Es steht eine Umrüstung von Gas auf Wärmepumpe an.
Ich bin noch am hin und her überlegen ob ich die vorhandenen 3 Solarthermie Flachkollektoren (ca. 20 Jahre alt) weiter nutzen soll, mit bivalentem Heizungspufferspeicher. Kostet aber Aufpreis weil Viessmann dafür eine eigene Steuerung braucht. (ca. 1500 Euro Mehrpreis)
Oder ob ich sie stilllegen soll. Muss man beim Stilllegen die Kollektoren vom Dach montieren lassen? Das kostet ja auch. Also entweder hat man die Kosten für die Demontage oder den Aufpreis für Steuerung und bivalentem Pufferspeicher.
Wie habt ihr es gemacht?
Manche sagen es rechnet sich nicht, manche betreiben die Solarthermie weiter.
Meine 3 Flachkollektoren haben sogar inzwischen 35 Jahre auf dem Buckel und wurden 2024 in das neue WP-System mit Kombi-Pufferspeicher integriert. An sonnigen Wintertagen wird die Heizung so über den Puffer mit bis zu 45° C Wärme von den Kollektoren unterstützt, von Mai bis Ende September übernehmen die Kollektoren zu 100 % die WW-Bereitung, die WP ist im "Sommerschlaf".
Der Kombispeicher ist mittels Stichanbindung ins System eingebunden, die Solarthermie speist an der untersten möglichen Position ein.
Allerdings brauchen wir unseren selbst erzeugten PV-Strom großteils für unsere beiden E-Autos und den Haushalt, für einen elektrischen Heizstab, wie von vielen bevorzugt, ist uns der Strom zu wertvoll. Details zur Anlage siehe Signatur (Mobiltelefon ins Querformat drehen!).
ich habe ein Angebot mit dem Vitocell 120-E Speicher. Der hat einen Anschluss für eine 2. Wärmequelle. Ist der auch für Solarthermie geeignet?
Wie hoch ist ungefähr der Aufpreis für den 140-E ?
Also wieviel muss man bei Viessmann ungefähr mehr ausgeben um die Solarthermie zu integrieren?
Hallo Vitodens200-WB2-BJ03,
das ist beim 120-E nur dann möglich, wenn bauseits ein entsprechender Solarwärmetauscher vorhanden ist. Ein direkter Anschluss ist nicht möglich.
Beim 140-E ist ein Wärmetauscher für eine Solarthermieanlage integriert. Was den Aufpreis betrifft, kannst du dir dazu ein Angebot seitens deines Fachbetriebes einholen.
Viele Grüße
Flo
Warum willst du bei 3 Flachkollektoren eine Solarthermie Heizungsunterstützungs bauen?
Der Beitrag zur Heizung ist au meiner Sicht zu vernachlässigen.
Für Heizungsunterstützung brauchst du idR einen Kombispeicher bie 120-E oder 140-E.
Wenn der nicht nach "Schweizer Schema" angeschlossen wird, bedient sich die Heizung ständig vom teuer erwärmten Trinkwasser-Teil des Speichers.
Jeder WP Experte wird dir von einen Kombispeicher abraten.
siehe Experten Vorträge
https://youtu.be/4zAttQNeL5w?t=4301
https://youtu.be/JqPpRR6vQl4?t=1578
Einen bivalente Trinkwasser Speicher mit 2 Wärmetauscher, kann man machen. Das stört nicht.
Es ist eher schwierig einen kleinen Speicher mit 2 Wärmetauscher zu finden, die groß genug für eine WP sind.
>>eigene Steuerung braucht. (ca. 1500 Euro Mehrpreis)
verwende einfach die Alte weiter.
Die neue Regelung von Viessmann integriert sich genauso wenig in die neuen WP von Viessmann, weil die Software es (noch immer) nicht kann.
Du kannst die alten Kollis auch einfach stillgelegt am Dach lassen.
Wenn du dir 2000W PV Module + 800W Wechselrichter auf das Garagendach legst hast du vermutlich deutlich mehr davon.
Versuche die WP Anlage so einfach wie möglich zu bauen!
Heizlast im Winter experimentell durch Ablesen des Tages-Verbrauch im Kernwinter ermitteln,
oder besser per Wärmemengenzähler
Den max möglichen Durchfluss per Wärmemengen ermitteln oder andere geeignete Mittel.
Dann weisst du ob du überhaupt einen Heizungspuffer benötigst.
Die Videos sind leider schon etwas älter. In den Videos wird nicht auf Solarthermie eingegangen, zumindest finde ich keine Stelle darin.
Er rät von Kombispeichern ab, wegen der Verluste durch Vermischung. Es sei denn, der Speicher hat eine eine mechanische Trennung der Zonen, und das ist beim Viessmann 120-E der Fall. Der 140-E hat diese mech. Trennung wiederum nicht. Erst der 160-E hat wieder eine.
