von oben aus dem Puffer Heißwasser entnommen, und über die Leitungen an die Zapfstelle geliefert. Dauert somit - je nach Leitungslänge eine gewisse Zeit, bis das Heißwasser an der Zapfstelle ankommt. Durch die Entnahme von Oben sinkt der Druck im Puffer, dadurch wird unten im Puffer frisches Kaltwasser wieder nachgespeist. Da der Querschnitt des Puffers wesentlich größer ist, als der Querschnitt der Wasserleitungen, ist erstens die Strömungsgeschwindigkeit im Puffer sehr klein, und zweitens bleibt aufgrund des Dichteunterschiedes zwischen kaltem und heißem Wasser, das kalte Wasser unten, und vermischt sich nicht mit dem heißen Wasser oben im Speicher. Das Ergebnis: Das Wasser im Speicher wird erst dann von der WP wieder erhitzt, wenn das Warmwasser aus dem Speicher annähernd komplett aufgebraucht wurde. ( denn erst dann ist die Kaltwasserschicht am oberen Sensor im Puffer angekommen ). lg Guennie
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