Der Preisunterschied um die vorhandene Solarthermie einzubinden (also statt dem 120-E auf 160-E) liegt bei mind. 1500€ Materialaufpreis plus 1000€ zusätzlichem Installationsaufwand. Aus meiner Sicht dauert es viel zu lange um allein diese 2500€ Mehrkosten zu amortisieren wenn überhaupt. Oder liege ich falsch?
Es sei denn ich verwende die alte Solar Steuerung weiter, dann spare ich mir die Viessmann Solarsteuerung. Vielleicht kann das jemand beziffern, wieviel Mehrkosten dies wäre vom 120-E auf 160-E ohne Viessmann Solarsteuerung und Pumpemgruppe.
Mechanische Zonentrennung (Trennblech / Lochblech) Zwischen der oberen Warmwasserzone und der unteren Heizkreiszone befindet sich eine mechanische Trenneinrichtung in Form eines Lochblechs bzw. Prallblechs.
Es verhindert eine direkte, turbulente Durchmischung der beiden Temperaturzonen bei Vorlauf- oder Rücklaufströmungen.
Vitocell 140-E: Der integrierte Solar-Wärmetauscher gibt die Wärme klassisch im Bodenbereich ab. Das Wasser muss sich dort erst aufheizen, bevor es nach oben steigt. Bei schwacher Sonneneinstrahlung dauert es sehr lange, bis im oberen Speicherbereich genug Temperatur für die Warmwasserbereitung erreicht wird.
Vitocell 160-E: Besitzt ein integriertes Schichtladesystem (bestehend aus Schichtladetöpfen und Steigrohren/Ladelanzen). Selbst wenn die Solaranlage nur mäßig warmes Wasser liefert, wird dieses gezielt und ohne Verwirbelungen direkt auf der Höhe im Speicher einsortiert, die genau dieser Temperatur entspricht. Dadurch steht solare Nutzwärme oben im Speicher deutlich schneller für die Frischwasserstation bereit.
Habe eben mal nachgeschaut:
Über das Gesamtjahr 2025 hat unser System (nach Vicare-App) für die Warmwasserbereitung 40 kWh an Strom verbraucht. Der Rest an Wärme fürs Warmwasser kam über die "alte" Solarthermie.
Gibt es von jemandem Vergleichswerte für Systeme mit/ohne Solar-Heizstab bzw. ganz ohne Pufferspeicher?
wenn ich von einer geschätzten Einsparung durch Weiterverwendung der Solarthermie von ca. 200€ pro Jahr ausgehe (120qm Wohnfläche, 3 Personen, 3 Flachkollektoren Süd Ausrichtung) , kann man sich ungefähr ausrechnen ob und wann sich der teurere Speicher 160-E statt dem 120-E amortisiert.
Gibts hier jemanden der den 160-E mit einer alten Solarthermie benutzt?
Warum kann man eigentlich nicht den alten WW- Solar- Speicher mit der WP weiter nutzen?
Die modernen WPs erzeugen doch auch ca. 70°C Vorlauf für WW- Bereitung. Höher geht unsere
WB2 auch nicht, um die WW- Zone auf 50°C zu bringen. Dabei läuft die Pumpe recht schnell, was
ja zu den immer propagierten hohen Volumenströmen für WPs passt...?
Letztendlich wird über die Weiterverwendung eines vorh. Speichers die Anzahl der benötigten Anschlüsse und deren Lage entscheidend sein.
Beim Kombispeicher mit Solar + Frischwasserstation braucht es davon jede Menge.
Bei mir sind z.B. 6 x Heizung sowie 2 x Solar angeschlossen (jeweils Vor- und Rücklauf einzeln gezählt).
was ist eine Stichanbindung? und warum hast Du das Trennblech entfernt?
eigentlich nur aus Platzgründen. Ich brauche sowieso einen neuen Pufferspeicher für den Heizkreis. Und für 2 Speicher fehlt der Platz.
Genau das stelle ich ja in Frage. Brauchst du vielleicht nicht!
Du änderst doch nur die Hauptwärmequelle und die liefert genau so bis zu 70°C, wie die alte.
Wenn es nur um das Abtauen geht, haben viele WPs bereits einen Mini- Abtaupuffer integriert,
weil seitens der Hersteller der Fakt aufgegriffen wurde, dass ein Puffer (der in der Vergangenheit
zwingend zu einer WP mit verkauft wurde) einen Großteil der Effizienz wieder auffrisst.
Somit reicht ein kleiner WW- Speicher, oder bei vorh. Solarthermie ein Solarspeicher ohne Pufferfunktion
vollkommen aus. Und hier kommt nun die auf der Hand liegende Nutzung des bereits vorh. Speichers
in´s Spiel, der (z.B. bei Edelstahlvarianten) ggf. noch ein langes Leben vor sich hat...
Ich lese immer was von "effizienterem Wärmetauscher für die WP im Speicher". Wenn ich sowas
einbaue, ziele ich gleichzeitig auf einen geringeren Volumenstrom ab. Mit dem alten, nicht so dicht
gepackten WT im alten Speicher, muss ich hohe Volumenströme fahren, die doch für eine WP so gut
und wichtig sein sollen.
Habe jetzt mal die KI dazu befragt: Es geht "nur" um Effizienz bei der WW- Erzeugung: Wenn man
damit Leben kann, dass der COP (nur während der WW- Bereitung) bei ca. 2 statt bei 3 liegt, könnte
man den alten Speicher weiter verwenden und vernünftige 50 °C mit ca. 70°C aus einem Propan-
Monoblock ohne Zuschalten des Heizstabes erzeugen.
Leider ist auch die Dämmung der alten Speicher nicht mehr so zeitgemäß (was ein cleverer Heimwerker
ggf. selbst verbessern könnte), sodass der Austausch des Speichers schon sinnvoll, aber ggf. im Notfall
auch vermeidbar wäre.
Den hohen Volumenstrom bei gleichzeitig "dichter gepacktem" WT (= mehr Rohr = mehr
Fließwiderstand) erzielt man in den neuen Speichern übrigens z.B. durch 2 parallele Schlangen.
Zuerst Antwort zum Trennblech:
Der Pufferspeicher 140-E hat von Hause aus kein Trennblech verbaut. Das hat den Vorteil, daß das solarseitig erwärmte Wasser schneller bis ganz oben in den Warmwasserbereich kommt. Birgt aber auch den Nachteil einer möglicherweise höheren Durchmischung bei viel Frischwasserstations-Nutzung und bei Nicht-Stich-Anbindung des Puffers wegen dann höherer Durchströmung.
Hier mal eine KI-Antwort zum Thema Stichanbindung:
Anmerkung von mir noch dazu:
Wichtig ist, daß die Verbindungsleitung (also das I vom T-Stück) zwischen Pufferspeicher und Heizkreislauf einen größeren Durchmesser hat als der Heizkreislauf selbst, sonst funktioniert das Ganze nicht!
Als Anlage noch das bei mir verbaute Schema!
Wer sagt, dass du einen Puffer für den Heizkreis benötigst? Ist das eine Vermutung?
Egal ob mit oder ohne Trennblech, verliert der Kombispeicher ständig Wärme aus dem oberen Teil nach unten.
Florian, der Viessmann Moderator empfiehlt den oberen Teil nur exakt zu der Zeit wo man WW benötigt aufzuheizen und sonst wieder auf das Niveau der Heizung abfallen zu lassen.
>>was ist eine Stichanbindung?
Viessmann schließt Vorlauf WP und Vorlauf Heizung an unterschiedlichen Anschlüssen des Puffer an, teilweise noch auf unterschiedlicher Höhe. Dadurch vermischt sich Vor und Rücklauf ständig.
Die WP muss 2-5K wärmeres Wasser liefern als der Heizkreis benötigt.
Standard Viessmann Parallel-Puffer = Exergie-Vernichter
Andere Hersteller haben hier von Haus aus "Pendel-Puffer" Bosch / Buderus (entspricht einer Stich-Leitung" oder haben Differenzdrucklose Verteiler, die die Durchmischung verhindern.
oder es gibt Puffer mit Überströmkammer, die die Durchmischung verhindern.
auf Betteln und Nachfrage gibt es bei Viessmann ein Sonderschema mit "Stichleitung"
Wie soll seine gewünschte Einbindung der vorh. Solarthermie ohne Puffer realisiert werden?
Bei 3 Kollektoren würde ich die Heizungs Integration es weg lassen.
oder einen Plattenwärmetauscher in den Heizungs-Rücklauf montieren, der den Rücklauf anhebt, wenn WW Speicher voll ist.
auch aus hygienischen Gründen ist es mir lieber wenn der Vitocell 100-B CVB Trinkwasserspeicher Baujahr 2003 raus kommt. Den ganzen Winter ist nur der Bereitschaftsteil auf 60 Grad, der untere Bereich ca. 40 Grad wochenlang oder weniger. Es ist ein emaillierter Speicher. Die Schutzanoden sind noch ziemlich neu, die habe ich mal bei einer Wartung tauschen lassen.
Es soll jetzt eine Frischwasserstation rein kommen.
Wie gesagt, meine Frage war, welchen Speicher ihr nehmen würdet zum Weiterbetrieb der alten Solarthermie. Der 160-E müsste ideal sein, bessere Trennung als beim 140-E. Und falls die Solarthermie nach 5-10 Jahren defekt wäre könnte ich ihn auch nur mit der Wärmepumpe effizient weiterbetreiben?
Die Grundüberlegung war, wieviel Aufpreis der 160-E kosten wird im Vergleich zum angebotenen 120-E. Wenn der Aufpreis zu hoch wird rechnet es sich irgendwann nicht mehr.